18. Dezember 2024, 17:25 Uhr |
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In welchem Land wird eigentlich am meisten gespendet? Und welche Nation zeichnet sich besonders durch ihre Hilfsbereitschaft aus? Diese Fragen versucht seit 2010 die britische „Charities Aid Foundation“ (kurz CAF) mit ihrem „World Giving Index“ zu beantworten. Das Ergebnis ist ein Ranking von 142 Ländern. An der Spitze der großzügigsten Länder der Welt steht, wie bereits in den Vorjahren, ein asiatischer Inselstaat.
Der CAF „World Giving Index“ wurde nun schon zum vierzehnten Mal durchgeführt. Laut der Charities Aid Foundation ist es eine der umfangreichsten Studien über Spenden und wohltätige Aktivitäten. Entscheidend für die Platzierung sind drei Kategorien: die Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden, die Bereitschaft zum Spenden und die verrichtete ehrenamtliche Arbeit. Die Bewertung stützt sich dabei auf Daten aus der „World Poll“, einem Forschungsprojekt des US-amerikanischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup.
Wie auch schon in den letzten drei Rankings des „World Giving Index“ landet der asiatische Inselstaat Indonesien 2024 erneut auf Platz 1 der großzügigsten Länder der Welt. An zweiter Stelle folgt Kenia, und auf dem dritten Platz landet Singapur. Mit 74 Prozent aller Befragten überzeugt Indonesien vor allem mit einer hohen Bereitschaft zum Spenden, während Kenia und Singapur vor allem bei der Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden punkten. Singapur ist unter den großzügigsten Ländern der größte Aufsteiger des Jahres 2024.
Dazu heißt es in dem „World Giving Index“, dass die Entwicklung von Singapur zeige, wie staatliche Initiativen wie die Förderung von Partnerschaften zwischen Wohltätigkeitsorganisationen und Unternehmen, Steuererleichterungen und Zuschüsse für Spenden den Anteil an Freiwilligenarbeit und Spenden erheblich steigern können. Dies brachte dem Land im aktuellen Index einen Sprung um 19 Plätze ein. Abschließend appelliert der Index, dass Regierungen Spenden erleichtern und den Aufbau starker zivilgesellschaftlicher Organisationen fördern sollten. Somit könnten solche Erfolge weltweit nachgeahmt werden. Mit den richtigen Grundlagen könne man sowohl die Spendenbereitschaft als auch das Gemeinschaftsengagement steigern und eine lebendige Zivilgesellschaft in jedem Land schaffen.
Top Ten der großzügigsten Länder laut World Giving Index
Deutschland landet im internationalen Ranking der großzügigsten Länder auf Platz 37, immerhin acht Plätze besser als im Vorjahr und sogar ganze 18 Plätze Verbesserung gegenüber dem „World Giving Index“ von 2022, bei dem Deutschland auf Platz 55 landete. Das sind die zehn großzügigsten Länder der Erde:
Insgesamt wurden 142 Länder in dem Ranking betrachtet. Einige schnitten dabei besonders schlecht ab und konnten weder mit der allgemeinen Bereitschaft zu Spenden, noch der Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden oder mit verrichteter ehrenamtlicher Arbeit überzeugen. Das sind die geizigsten und am wenigsten hilfsbereiten Länder der Erde:
Hilfsbereitschaft ist vor allem in wirtschaftlich schwachen Ländern groß
Besonders interessant bei dem „World Giving Index“ ist es, sich die Ergebnisse der einzelnen Kategorien anzusehen. In der Kategorie ‚Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden‘ finden sich bis auf die Ukraine und Malta keine europäischen Länder in den Top Ten. Die hilfsbereitesten Menschen leben laut dem Index in Kenia. Dicht darauf folgen Nigeria und Gambia.
In Bezug auf Geldspenden führen folgende Länder das Ranking an: Indonesien, Myanmar und Malta. In Deutschland gaben nur 52 Prozent der Befragten an, Geld zu spenden. Bei der Freiwilligenarbeit schneidet Deutschland mit 27 Prozent noch schlechter ab. Angeführt wird das Ranking der Länder mit der meisten ehrenamtlichen Arbeit von Indonesien, Liberia und Nigeria. Bemerkenswert ist außerdem, dass Immigranten im weltweiten Durchschnitt hilfsbereiter und großzügiger sind als Einheimische. Außerdem sind gläubige Menschen meist mehr dazu bereit, zu spenden und zu helfen.
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