Viel mehr als nur Wüste

Der Oman in 22 Bildern

In Salalah, der zweitgrößten Stadt des Sultanats, ragt die Sultan-Qaboos-Moschee weit sichtbar in den Himmel. Die meisten der großen Moscheen tragen den Namen des Sultans Qabus ibn Said.
In Salalah, der zweitgrößten Stadt des Sultanats, ragt die Sultan-Qaboos-Moschee weit sichtbar in den Himmel. Die meisten der großen Moscheen tragen den Namen des Sultans Qabus ibn Said.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Das Innere der Moschee ist reich verziert. Besonders auffallend ist der riesige Kronleuchter. Die Sultan-Qaboos-Moschee ist eine von zwei großen Moscheen, die überhaupt von Nicht-Muslimen besichtigt werden darf. Besucher dürfen dabei den blauen Teppich nicht verlassen.
Das Innere der Moschee ist reich verziert. Besonders auffallend ist der riesige Kronleuchter. Die Sultan-Qaboos-Moschee ist eine von zwei großen Moscheen, die überhaupt von Nicht-Muslimen besichtigt werden darf. Besucher dürfen dabei den blauen Teppich nicht verlassen.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
An den Wänden und den Säulen reihen sich zahllose Korane.
An den Wänden und den Säulen reihen sich zahllose Korane.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Weihrauch wird im Oman seit Tausenden von Jahren geerntet. Davon zeugen nicht nur die Bäume, die heute aber stark bedroht sind, sondern auch ein Museum in Salalah.
Weihrauch wird im Oman seit Tausenden von Jahren geerntet. Davon zeugen nicht nur die Bäume, die heute aber stark bedroht sind, sondern auch ein Museum in Salalah.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Das Harz des Baumes wird in religiösen Zeremonien, aber auch in der traditionellen Medizin verwendet. Auf den Souks, den Straßenmärken, kann man Weihrauch in verschiedenen Güteklassen kaufen. Preis für 100 Gramm: etwa 5 Euro.
Das Harz des Baumes wird in religiösen Zeremonien, aber auch in der traditionellen Medizin verwendet. Auf den Souks, den Straßenmärken, kann man Weihrauch in verschiedenen Güteklassen kaufen. Preis für 100 Gramm: etwa 5 Euro.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Kamele, in diesem Falle das einhöckerige Dromedar, wurden schon Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. domestiziert und dienten als Lastentiere. Nur dadurch war es möglich, den Weihrauch über weite Strecken zu transportieren – die Geburtsstunde der Weihrauchstraße.
Kamele, in diesem Falle das einhöckerige Dromedar, wurden schon Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. domestiziert und dienten als Lastentiere. Nur dadurch war es möglich, den Weihrauch über weite Strecken zu transportieren – die Geburtsstunde der Weihrauchstraße.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Dieses Chamäleon sucht im Baum an einer Oase Futter. Im Oman trifft man, wenn auch sehr selten, auch den Arabischen Leoparden oder die arabische Oryxantilope.
Dieses Chamäleon sucht im Baum an einer Oase Futter. Im Oman trifft man, wenn auch sehr selten, auch den Arabischen Leoparden oder die arabische Oryxantilope.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Vor allem an den Wasserstellen in der Wüste – Wadi genannt – wimmelt es vor Leben. Insekten, wie diese feuerrote Libelle, summen im Uferbereich der Quellen, und viele wiederum dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung.
Vor allem an den Wasserstellen in der Wüste – Wadi genannt – wimmelt es vor Leben. Insekten, wie diese feuerrote Libelle, summen im Uferbereich der Quellen, und viele wiederum dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
In den Küstenregionen sieht man dagegen eher Wasservögel. Neben zahllosen Möwen kann man auch Fischreiher entdecken.
In den Küstenregionen sieht man dagegen eher Wasservögel. Neben zahllosen Möwen kann man auch Fischreiher entdecken.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Neben den Vögeln sind es aber vor allem die Krabben, die die Strände bevölkern. Omanis aus den Städten kommen abends oft an die Strände und fangen sie – um sie anschließend über dem Lagerfeuer zuzubereiten.
Neben den Vögeln sind es aber vor allem die Krabben, die die Strände bevölkern. Omanis aus den Städten kommen abends oft an die Strände und fangen sie – um sie anschließend über dem Lagerfeuer zuzubereiten.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Vor der Küste erstreckt sich der Indische Ozean. Über Jahrtausende hat das Meer die Küste geformt. Einzelne massive Felsen sind dabei ins Meer gestürzt, wie hier bei Taqah.
Vor der Küste erstreckt sich der Indische Ozean. Über Jahrtausende hat das Meer die Küste geformt. Einzelne massive Felsen sind dabei ins Meer gestürzt, wie hier bei Taqah.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Das Meer bei Taqah
Das Meer bei Taqah
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
In Mirbat, etwa 75 Kilometer östlich von Salalah, bereitet ein Fischer sich für die nächste Ausfahrt vor.
In Mirbat, etwa 75 Kilometer östlich von Salalah, bereitet ein Fischer sich für die nächste Ausfahrt vor.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
An den Stränden bei Mirbat liegen Reusen bereit. Mit ihnen werden unter anderem Schalentiere gefangen.
An den Stränden bei Mirbat liegen Reusen bereit. Mit ihnen werden unter anderem Schalentiere gefangen.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Die Fangquoten und -zeiten sind streng festgelegt. Damit soll eine Überfischung verhindert werden. Der Fischfang wird staatlich unterstützt, zum Beispiel durch Subventionen beim Kauf moderner Boote und Netze. Diese Fischer im Hafen von Mirbat kontrollieren ihr Netz auf Schadstellen...
Die Fangquoten und -zeiten sind streng festgelegt. Damit soll eine Überfischung verhindert werden. Der Fischfang wird staatlich unterstützt, zum Beispiel durch Subventionen beim Kauf moderner Boote und Netze. Diese Fischer im Hafen von Mirbat kontrollieren ihr Netz auf Schadstellen...
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
... ein anderer wäscht sich nach der Reinigung seines Bootes die Hände im Wasser. Um die Boote herum warten stets Möwen auf einen kleinen Happen Fisch, der eventuell über Bord gehen könnte.
... ein anderer wäscht sich nach der Reinigung seines Bootes die Hände im Wasser. Um die Boote herum warten stets Möwen auf einen kleinen Happen Fisch, der eventuell über Bord gehen könnte.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Ein kleines Paradies in der schroffen Landschaft ist das Wadi Darbat – türkis-grünes Wasser und satt-grüne Bäume. Wer möchte, kann hier auch eine kleine Kanu-Tour starten. Mit etwas Glück entdeckt man neben Libellen und vielen verschiedenen Vögeln auch ein paar Kamele, die zum Trinken ans Wasser kommen.
Ein kleines Paradies in der schroffen Landschaft ist das Wadi Darbat – türkis-grünes Wasser und satt-grüne Bäume. Wer möchte, kann hier auch eine kleine Kanu-Tour starten. Mit etwas Glück entdeckt man neben Libellen und vielen verschiedenen Vögeln auch ein paar Kamele, die zum Trinken ans Wasser kommen.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Das Hinterland des Oman ist, nachdem der Monsun den Süden des Omans streift, vorwiegend grün. Doch ein schmaler Küstenstreifen vor den Bergen der Dhofar-Region bleibt karg und sandig.
Das Hinterland des Oman ist, nachdem der Monsun den Süden des Omans streift, vorwiegend grün. Doch ein schmaler Küstenstreifen vor den Bergen der Dhofar-Region bleibt karg und sandig.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Jeden Abend sah man Touristen am Strand, bewaffnet mit ihrem Fotoapparat. Kein Wunder, bei einem solchen Licht, das im Minutentakt von Gelb über Orange nach Rot wechselt und anschließend in einem sanften Lila ausklingt.
Jeden Abend sah man Touristen am Strand, bewaffnet mit ihrem Fotoapparat. Kein Wunder, bei einem solchen Licht, das im Minutentakt von Gelb über Orange nach Rot wechselt und anschließend in einem sanften Lila ausklingt.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de
Noch bevor die Sonne komplett versunken war, strichen Möwen die Küste entlang. Dann brach die Nacht herein und brachte etwas Abkühlung mit. Dennoch: Selbst nachts sinken die Temperaturen im Sommer kaum unter 25 Grad. Eine gute Reisezeit ist der September – nach den Regenfällen ist alles grün und die Wadis gut gefüllt.
Noch bevor die Sonne komplett versunken war, strichen Möwen die Küste entlang. Dann brach die Nacht herein und brachte etwas Abkühlung mit. Dennoch: Selbst nachts sinken die Temperaturen im Sommer kaum unter 25 Grad. Eine gute Reisezeit ist der September – nach den Regenfällen ist alles grün und die Wadis gut gefüllt.
Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de

