Kanaren-Insel als Filmkulisse

Fuerteventura – die Drehorte von „Exodus: Götter und Könige“

Ein Hauch von Hollywood auf der Ferieninsel Fuerteventura: Hier drehte Ridley Scott sein Kino-Spektakel „Exodus: Götter und Könige“. TRAVELBOOK hat sich an den Drehorten umgeschaut.

Szenen aus dem Film „Exodus“ (rechts) und der Strand von Fuerteventura
Szenen aus dem Film „Exodus“ (rechts) und der Strand von Fuerteventura
Foto: Fox Filmverleih/getty

Als im November 2013 ein älterer Herr mit Glatze durch den kleinen Ferienort El Cotillo auf Fuerteventura schlenderte, nahm niemand Notiz von ihm. Dabei handelte es sich um keinen Geringeren als Film-Star Ben Kingsley, der eine Drehpause für einen Spaziergang am Meer nutzte. Kingsley mimte in jenen Wochen – neben Sigourney Weaver, John Turturro und Aaron Paul aus „Breaking Bad“ – in „Exodus – Götter und Könige“ den Vater von Josua, dem Nachfolger Moses. Doch in diesem Moment war Kingsley einfach nur: Tourist.

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Blick auf den Ort Corralejo auf Fuerteventura

Blick auf den Ort Corralejo auf Fuerteventura. Foto:Getty Images

Dass sein Film „Exodus: Götter und Könige“ auf der Kanareninsel gedreht wurde, hatte Regie-Altmeister Ridley Scott (Alien, Gladiator) nach einem Hubschrauberflug über die Insel entschieden. Die karge Wüsten- und Vulkanlandschaft, so stellte er dabei fest, wäre genau die richtige Location für seine Adaption des 2. Buch Mose aus der Bibel. Erzählt wird die Geschichte des israelischen Volkes, das in der Gefangenschaft in Ägypten lebt, bis Moses es in das gelobte Land führte.

Für sechs Wochen hatten sich der Regisseur und sein Team in Corralejo im Norden der Insel eingemietet – und die Inselbewohner ließen sich einen Bart wachsen: Denn eine dichte Kinnbehaarung war die Voraussetzung, um als Statist in das Heer der ägyptischen Soldaten aufgenommen zu werden. Das erzählt Vicente Junge Martin aus dem kleinen Ort Lajares im Landesinnern. Er ist sogar einmal Christian Bale begegnet – auf dem Weg zu den Waschräumen. „Er hat ganz freundlich gegrüßt.“

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Der Tindaya, der heilige Berg der Guanchen, des kanarischen Urvolks

Der Tindaya, der heilige Berg der Guanchen, des kanarischen Urvolks. Foto: Getty Images

Gedreht wurde an den einsamen Strände von Cofete und der Punta de Jandia im Süden, in der Dünenlandschaft bei Corralejo, dem kleinen Fischerort Ajui sowie am Tindaya, dem 397 Meter hohen heiligen Berg der Guanchen, des kanarischen Urvolks. Dort wurde eine riesige Sphinx errichtet – und Hunderte von Kamelen, ausgeliehen aus dem Oasis Park bei La Lajita, fungierten als Komparsen. Die berühmte Szene, in der Moses das Rote Meer teilt und so sein Volk auf die sichere Seite bringt, entstand am Faro del Toston, dem Leuchtturm in El Cotillo.

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Das einstige Fischerdorf ist einer der wenigen Orte auf der beliebten Ferieninsel, der nicht vom Massentourismus überrollt wurde. Individualtouristen schätzen die Ruhe, größere Hotel- und Bespaßungsanlagen gibt es hier nicht. Stattdessen: überwiegend einfache Ferienwohnungen. In den netten Restaurants am Hafen bekommt man frischen Fisch vom Grill und Papas arrugadas (kleine in Salzwasser gekochte Pellkartoffeln mit Schale) mit der scharfen, typisch kanarischen Mojo-Soße.

Der Leuchtturm Faro del Toston in Cotillo

Der Leuchtturm Faro del Toston in Cotillo. Foto: Getty Images

Im trutzigen Piratenturm oberhalb des Hafens stellen wechselnde kanarische Künstler aus. Vom Dach hat man eine großartige Aussicht auf das Meer und die Vulkanberge, die je nach Tageslicht grau, braun oder rötlich schimmern. Auf der rechten Seite des Ortes am Lagos-Strand mit seinem feinen weißen Sand schwimmt man in einer türkisfarbenen Lagune und nimmt anschließend einen Sundowner im schneeweißen Lokal Azzurro , das sich seit neuestem Chill-out-Restaurant nennt, aber immer noch einer der schönsten Plätze auf der Insel ist.

Links am langen dunklen Strand toben derweil die Wellen, die Gischt spritzt und man guckt fasziniert den Wellenreitern zu. Das ist filmreif. Und eigentlich viel schöner als jedes Kino.

Fischerdorf Ajui auf Fuerteventura

Fischerdorf Ajui auf Fuerteventura. Foto: Getty Images

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