Hier findet der Eurovision Song Contest statt

Die Party-Hotspots von Tel Aviv

Am Strand, bei großen Events wie dem ESC oder in Clubs: in Tel Aviv wird gern und viel gefeiert
Am Strand, bei großen Events wie dem ESC oder auch in Clubs – in Tel Aviv wird gern und viel gefeiert
Foto: Getty Images

Internationale DJs zieht es hierher, junge Israelis sowieso, und natürlich viele Reisende aus aller Welt: Tel Aviv gilt als die Party-Hauptstadt des Nahen Ostens – eigentlich der perfekte Austragungsort für den Eurovision Song Contest. TRAVELBOOK war dort und verrät, wie man am besten in die Nacht startet.

Manche vermuten, man feiere in Tel Aviv deshalb so wild, weil es jederzeit vorbei sein könnte. Vom Tanz auf dem Vulkan ist dann die Rede. Konflikte und Bedrohung gehören zum Alltag. Wird hier deswegen so viel getanzt und getrunken?

Richtig ist, dass in Israel jede Stadt ihre Bestimmung hat.

Coole Bars statt Party-Promenade

Eine Partypromenade à la El Arenal sucht man allerdings vergeblich. Echte Tel Aviver beginnen ihre Partynacht im Zentrum, bei gutem Essen, am besten in einem der Läden von Eyal Shani. Der TV-Koch steht für rustikale, israelische Küche mit einem Twist. Sein berühmtestes Gericht ist ein gebackener Blumenkohl, zu empfehlen sind auch das Roastbeef-Carpacchio oder der French Toast mit Schlag sowie sämtliche Sesamkreationen.

In seinem Lokal Port Said (Har Sinai St. 5), direkt neben der Hauptsynagoge, gehört das Warten dazu. Anmelden, schon mal ein Stehbier trinken, beobachten und hoffen, dass man neben den hübschesten Mädchen (oder eben: Jungs) platziert wird.

Weitere Gastro-Tipps in Tel Aviv:

  • Delicatessen
  • Brasserie M&R
  • Rothschild 12
  • Restaurant des Hotel Montefiore

 

Die Party-Spots in Tel Aviv

Vom Port Said aus sind dann die anderen Partystationen in nächster Nähe: das Kuli Alma (Mikveh Israel St. 10) mit seiner Street-Art-Deko oder der Elektrokeller Radio EPGB (Shadal St. 7), in dem man auch unter der Woche abstürzen kann.

Auch im Lima Lima kann man jeden Tag feiern. Der Club in der Lilienblum-Straße, in dem Reggaeton, Deep House und Old School Hip-Hop aufgelegt werden, gehört in Tel Aviv zu den Klassikern.

Nur einen Steinwurf vom Lima Lima entfernt befindet sich in der Allenby-Straße das Sputnik, ein Labyrinth aus dunklen Disco-Kellern, Bars, retro-futuristischer Deko, Chillout-Ecken und einer Art Biergarten. Gleich um die Ecke locken das Pasáž und Alphabet, Garanten für wilde Partys mit Drag-Performances.

Das Breakfast+Milk liegt in der Rothschild 6. Auf der Promenade mit dem Unabhängigkeitsmuseum flanieren die ganze Nacht über die Feiernden, während über ihren Köpfen Fledermäuse Insekten jagen.

Eine ungewöhnliche Location hat The Block, denn Israels berühmtester Techno-Club ist vor ein paar Jahren in den heruntergekommenen Busbahnhof im wilden Süden der Stadt gezogen. Regelmäßig legen hier die bekanntesten amerikanischen und deutschen DJs auf.

Tipps der Redaktion

Übernachten kann man kostengünstig und zentral im Abraham Hostel. Besonders cool: Dort ziehen die Mitarbeiter mehrmals in der Woche zusammen mit den Gästen um die Häuser. Betreutes Feiern? Was sich erst einmal blöd anhört, macht echt Spaß: Man muss sich nicht selbst um die Organisation kümmern, lernt in der großen Gruppe leicht neue Leute kennen, kann an langen Schlangen vorbeigehen und bekommt in jedem Club auf der Tour einen Shot gratis!

Die coolste Bar liegt ziemlich versteckt im Hipster-Viertel Florentin. Im düsteren Innenhof des Radiosenders Teder.fm liegt die gleichnamige Bar, in der es auch leckere Pizzen gibt. Auf den Bänken im Innenhof kann man unter den romantischen Lichterketten mit den Locals zusammenrücken und sich einen Pitcher Bier teilen oder einen „Arak“, den kultigen Anis-Schnaps, trinken. Darauf ein „Lachaim“!

Good to know: Haupt-Feier-Abend ist in Tel Aviv der Donnerstag, denn dann beginnt das Wochenende. Der Freitagabend ist für das Sabbatessen mit der Familie reserviert!

 

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