2012 hat der „Lonely Planet“ das Sultanat am Indischen Ozean zum Trendziel ausgerufen. Mittlerweile erfreut sich der Oman jährlich stark wachsender Touristenzahlen. Der Berliner Fotograf Eric Paul hat den Wüstenstaat 2014 bereist – und seine Eindrücke festgehalten.

Der Oman ist ein vergleichsweise noch recht junges Reiseziel. Erst in den 1990er-Jahren hat sich das Sultanat im Südosten der Arabischen Halbinsel dem Tourismus geöffnet. Für mich versprach das Unberührtheit – und in der Tat: Massentourismus wie in Ägypten möchte dort scheinbar niemand haben.

Jede größere Siedlung hat ihre Moschee. Die größten und schönsten stehen aber in den Ballungszentren wie hier die Sultan-Qaboos-Moschee in Salalah

Jede größere Siedlung hat ihre Moschee. Die größten und schönsten stehen aber in den Ballungszentren wie hier die Sultan-Qaboos-Moschee in Salalah. Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de

Auch interessant: Welches Visum brauche ich für eine Oman-Reise?

Das Land wird von zwei Wüsten geprägt: der Rimal Al Wahiba im Osten und der Rub al-Chali, besser bekannt als das „Leere Viertel“, im Westen. Und doch finden sich im Südwesten des Oman auch Gegenden mit annähernd tropischem Klima.

In den Souks kann Weihrauch gekauft werden. Beim Verräuchern setzt er einen aromatischen Duft frei und soll als Teeaufguss entzündungshemmend wirken

In den Souks kann Weihrauch gekauft werden. Beim Verräuchern setzt er einen aromatischen Duft frei und soll als Teeaufguss entzündungshemmend wirken. Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de

2014 habe ich genau diese Region bereist und festgestellt, dass der Oman viel mehr als nur Wüste bietet. Meine Eindrücke von der Dhofar-Region sehen Sie oben in der Bildergalerie!

Kamele – im Oman die einhöckrigen Dromedare – kreuzen immer wieder den Weg

Kamele – im Oman die einhöckrigen Dromedare – kreuzen immer wieder den Weg. Foto: Eric Paul/Foto-Prisma.de