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Laut Statista

Die am dünnsten besiedelten Länder der Erde

Kimberley Region im Norden Western Australias
Australien ist eins der am dünnsten besiedelten Länder der Welt (im Bild: die Kimberley Region im Norden Western Australias) Foto: Getty Images/imageBROKER RF
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Anna Wengel
Freie Autorin

11. Dezember 2025, 6:18 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wo auf der Welt leben die wenigsten Menschen pro Quadratkilometer? Diese Frage beantworten regelmäßig neue Statistiken. TRAVELBOOK zeigt die zehn am dünnsten besiedelten Länder der Erde laut Statista.

Absolute Ruhe – die dürften all die Länder in der gleich folgenden Liste bieten, denn sie gehören zu jenen mit der weltweit geringsten Bevölkerungsdichte. Wer also Urlaub abseits von menschenüberlaufenen Massereisezielen machen und dabei die Natur um sich herum ganz für sich allein haben möchte, könnte hier das ein oder andere potenzielle Reiseziel finden. Nicht alle dieser am dünnsten besiedelten Länder der Erde sind unbedingt uneingeschränkt als Reiseziele zu empfehlen, ein Abenteuer versprechen sie alle jedoch mit Sicherheit. Und sei es allein wegen der Unwahrscheinlichkeit, jemanden zu finden, wenn etwa das Auto einen Platten hat oder man sich mit diesem verfahren hat.

In diesen 5 Ländern wohnen die wenigsten Menschen pro Quadratkilometer

Die nun folgende Auflistung der Länder mit der geringsten Bevölkerungsdichte weltweit basiert auf einer aktuellen Statistik der Plattform Statista, welche das Department of Economic and Social Affairs der Vereinten Nationen, kurz UN DESA, als Quelle angibt. Die Zahlen stammen aus dem vergangenen Jahr, mit Stand 1. Juli 2024. TRAVELBOOK stellt diesen Zahlen eine zweite Statistik der Weltbank aus dem Jahr 2023 gegenüber.

Grönland

Grönland ist das am dünnsten besiedelte Land der Erde
Grönland ist das am dünnsten besiedelte Land der Erde Foto: Getty Images

Das Land mit den wenigsten Bewohnern pro Quadratkilometer ist laut der UN DESA Grönland. Das autonome Territorium Dänemarks ist zu großen Teilen von Eis bedeckt und zählt rund 57.000 Einwohner auf einer Fläche von 2,166 Millionen Quadratkilometern. Das bedeutet, auf der riesigen Eisinsel in der Arktis leben etwa 0,03 Menschen pro Quadratkilometer (von Statista aufgerundet auf 0,1 und von der Weltbank abgerundet auf null Menschen). Die meisten Grönländer haben sich an den eisfreien Küsten angesiedelt, vor allem im Südwesten des Landes.

Westsahara

Surfer in der Westsahara
Die Westsahara hat die zweitgeringste Bevölkerungsdichte der Welt Foto: Getty Images

Auch das Land mit der zweitgeringsten Bevölkerungsdichte kann nicht ohne Umschweife als Land bezeichnet werden. Die Westsahara ist streng genommen ein Territorium, dessen völkerrechtlicher Status bislang nicht geklärt wurde. „Die Westsahara wird aber von der afrikanischen Union als Staat offiziell anerkannt“, heißt es bei Statista. Zudem seien in der Statistik auch Staatsgebiete erfasst, die nicht offiziell von den Vereinten Nationen anerkannt wurden.

Die Westsahara wird in der Statistik mit einer Bevölkerungsdichte von 2,2 Einwohnern pro Quadratkilometer aufgeführt, in der Weltbank-Statistik taucht sie nicht auf. Das Gebiet an der Küste im Nordwesten Afrikas umfasst 266.000 Quadratkilometer, auf denen knapp 601.000 Menschen leben, wobei diese Zahl auf Schätzungen beruht.

