Urlaubsparadies mit Steilküsten und schönen Stränden

Ponza – diese italienische Insel ist noch ein echter Geheimtipp!

Strand Ponza
Auf Ponza gibt es traumhaft schöne Badebuchten und Strände. Einige davon sind nur mit dem Boot zu erreichen.
Foto: Getty Images

Die Insel Ponza ist nach wie vor ein Geheimtipp. Außerhalb von Italien jedenfalls ist sie bisher kaum bekannt. Römer und Neapolitaner dagegen lieben die Insel als Sommerfrische. Und auch beim internationalen Jetset hat Ponza einen wohlklingenden Namen. Heidi Klum hat sich hier ebenso schon gesonnt wie Mette-Marit von Norwegen. TRAVELBOOK hat alle Reisetipps für Ponza.

Es ist ein bisschen aufwändig, nach Ponza zu kommen. Die sieben Kilometer lange und 2,3 Kilometer breite Insel gehört zu den Pontinischen Inseln und liegt im Tyrrhenischen Meer, etwa 50 Kilometer von Terracina und 110 Kilometer von Neapel entfernt. Mit der Fähre ist man von Terracina zweieinhalb, von Neapel mit dem Schnellboot drei Stunden unterwegs. Ein Klacks für die Neapolitaner, die auch schon mal für ein Wochenende kommen. Heimeliger wird es in der Nebensaison, wenn es immer noch angenehm warm ist und fast nur noch Einheimische auf der Insel sind. Kaum zu glauben, dass früher regelmäßig politische Gefangene nach Ponza verbannt wurden – wie sollte sich der Aufenthalt auf Ponza wie eine Strafe anfühlen?

Trauminsel mit Steilküsten und schönen Stränden

Es gibt wilde Steilküsten, eine hügelige Landschaft mit dem Monte Guardia als höchstem Berg, wunderschöne Strände, die oft nur mit dem Boot erreichbar sind, und Grotten mit türkisblauem Wasser. Bettenburgen sucht man vergeblich, dafür aber gibt es kleine Pensionen und Hotels mit Charme.

Baden in der Mondschein-Bucht

Der berühmteste Strand liegt in der sichelförmigen Chiaia di Luna, der Mondschein-Bucht. Eine Tuffsteinwand umschließt die Bucht, die man durch einen römischen Fußgängertunnel erreicht. Malerisch ist auch die Cala del Core, die Herzbucht, die ihren Namen ihrer Herzform verdankt.

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Historische Grotten auf Ponza

Auch einige Grotten gibt es auf Ponza, darunter die Grotten des Pilatus, die nahe dem Hafen der Stadt Ponza liegen. Sie waren schon vor Urzeiten bekannt und dienten zur Fischzucht und vermutlich auch für religiöse Zwecke. Götter-Statuen und andere Verzierungen zeugen von der einstigen Nutzung.

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Schiffswrack und ein Liebesdrama

Sehr reizvoll ist die Piscine naturali in der Baia di Cala Feola, ein natürliches Felsbecken, das als Swimmingpool beliebt ist. Romantiker zieht es außerdem zur Faraglioni di Lucia Rosa, einem Aussichtspunkt mit tragischer Vergangenheit: Ende des 19. Jahrhunderts soll sich hier die junge Lucia Rosa vom Felsen in die Tiefe gestürzt haben, weil sie ihren Geliebten, einen armen Bauern, nicht heiraten durfte. Ganz in der Nähe, an der Secca dei Mattoni, wurde 1985 in 30 Metern Tiefe das Wrack eines römischen Schiffes entdeckt, das Amphoren und andere wertvolle Gegenstände enthielt.

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Tauchen und schnorcheln

Das Meer rund um Ponza ist so klar und fischreich, dass Taucher und Schnorchler gleichermaßen begeistert sind. Es gibt noch mehr Wracks zu entdecken, vor allem aber gibt es Begegnungen mit bunten Fischen.

Fisch essen in der Inselhauptstadt

Etwa 3300 Menschen leben auf Ponza, die meisten im Hauptort mit gleichem Namen. Der wie ein Amphitheater angelegte kleine Ort ist wunderschön, mit einem idyllischen Hafen und pastellfarbenen Häusern, mit kleinen Restaurants und Blick aufs Meer. Einige der Restaurants sollte man ausprobieren, denn die Inselküche gilt als besonders gut. Serviert werden vor allem Meerestiere. Gamberoni und Muscheln kommen schon kurz nach dem Fang auf die Teller – frischer geht es kaum. Dazu genießt man – wir sind ja in Italien – Wein. Gekühlter Rosé aus Biancolella von der Insel zum Beispiel passt perfekt.

Hafen Ponza

Hafen der Inselhauptstadt Ponza
Foto: Getty Images

Liebeserklärung eines Nobelpreisträgers

„Zwischen Bougainvilleen und Explosionen von Ginster verliere ich mich in der Schönheit dieser Sonnenuntergänge und finde auf der Erde mein Paradies“, beschrieb einst der Literatur-Nobelpreisträger Eugenio Montale seine Begeisterung für Ponza. Wer einmal da war, wird ihm Recht geben.

Ponza Reisetipps

Anreise: Flugzeug bis Rom oder Neapel, weiter mit Mietwagen oder Zug nach Formia, Anzio oder Terracina. Anschließend Überfahrt mit der Fähre bzw. dem Schnellboot.
Beste Reisezeit: Juni bis August mit durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 21 und 25 Grad Celsius
Hinweis: Im Sommer dürfen nur Inselbewohner auf Ponza mit dem Auto fahren!

 

(Text: Silke Böttcher)

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