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Als erste überhaupt!

Italienische Küche ist jetzt UNESCO-Welterbe

Die italienische Küche ist jetzt ein immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe
Die italienische Küche ist jetzt ein immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe Foto: Getty Images
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Anna Wengel
Freie Autorin

10. Dezember 2025, 14:46 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die UNESCO hat die italienische Küche ins immaterielle Weltkulturerbe aufgenommen. Als erste weltweit. TRAVELBOOK hat die Infos.

Heute ist ein besonders guter Tag für Pizza und Pasta. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, die UNESCO, hat die italienische Küche an diesem Mittwoch (10. Dezember 2025) zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt. Als erste ganze Nationalküche weltweit. Und das bedeutet weit mehr als eine riesige Anerkennung beliebter italienischer Speisen.

Italiens Küche ist weit mehr als Essen

Italiens Köstlichkeiten stehen somit ab sofort auf der repräsentativen Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit. So hat die UNESCO in Pasta Carbonara, Lasagne, Ossobuco und Co. nicht nur eine zugegebenermaßen überragend köstliche und weltweit beliebte Küche gefunden. Nein, sie erkennt darin vor allem die „kulturelle und soziale Verschmelzung kulinarischer Traditionen.“ Hierbei würden Rohmaterialien verwendet und mit traditionellen Zubereitungsmethoden verbunden. Die Nationalküche Italiens sei eine „gemeinschaftliche Aktivität, die die Verbundenheit mit dem Essen, den Respekt vor den Zutaten und die gemeinsamen Momente am Tisch“ betone, schreibt die UNESCO in ihrer Erklärung zur Aufnahme von Italiens Küche ins Welterbe. „Die Praxis wurzelt in Rezepten, die Lebensmittelverschwendung vermeiden, und der Weitergabe von Aromen, Fertigkeiten und Erinnerungen über Generationen hinweg“, heißt es weiter. Diese sei darüber hinaus „ein Mittel, um mit Familie und Gemeinschaft in Kontakt zu treten“.

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Und dabei sind laut UNESCO alle beteiligt. Junge, Alte und alle dazwischen tauschten sich aus, oftmals blieben Traditionsgerichte über Generationen in den Familien erhalten. Auch außerhalb der Familie spiele das Essen eine zentrale Rolle. Sogar an Schulen und Universitäten werde das Wissen darüber vermittelt. Italiener sähen ihre Küche über das reine Kochen hinaus als „Möglichkeit, für sich selbst und andere zu sorgen, Liebe auszudrücken und die eigenen kulturellen Wurzeln wiederzuentdecken.“ Die italienische Küche trägt laut UNESCO zudem dazu bei, „spezifische kulturelle Ausdrucksformen wie Sprache und Gesten zu bewahren“. Dadurch würde das Gefühl von Zugehörigkeit ebenso wie das Wohlbefinden gefördert, Bindungen gestärkt ebenso wie „lebenslanges, generationsübergreifendes Lernen“.

Welterbestatus soll vor Nachahmern schützen

Laut der Nachrichtenseite des TV-Senders CNN bestätigte Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Entscheidung der UNESCO bereits vor der Verkündung durch die Kulturorganisation. „Wir sind die ersten weltweit, denen diese Anerkennung zuteilwird, die unser Wesen und unsere Identität würdigt“, wird Meloni von CNN zitiert. Für Italiener sei „Küche nicht nur Essen oder eine Sammlung von Rezepten sondern viel mehr: Kultur, Tradition, Arbeit und Wohlstand.“

Der heutigen Anerkennung der italienischen Nationalküche gehen drei Jahre Arbeit des italienischen Landwirtschaftsministeriums voraus. Diese wollten laut CNN die „traditionelle Art des Anbaus, der Ernte, der Zubereitung und des Servierens von Lebensmitteln in Italien“ anerkennen lassen. Auch deshalb, weil das südeuropäische Land sich ständig gegen Fälschungen seiner traditionellen Lebensmittel zur Wehr setzt. Dazu gehören etwa Olivenöl, Carbonara-Soße im Glas, wie auch die Verwendung italienisch klingender Namen für Produkte, die eigentlich aus anderen Ländern stammen.

Das Landwirtschaftsministerium hofft, dass die Anerkennung der italienischen Küche als Welterbe helfen werde, diese vor „kulinarischen Missbräuchen zu schützen“, heißt es bei dem Nachrichtenmagazin.

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