27. Oktober 2025, 17:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Käseliebhaber aufgepasst: Bei den Schweizer Raclette-Weltmeisterschaften wurden einmal mehr die besten Raclette-Käsesorten gekürt. Fünf Weltmeister gibt es in diesem Jahr, sowie etliche weitere Auszeichnungen. Alle Infos zur Raclette-Weltmeisterschaft.
Das Schweizer Raclette-Dorf hat wieder eingeladen: Vom 24. bis 26. Oktober 2025 wurden dort, im Ferienort Morgins im Kanton Wallis, zum zweiten Mal die Raclette-Weltmeisterschaften abgehalten. Zwischen 14.000 und 20.000 Käse-Fans nahmen laut einer Mitteilung der veranstaltenden Région Dents du Midi an der dreitägigen Veranstaltung rund um das Walliser Traditionsgericht teil. Ganze 47.500 Raclette-Gerichte wurden dabei serviert. 150 Käsesorten aus zwölf Ländern konkurrierten in diesem Jahr um fünf Weltmeistertitel. Dabei ging es sowohl um die Milch als auch um Zubereitung und Herkunft.
Übersicht
Fast nur Schweizer Raclette-Weltmeister
Raclette ist für Schweizer weit mehr und weit ernster als nur ein nettes, okay, köstliches Gericht. Raclette zählt zum Kulturgut seines Heimatlandes. Entsprechend wenig verwunderlich ist es, dass die Schweizer Käsesorten sich auch bei den diesjährigen Weltmeisterschaften wieder selbst übertrumpften und gleich vier der fünf Weltmeistertitel einheimsten, zwei von ihnen gingen in das Raclette-Kanton Wallis. Hinzu kamen acht weitere zweite sowie dritte Plätze für die Schweiz, fünf von ihnen gingen erneut nach Wallis. Allerdings kamen auch 113 der insgesamt 150 Teilnehmer aus der Schweiz.
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Versucht haben es neben der Schweiz elf weitere Länder, wenn auch mit weit weniger teilnehmenden Sorten: Auch Frankreich, Italien, Belgien, Rumänien, Kanada, Großbritannien, Liechtenstein, Tschechien, Österreich, Australien sowie Japan schickten ihre diversen Lieblingskäsesorten ins Rennen um die Weltmeistertitel im Raclette. Immerhin eins von ihnen beheimatet fortan einen Raclette-Weltmeister sowie zwei weitere ausgezeichnete Käsereien: Käsespezialist Frankreich. Alle anderen Teilnehmer gingen leer aus.
Die Raclette-Gewinner der einzelnen Kategorien im Überblick:
Alpenrohmilch-Raclette
- Alpage de la cave du Scex (Crans-Montana, Wallis, Schweiz)
- Alpage des Bochasses (Troistorrents, Wallis, Schweiz)
- Fromagerie de la Loutze (Chamoson, Wallis, Schweiz)
Raclette aus roher Kuhmilch
- Fromagerie de Liddes (Liddes, Wallis, Schweiz)
- Fromagerie le Pont (Champéry, Wallis, Schweiz)
- Wallis 65 Turtmann (Turtmann, Wallis, Schweiz)
Raclette aus pasteurisierter oder thermisierter Milch
- Milco SA (Vuisternens-en-Ogoz, Freiburg, Schweiz)
- Fromagerie des Hauts de Savoie (Frangy, Frankreich)
- Fromagerie de Vuadens (Vuadens, Freiburg, Schweiz)
Schafsmilch-Raclette
- Fläcke-Chäsi GmbH (Beromünster, Luzern, Schweiz)
- Autour du Buis des Cabasses (Verrières, Frankreich)
- Fromagerie Moléson SA (Orsonnens, Freiburg, Schweiz)
Ziegenmilch-Raclette
- Fromagerie Beaudé (Montferrat, Frankreich)
- Fromagerie de Martigny (Martigny, Wallis, Schweiz)
- Odermatt Käserei (Dallenwil, Nidwalden, Schweiz)
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Was macht den besten Raclette-Käse aus?
Laut der Mitteilung wurden die 150 wetteifernden Käsesorten von einer „Jury aus Experten, Gastronomie-Profis und Konsumenten verkostet, analysiert und bewertet“. Anschließend kürte eine neunköpfige Super-Jury, bestehend aus preisgekrönten französischen Käse-Experten, einem Mitglied der Jury der World Cheese Awards sowie verschiedenen weiteren Käsemeistern und -spezialisten die Sieger.
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Entscheidend für den Sieg war laut dem Schweizer Raclette-Blog Mister Raclette die Textur, also Homogenität sowie Konsistenz des Käses, ebenso wie das optische Erscheinungsbild vor und auch nach dem Schmelzen. Außerdem achteten die Juroren auf die aromatische Fülle, ebenso wie auf die geschmackliche Ausgewogenheit, die aromatische Intensität und Nachgeschmacksdauer. Als fünftes Kriterium bewerteten sie zudem den Gesamteindruck der verschiedenen Käsesorten.