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Urlaub in der Südsee

Bora Bora – eins der teuersten Reiseziele der Welt

Bora Bora
Traumhaft schöne Strände, atemberaubende Berglandschaften und ein in allen Blautönen schimmerndes Meer: Bora Bora in Französisch-Polynesien Foto: Getty Images

Eines kann man auf Bora Bora ganz besonders gut: nichts tun. Und das mit sehr viel Stil und in einer Umgebung, die noch schöner ist, als man es von den Fotos her sowieso schon erwartet. Das Atoll in Französisch-Polynesien, das zu den „Inseln unter dem Winde“ gehört, trifft die Vorstellungen vom Paradies geradezu perfekt. Alle Tipps.


Das Atoll Bora Bora mit der gleichnamigen Hauptinsel liegt knapp 280 Kilometer nordwestlich von Tahiti. Bis nach Hawaii sind es knapp 4000 Kilometer, nach Neuseeland ebenfalls. Dazwischen: ein paar kleine Inseln und der unendliche Ozean.

Das Atoll mit dem eindrucksvollen Mont Otemanu in der Mitte, unzähligen Riff-Inselchen und der türkisblauen Lagune kommt auf gerade einmal 29 Quadratkilometer Landfläche. Auf der verteilen sich weniger als 10.000 Einwohner, von denen die meisten im Ort Vaitape auf der Hauptinsel Bora Bora leben. Es gibt eine Straße, die Küstenorte wie Faanui und Anau verbindet, aber das Landesinnere ist praktisch unerschlossen.

Die Landschaft dort ist ein wilder Dschungel mit teilweise sehr seltenen Pflanzen. Zur Küste hin haben die Menschen Kokosplantagen, Brotfruchtbäume, Orchideen und Guaven gepflanzt, die Gärten der Hotels und Resorts sind mit Blütenpflanzen in allen Farben und Größen geschmückt. Davor liegt der Strand mit schneeweißem Pudersand.

So viel Schönheit hat natürlich ihren Preis. Bora Bora gilt als eines der teuersten Reiseziele der Welt. Und als ein Sehnsuchtsort für Brautpaare. Eine Trauung mit Blüten im Haar und barfuß am Strand – das ist ein Traum, den sich Menschen aus aller Welt gönnen (möchten). Kein Wunder: Zur herrlichen Umgebung gehört auch noch das angenehm warme Klima mit Temperaturen von 25 bis 27 Grad.

Highlights auf Bora Bora

Luxushotels auf Stelzen

Auf Bora Bora gibt es viele Luxushotels, bei denen Übernachtungspreise von mehreren hundert Euro pro Tag normal sind. Viele der Hotels wurden auf Holzstelzen direkt in die Lagune gebaut. Findige Hoteliers haben Glastische in die Zimmer gestellt, durch die man beim Frühstück den bunten Fischen beim Schwimmen zusehen kann. Das Frühstück wird mit dem Kanu gebracht.

Stelzen-Bungalows auf Bora Bora
Stelzen-Bungalows auf Bora BoraFoto: Getty Images

Schnorcheln und Tauchen mit Korallenfischen und Rochen

Es wäre schade, die Lagune nur als Ort zum Baden zu nutzen. Denn die Unterwasserwelt ist noch ziemlich gesund – man kann bei einer Fahrt mit einem Glasbodenboot die unterschiedlichsten Fischschwärme vom Korallenfisch über den Barrakuda bis zum Hai beobachten. Noch näher kommt man der Unterwasserwelt bei Tauch- oder Schnorchelausflügen. Attraktion ist die sogenannte Rochenstraße. In diesem Gebiet leben mehrere Rochenarten, die man gut beobachten kann.

Rochen
Rochen in der Lagune von Bora BoraFoto: Getty Images

Mit „Le Truck“ über die Hauptinsel

Wer sich von seinem Haus und dem Strand trennen kann, der sollte die Inseln erkunden. Ein öffentlicher Bus, der diesen Namen eigentlich gar nicht verdient, weil er aus einem Lkw-Führerhaus und einem Passagierbereich dahinter besteht, fährt auf der Ringstraße. „Le Truck“ wird er genannt. Er braucht eine Stunde, um die Hauptinsel zu umrunden. Wer einsteigen will, stellt sich an die Straße und gibt ein Signal – Haltestellen gibt es nicht.

Le Truck Bora Bora
Öffentliches Verkehrsmittel auf Bora Bora: „Le Truck“Foto: Getty Images

Wanderung auf den Mount Otemanu

Naturliebhaber gönnen sich eine Jeeptour ins Landesinnere oder wandern von Vaitape aus in die weitgehend unerschlossene Natur. Eine Wanderung auf den Pahia-Gipfel oder auf den Mount Otemanu ist ein unvergessliches Erlebnis. Um zu vermeiden, dass man sich verläuft, ist es empfehlenswert, sich einer geführten Wanderung anzuschließen.

Mont Otemanu, Bora Bora
Der eindrucksvolle Mont OtemanuFoto: Getty Images

Treffpunkt: Rue Principale

Sehr viel mehr Menschen trifft man auf der Rue Principale, der Hauptstraße von Bora Bora. Sie ist sozusagen das Herz des Atolls, mit unzähligen Geschäften, in denen man Souvenirs wie die berühmten Tahiti-Perlen bekommt. Entlang der Straße finden sich auch die Post, das Rathaus und ein großer Platz mit Sitzgelegenheiten.

Die Geschichte von Bora Bora

Bora Bora wurde schon um 200 v. Chr. von den Polynesiern besiedelt – von hier aus zogen die Menschen weiter Richtung Neuseeland und Hawaii. Acht ziemlich kriegerische Stämme bewohnten das Atoll und lieferten sich regelmäßig Auseinandersetzungen. Einige Traditionen und Stätten sind noch erhalten, darunter Felsbilder und Zeremonialplattformen. Eine davon ist der Marae Fare Opu in der Bucht Faanui. Dieser liegt direkt am Strand.

Als europäischer Entdecker des Atolls gilt der britische Seefahrer James Cook, der die Inseln 1769 zum ersten Mal sah, aber aufgrund des Wetters nicht landen konnte. 1777 setzte er dann erstmals Fuß auf die Inseln. Dass Bora Bora im Zweiten Weltkrieg nach dem Angriff auf Pearl Harbor eine wichtige Rolle als Versorgungsbasis der USA spielte, ist heute beinahe vergessen. Nur ein paar verrostete Kanonen erinnern noch daran.

Reiseinfos Bora Bora

Anreise: Mit dem Flugzeug via Tahiti (Aéroport international Tahiti Faa’a) zum Aéroport de Bora Bora (IATA: BOB). Der Flughafen befindet sich auf einer unbewohnten Koralleninsel. Von hier kommt man mit dem Linienboot binnen 15 Minuten nach Vaitape. Viele Luxusresorts holen ihre Gäste direkt mit dem Boot ab.

Visum und Reisepass: Deutsche benötigen kein Visum (es sei denn, sie bleiben länger als drei Monate); maschinenlesbarer Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, wird benötigt.

Weitere Infos zur Einreise nach Französisch-Polynesien finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

Karte: Lage von Bora Bora

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(Text: Silke Böttcher)