Mongolei

Landschaft in der Mongolei
Die Mongolei fasziniert mit weiten zerklüfteten Landschaften Foto: Getty Images

Das Land, das sowohl UN DESA als auch Weltbank als Nächstes aufführen, ist die Mongolei – streng genommen der erste vollkommen souveräne Staat in dieser Liste. Dort leben auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern laut dem Auswärtigen Amt 3,52 Millionen Menschen. Das asiatische Land, das zwischen Russland und China liegt und etwa viermal so groß ist wie Deutschland, hat damit eine Bevölkerungsdichte von etwa 2,2. Fast die Hälfte der Menschen lebt in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Neben dem städtischen Leben ist jedoch das Nomadentum weiterhin fester Bestandteil der mongolischen Kultur.

Australien

Dandenong in Victoria, Australien
Australien verspricht satte Natur und ewige Weite Foto: Getty Images

Bewegt man sich in australischen Metropolen wie Sydney oder Melbourne, fühlt sich Australien kaum wie eines der am wenigsten besiedelten Länder der Erde an. Verlässt man jedoch Städte und Küsten und bewegt sich ins Inland, kann es vorkommen, dass man über Stunden auf keine andere Menschenseele trifft. Nicht ohne Grund ist das australische Outback bis heute Sehnsuchtsort vieler Reisender, die ungestört unberührte Natur erleben möchten.

Australien kommt auf eine Fläche von 7,688 Millionen Quadratkilometer. Darauf leben 27,2 Millionen Menschen, wobei laut Statista allein in Greater Melbourne 5,2 Millionen und in Sydney ebenfalls mehr als 5,1 Millionen anzutreffen sind. Australiens Bevölkerungsdichte liegt damit bei rund 3,54 Menschen pro Quadratkilometer, bei Statista auf 3,5 und bei der Weltbank auf 3 gerundet.

Namibia

Die Namib-Wüste befindet sich zum Großteil in Namibia
Die Namib-Wüste befindet sich zum Großteil in Namibia Foto: Getty Images

Ein beliebtes afrikanisches Reiseziel steht auf dem fünften Platz der am dünnsten besiedelten Länder der Erde: Namibia. Das südwestafrikanische Land, das Besucher unter anderem mit seiner beeindruckenden Namib-Wüste und dem tierreichen Etosha-Nationalpark begeistert, beheimatet auf 824.292 Quadratkilometern ungefähr 3,022 Millionen Menschen. Damit kommt Namibia auf eine Bevölkerungsdichte von etwa 3,67 (von Statista auf 3,7 und von der Weltbank auf 4 gerundet).

Auch interessant: Welches ist das reichste Land der Welt? Staaten der Superlative

Die 20 am dünnsten besiedelten Länder der Erde laut Statista

Neben den vorab vorgestellten fünf Ländern bzw. Territorien mit der geringsten Bevölkerungsdichte, führt die UN-DESA-Statistik auf Statista 15 weitere auf. Das sind die 20 am dünnsten besiedelten Länder der Erde*:

  1. Grönland (0,1)
  2. Westsahara (2,2)
  3. Mongolei (2,2)
  4. Australien (3,5)
  5. Namibia (3,7)
  6. Französisch-Guayana (3,8)
  7. Island (3,9)
  8. Suriname (4,1)
  9. Guyana (4,2)
  10. Kanada (4,4)
  11. Libyen (4,4)
  12. Botswana (4,4)
  13. Mauretanien (5)
  14. Niue (7)
  15. Kasachstan (7,6)
  16. Zentralafrikanische Republik (8,6)
  17. Russland (8,8)
  18. Gabun (9,9)
  19. Bolivien (11,5)
  20. St. Helena (13,4)

*In Klammern: gerundete Einwohner pro Quadratkilometer

Klammert man hier die nicht-souveränen Staaten beziehungsweise Länder aus, gestaltet sich die Liste ein bisschen anders und umfasst laut der Weltbank Norwegen (15), Tschad (15), Turkmenistan (16) und Saudi-Arabien (16).

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