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Die besten Reisetipps für Peloponnes

Nicht nur die griechischen Inseln haben ihren Reiz: Vom Massentourismus weitgehend verschont ist bislang der Peloponnes (rund eine Millionen Einwohner). Er gehört zu Südgriechenland und ist durch den Isthmus von Korinth im Norden vom Festland getrennt.

Wer schmucke Orte, urige Tavernen und einsame Buchten sucht, ist auf dem Peleponnes genau richtig. Allerdings benötigt man hier einen Mietwagen, um die abgelegenen Orte zu erreichen. Ein schönes Stück Küste findet man zum Beispiel bei Limeni
Wer schmucke Orte, urige Tavernen und einsame Buchten sucht, ist auf dem Peleponnes genau richtig. Allerdings benötigt man hier einen Mietwagen, um die abgelegenen Orte zu erreichen. Ein schönes Stück Küste findet man zum Beispiel bei Limeni
Foto: Getty images

Hier findet man Gebirgslandschaften, grüne Wälder, weite fruchtbare Ebenen, historische Stätten wie Olympia, Mykene und Epidaurus sowie kilometerlange Sandstrände an der Westküste. Spektakulär ist der auf dem rechten Finger am Felsen liegende Ort Monemvasia. Reichlich Schafe gibt es im saftig grünen Hinterland, denn die Berge (bis 2400 Meter) sorgen für Niederschläge. Manches Fleckchen erinnert hier an Irland. Der Peleponnes ist in erster Linie etwas für Menschen, die keinen Pauschal-, sondern individuellen Urlaub machen wollen, typisch griechische Orte, urige Tavernen und einsame Strände suchen. Am besten erobert man sich dieses Stück vom ursprünglichen Griechenland mit dem Mietwagen.

MEIN TIPP

Wer Lust auf eine kleine, „coole“ Wanderung hat: Die Wasserfälle von Polylimnio bei Kazarma bieten im Sommer eine angenehme Abkühlung. Der Weg im Wald und am Bachlauf ist schattig. Wem es immer noch zu heiß ist, der kann sich in eines der Becken unterhalb der Fälle stürzen. Vorsicht: Das Wasser ist extrem kalt.

Mein Lieblingsort ist Nafplio, die Hafenstadt am Argolischen Golf. Auf der Hafenpromenade und in den engen Gassen kann man wunderbar herumschlendern und es gibt reichlich Möglichkeiten, einzukehren. Allerdings sind die Preise höher als in anderen Orten. Wer die 999 Treppenstufen zur Burganlage von Griechenlands erster Hauptstadt schafft, kann sich über einen tollen Blick auf die Altstadt, den Hafen und die von den Venezianern erbaute Burg-Insel Bourtzi freuen.

Wer die Einsamkeit sucht, findet sie in der rauen Landschaft der traditionsreichen Mani-Halbinsel, dem „Mittelfinger“ des Peleponnes. Hier leben angeblich die stolzesten Griechen. Jahrhundertelang wurde die Mani von Blutrachefehden durchzogen. Es ging um Land, Macht und Familienzwiste. Bis ins 20. Jahrhundert war die Mani wegen ihrer Unwegsamkeit Rückzugsgebiet für Menschen auf der Flucht vor fremden Eroberern und für Piraten. Einmalig auf der Welt sind die hohen Wohntürme, die jede Familie als Rückzugsort hatte.

Heute ist die Mani durch gute Straßen erschlossen. Kardamili und Agios Nikolaos sind hübsche Ferienorte, Limeni ist eines der schönsten Dörfer.

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WUSSTEN SIE, DASS…

… das Beeindruckendste am antiken Theater von Epidaurus die Akustik ist? Die Stimmen auf der Schauspielfläche sind ohne Mikrofon und Lautsprecher bis in die höchstgelegenen Zuschauerränge (insgesamt 14.000 Plätze) hörbar.

 Patras mit über 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Griechenlands und ein wichtiger Fährhafen ist?

… das antike Olympia eines der wichtigsten Heiligtümer der Antike und Zeus gewidmet war? Die erste Olympiade hatte es 776 v. Chr. zu Ehren des Göttervaters gegeben. Die Spiele hatten religiösen Charakter und wurden von strengen Ritualen geprägt. Heute kommen rund 800.000 Besucher pro Jahr zu dieser antiken Stätte.

… der Name Peloponnes „Insel des Pelops“ bedeutet? Pelops war ein König, der wegen seiner vielen Eroberungen bekannt war. Später wurde die ganze Halbinsel nach ihm benannt. Zu sehen ist Pelops unter anderem im Zeustempel in Olympia.

Korinth ist ein Traumziel für Geschichtsinteressierte. Von der Bedeutung der antiken Stadt zeugt der Tempel des Apollon aus der Mitte des 6. Jh. v. Chr. Von ihm stehen allerdings nur noch einige Säulen

Korinth ist ein Traumziel für Geschichtsinteressierte. Von der Bedeutung der antiken Stadt zeugt der Tempel des Apollon aus der Mitte des 6. Jh. v. Chr. Von ihm stehen allerdings nur noch einige Säulen. Foto: Getty Images

BLOSS NICHT…

… zu viel freizügig kleiden. Nackte Haut ist in dieser noch sehr traditionellen Gegend nicht erwünscht. In Dörfern wird man von den Einheimischen eher respektiert, wenn man nicht gerade in Badekleidung durch die Gassen schlendert. In Kirchen und Klöstern sind bedeckte Schultern und Knie erwünscht.

… die Mittagsruhe stören. Griechen ruft man nie zwischen 14 und 18 Uhr an. Auch in Klöstern ist die Mittagsruhe heilig. Zwischen 13 und 17 Uhr sind Besucher nicht willkommen.

… frischen Fisch bestellen, ohne nach dem Preis zu fragen. Er wird nach Gewicht berechnet und ist meist extrem teuer. Daher immer zuvor den Kilopreis erfragen und  am besten beim Auswiegen dabei sein.

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VERANSTALTUNGEN

Karneval in Patras: eine der größten Karnevalsveranstaltungen in Griechenland mit einer Eröffnungsfeier am 17. Januar in Patras
Volksfest: mit traditionellen griechischen Liedern und Folklore-Tänzen am ersten Sonntag im Juni in Stemnítsa
Theaterfestival: mit antiken Dramen Ende Junis bis Ende August im Amphitheater von Epidauros

SPRACHFÜHRER

Deutsch: Griechisch (Aussprache)
Hallo/Guten Tag: Jiá su/Kaliméra (Jasu/Kalimera)
Auf Wiedersehen: Antío (Andio)
Ja/Nein: Naí/Chi (Ne/Ochi)
Bitte/Danke: Parakaló/Icharistó (Parakalo/Efcharisto)
Ich heiße…: Mä lénä…(Me lene)
Hilfe!: Woíthia! (Woithia)
Ich spreche kein Griechisch: Thän miláo älliniká (Then milao ellinika)
Toilette: Tualéta (Tualeta)
Ich verstehe nicht: Den katalavaíno̱ (Then katalaweno)
Guten Abend: Kali̱spéra (Kalispera)
Entschuldigung: Sijnómi (Signomi)
Eins/Zwei/Drei: Na/Thío/Tría (Ena/Thio/Tria)

FEIERTAGE

Neujahrstag: 1. Januar
Drei Könige: 6. Januar
Nationalfeiertag: 25. März
Tag der Arbeit: 1. Mai
Mariä Himmelfahrt: 15. August
Nationalfeiertag: 28. Oktober
1. Weihnachtstag: 25. Dezember
2. Weihnachtstag: 26. Dezember

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