28. April 2026, 12:45 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Eine Auszeichnung durch den Guide Michelin gilt international als Zeichen herausragender Küche – je mehr Sterne, desto höher das kulinarische Niveau. Entsprechend ist ein Besuch in einem ausgezeichneten Restaurant oft nicht nur schwer zu bekommen, sondern geht meist auch ordentlich ins Geld. Doch es gibt Ausnahmen: Einige Michelin-Restaurants bieten überraschend erschwingliche Menüs. TRAVELBOOK stellt eine Auswahl vor.
Wer an Michelin denkt, hat oft zuerst den Reifenhersteller im Kopf. Genau dieser hat auch das bekannte Sternesystem ins Leben gerufen. Ursprünglich als Reiseführer gedacht, sollte der Guide das Autofahren populärer machen, bevor er mit der Einführung der Sterne 1926 zum Maßstab für Spitzenküche wurde. Jedes Jahr zeichnet der „Guide Michelin“ herausragende Restaurants aus. Neben den Sternen vergibt er mit dem „Bib Gourmand“ auch eine Auszeichnung für besonders gutes Essen zu moderaten Preisen. Auf der offiziellen Website des Guide Michelin finden sich so auch günstigere Restaurants.
Übersicht
5 besonders günstige Michelin Restaurants
Fukagawa Ramen – Berlin
Eine kräftige Brühe, kombiniert mit Weizennudeln und Einlagen wie Gemüse oder Fleisch: Ramen zählen zu den Klassikern der japanischen Küche. Im Berliner Bezirk Kreuzberg lässt sich die wärmende Suppe sogar auf Michelin-Niveau genießen. Der Guide empfiehlt unter anderem Shoyu Ramen mit handgemachten Nudeln und Ei sowie Gyoza als Vorspeise. Auch Varianten wie Shoyu-Trüffel-Ramen oder Wagyu-Ramen stehen auf der Karte.
Hauptspeise ab ca. 15 Euro (Stand April 2026)
Posto – Posen
Ebenfalls vom Guide Michelin für sein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet wurde das „Posto“ im polnischen Posen, gelegen zwischen Berlin und Warschau. In einer ehemaligen Scheune im Stadtteil Jeżyce serviert das Restaurant von der europäischen Küche inspirierte Gerichte. Auf der Karte stehen unter anderem Spaghetti Aglio e Olio und Entrecôte. Hervorgehoben werden vom Guide neben dem fairen Preisniveau auch der aufmerksame Service und ein Begrüßungsgetränk.
Hauptspeise ab ca. 18,60 Euro (April 2026)
Namu – Malmö
Eine Mischung aus moderner koreanischer und skandinavischer Küche bietet das Restaurant Namu im Zentrum von Malmö. Serviert werden koreanisch inspirierte Gerichte aus regionalen Zutaten, wobei großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. So verzichtet das Restaurant unter anderem auf Palmöl und setzt auf lokalen Sojaanbau. Die Speisen sind als kleine und mittelgroße Gerichte konzipiert, die sich ideal zum Teilen eignen. Besonders gelobt wird von den Michelin-Experten das Flank Steak mit seinen Beilagen.
Hauptspeise (groß) ab ca. 36 Euro (Stand April 2026)
Feine Speiseschenke – Nordhausen
Seit 2022 trägt die Feine Speiseschenke im thüringischen Rüdigsdorf, einem Ortsteil von Nordhausen, die Auszeichnung Bib Gourmand. Das Restaurant verarbeitet vor allem regionale Produkte, darunter auch Fleisch von eigenen Hochlandrindern und Bisons, was auch der Guide Michelin hervorhebt. Auf der Karte stehen unter anderem hausgebeizter Lachs, Hirschrücken und Steinbeißerfilet.
Hauptspeise ab ca. 14 Euro (Stand April 2026)
Mêlée – Kopenhagen
Im dänischen Kopenhagen zählt das „Mêlée“ zu den preisgünstigeren Michelin-Restaurants. Gelobt werden neben der lebendigen Atmosphäre vor allem die klassisch französische Küche, die durch dänische Einflüsse ergänzt wird. Das Restaurant im Stadtteil Frederiksberg bietet sowohl ein Vier-Gänge-Menü als auch wechselnde Tagesgerichte und Klassiker wie Rinder-Onglet oder Tatar.
Hauptspeise ab ca. 18 Euro (Stand April 2026)