Italiens wunderschöne Stiefelspitze

Diese Orte in Kalabrien sollten Sie gesehen haben!

Die Festung von Le Castella
Die Festung von Le Castella sollte bei einem Kalabrien-Besuch unbedingt auf dem Programm stehen
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Italien zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Jeder kennt die Schönheiten des „Bel Paese“, des „schönen Landes“. Rom, die Ewige Stadt, die Kanäle von Venedig und Florenz mit seiner bewegten Geschichte sind die am meisten besuchten Orte, aber auch Sardinien und Apulien werden immer beliebter, sowie die Amalfiküste in Kampanien und die Strände und Inseln Siziliens. Die Region, die unser Autor Francesco Marino heute vorstellt, ist jedoch anders und wahrscheinlich vielen eher weniger bekannt: seine Heimat Kalabrien.

Von Francesco Marino

Viele verbinden Kalabrien vor allem mit einem: der Mafia, oder, wie sie hier heißt, Ndrangheta. Dabei hat die südlichste Region Italiens, die den „Zeh“ der stiefelförmigen Halbinsel bildet, landschaftlich und kulturell so vieles zu bieten, was Urlauber unbedingt entdecken sollten! 

Kalabrien blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück, die auch die Traditionen dieser Region geprägt hat. Zahlreiche Dörfer aus der Zeit der „Magna Grecia“ liegen im kalabrischen Hinterland, und diese sind mit ihren Festungen und der sie umgebenden Landschaft so malerisch, dass sie zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Kalabriens zählen: Gerace, Santa Severina, Altomonte e Pizzo Calabro sind nur einige Beispiele. TRAVELBOOK zeigt, welche Orte in Kalabrien Sie noch unbedingt sehen müssen:

Tropea und Capo Vaticano

Die Küsten und Strände entlang des Tyrrhenischen Meeres sind atemberaubend. Tropea und Capo Vaticano sind zwei der Hauptattraktionen dieser Region. Tropea gehört zu den beliebtesten Badeorten in Kalabrien und ist ideal für diejenigen, die Sandstrände lieben. Die Küste hier hat feinen weißen Sand und hohe Klippen, die von einem azurblauen klaren Meerwasser umspült werden. Die Stadt wurde auf einer Steilküste aus Sandstein erbaut und hat circa. 7000 Einwohner.

Der Strand von Tropea
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Das Capo Vaticano ist ein Kap auf einer Felsklippe am Ende der Halbinsel von Tropea, der sogenannten Costa degli Dei (z. Dt.: Götterküste). Das Meerwasser ist kristallklar und variiert in allen möglichen Blautönen. Die Landschaft ist ein echtes Paradies, mit der wilden Natur, die die gesamte Küste umfasst. Taucher und Schnorchler finden hier zudem eine vielfältige Unterwasserwelt. Laut der französischen Zeitschrift „Les Grands Voyageurs“ ist Capo Vaticano der drittschönste Strand Italiens und einer der 100 schönsten Strände der Welt.

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Eine Bucht in Capo Vaticano
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Diamante

Ein weiterer bezaubernder Badeort ist Diamante, der wegen seiner Schönheit auch „Perle des Tyrrhenischen Meeres“ genannt wird. Diamante hat einen acht Kilometer langen feinen Sandstrand mit kristallklarem Meer, vor dem sich die Insel Cirella erhebt. Die Gegend ist auch bekannt für ihre Chilischoten, die hier Peperoncini heißen. Seit 25 Jahren wird hier jedes Jahr im Sommer zu Ehren der scharfen Schoten ein Festival gefeiert – ein großer Spaß! Sehenswert sind auch die Wandmalereien (it.:Murales), die das Dorf charakterisieren.

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Teil der Burgruine in Diamante

Ein Teil der Burgruine in Diamante
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Le Castella (Isola Capo Rizzuto)

An der Ionischen Küste zählt Isola Capo Rizzuto zu den sehenswertesten Orten. Ein echtes Juwel ist der Ortsteil Le Castella mit seinem Aragonenkastell, das ins Meer gebaut wurde und nur wenige Meter vom Strand entfernt steht. Der Ursprung des Namens dieses Ortes ist an die Festung gebunden, welche auf die Ära Großgriechenlands zurückführt.

Die Strände sind nur wenige Meter von dem alten Bauwerk entfernt und machen jedes Schwimmen im Meer zu einem einzigartigen Erlebnis. Tipp: Genießen Sie bei Sonnenuntergang einen Aperitif mit Blick auf die erleuchtete Festung (siehe großes Foto oben).

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Blick auf die Festung von Le Castella im Abendlicht

Die Festung von Le Castella
Foto: Getty Images

Sila

Neben den oben erwähnten Dörfern aus der Zeit der „Magna Grecia“ hat das Hinterland noch mehr zu bieten: Selbst Bergliebhaber werden von der Schönheit der Kalabrischen Berge überrascht sein. Die Gebirgslandschaft Sila, die bis auf fast 2000 Meter hinaufreicht und etwa 1500 Quadratkilometer umfasst, ist von zahlreichen Flüssen und Seen geprägt und eignet sich perfekt für Wander- und Trekking-Touren. Im Nationalpark Sila leben viele geschützte Tierarten, darunter Apenninwölfe, von dem man mit ein bisschen Glück Tiere in freier Wildbahn entdecken kann.

Stausee im Nationalpark Sila

Blick über den Stausee im Nationalpark Sila
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Die schönsten Orte Kalabriens im Überblick:

Wann ist die beste Reisezeit für Kalabrien?

Kalabrien ist eine Region mit ausgeprägt mediterranem Klima, in dem die Einflüsse durch das Tyrrhenische und Ionische Meers vorherrschen. Das Wetter ist meist sonnig und mit angenehmen Temperaturen, auch im Winter.

 

Frühling und Herbst sind von kurzen Regenperioden charakterisiert, in denen aber die Temperatur selten unter 8 bis 10 Grad Celsius fällt. Meist liegen die Temperaturen bei mindestens 15 Grad und die Sonne scheint, weshalb sich Frühling und Herbst besonders für einen Besuch der Region eignen.

Der Sommer dagegen ist die heißeste Zeit des Jahres, die Temperaturen steigen über 30 Grad. Wer Strandurlaub machen möchte, sollte also in den wärmeren Monaten nach Kalabrien reisen. Aber Vorsicht: Vor allem im August, wenn alle Italiener um den Feiertag Ferragosto herum ihren Jahresurlaub nehmen, kann es sehr voll werden!

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