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Untersuchung von Deloitte

Diese Stadt hat die teuersten Mieten Europas – was das für Reisende bedeutet

Luxemburg ist die Stadt mit den teuersten Mieten in Europa
Dies ist laut einer Deloitte-Untersuchung die Stadt mit den teuersten Mieten in Europa – erkennen Sie sie? Foto: Getty Images
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Laura Pomer
Freie Autorin

17. September 2025, 17:37 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Mietpreise sind nicht nur für Einheimische oder Menschen relevant, die sich beispielsweise aus beruflichen Gründen für einen längeren Zeitraum an einem Ort aufhalten. Sie können sich auch auf Reisende auswirken. Denn ein hohes Mietniveau treibt oft die Kosten für Hotels und Ferienwohnungen in die Höhe. Entsprechend interessant ist eine aktuelle Untersuchung des Wirtschaftsunternehmens Deloitte. Sie zeigt, in welchen europäischen Städten die Mieten besonders hoch sind – mit teils überraschenden Ergebnissen.

Sicherlich haben auch Sie schon einmal eine Stadt besucht, sich sofort in sie verliebt und darüber nachgedacht, Ihren Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen. Die nächste Frage, die sich dann stellt, lautet: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten vor Ort? Eine Antwort darauf – zumindest was das Mietniveau in europäischen Großstädten betrifft – liefert der jährliche Immobilienindex von Deloitte. Die Untersuchung zeigt, wie viel der Kauf einer Immobilie im Verhältnis zum Einkommen kostet, und sie ermittelte auch die durchschnittlichen Mietpreise pro Quadratmeter. Außerdem flossen in das Ranking Faktoren wie das Verhältnis der Kosten zum verfügbaren Einkommen sowie die Verfügbarkeit gut gelegener und attraktiver Wohnungen ein.

Denkt man an die Stadt mit den teuersten Mieten in Europa, kommen einem wohl schnell Metropolen wie Paris oder London in den Sinn. Doch tatsächlich führt eine andere Stadt, und damit auch das dazugehörige Land – Ranking an.

Luxemburg hat die teuersten Mieten in Europa

Laut der Auswertung liegt der durchschnittliche Monatsmietpreis in Luxemburg bei beachtlichen 43,40 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht dem Zehnfachen dessen, was Mieter in der Stadt am unteren Ende des Rankings zahlen – in diesem Fall Durrës in Albanien. Auch für Urlaube gilt Albanien bekanntlich als relativ günstiges Reiseziel; noch zumindest. Allerdings zeigt der Bericht, dass die Preise für Kaufimmobilien dort zuletzt deutlich um 16,5 Prozent gestiegen sind.

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Doch zurück zur Stadt mit den teuersten Mieten in Europa. Die Analysten betonen, dass in Luxemburg ein begrenztes Angebot an gefragtem Wohnraum besteht, was die Mietpreise weiter in die Höhe treibt. Wie wirkt sich das auf Reisende aus? TRAVELBOOK hat die durchschnittlichen Preise auf Buchungsplattformen verglichen. Diese starten bei rund 100 Euro pro Nacht, doch können in der Hochsaison auf rund 185 ansteigen. Preise für Übernachtungen in einem Airbnb liegen laut der Datenbank von Airroi in Luxemburg im Durchschnitt bei zwischen 150 und 160 Euro pro Tag.

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Luxemburg, die Stadt mit den teuersten Mieten in Europa
In keiner anderen europäischen Stadt ist es für Mieter so teuer wie in Luxemburg Foto: Getty Images

Platz 2 und 3 des Rankings

Nun zu Paris, der zweitplatzierten Stadt des Rankings. Die Stadt ist laut dem Deloitte-Bericht seit einiger Zeit von einer Wohnungskrise betroffen, doch es seien endlich „Anzeichen für eine Erholung zu erkennen”. Hier zahlen Mieter durchschnittlich 32 Euro pro Quadratmeter. Das ist viel – und unterstreicht noch einmal die exorbitanten Mietpreise in Luxemburg, die immerhin noch mal stolze 11,40 Euro pro Quadratmeter höher liegen. Man kann nur sagen: Der Titel als Stadt mit den teuersten Mieten in Europa ist für Luxemburg mehr als gerechtfertigt.

Auf dem dritten Platz des Rankings findet sich die irische Hauptstadt Dublin ein. Hier liegen die durchschnittlichen Mietkosten bei 31,70 Euro pro Quadratmeter. Das gesamte Land hat seine Ziele im Wohnungsbau in den vergangenen Jahren verfehlt, heißt es in dem Bericht. Das erklärt auch eine weitere irische Platzierung in den „Top“-Ten: Die Stadt Galway belegt mit einem Mietpreis von 22,90 Euro pro Quadratmeter Platz 10 des unrühmlichen Rankings. Die Studienautoren betonen, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um ein nachhaltig erschwingliches Wohnungsniveau zu erreichen.

Die 10 Städte mit den teuersten Mieten in Europa in der Übersicht

  • 1. Luxemburg, Luxemburg: 43,40 Euro
  • 2. Paris, Frankreich: 32 Euro
  • 3. Dublin, Irland: 31,70 Euro
  • 4. Barcelona, Spanien: 29,90 Euro
  • 5. Oslo, Norwegen: 27,30 Euro
  • 6. Madrid, Spanien: 27,10 Euro
  • 7. Amsterdam, Niederlande: 26,30 Euro
  • 8. Kopenhagen, Dänemark: 24,80 Euro
  • 9. London, England: 23,80 Euro
  • 10. Galway, Irland: 22,90 Euro
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Überraschend „günstige“ Mieten in London

Die Platzierung von London, der allgemein als hochpreisig bekannten Hauptstadt Englands, dürfte viele überraschen. Immerhin ordnet sich die Stadt erst hinter Barcelona, Oslo, Madrid, Amsterdam und Kopenhagen auf Platz 9 ein. Mit rund 23,80 Euro pro Quadratmeter sind die Mietpreise natürlich immer noch sehr hoch. Doch vor dem Hintergrund der durchschnittlichen Preise für Hotelübernachtungen – diese liegen laut dem Vergleichsportal Momondo bei stolzen 212 Euro pro Nacht –, und nicht zuletzt im Vergleich mit den 43,40 Euro für den Mietquadratmeter in Luxemburg, erscheint es hier fast erschwinglich.

Wie teuer ist Mieten in Deutschland?

Auch wenn sich hierzulande laut der Analyse eine leichte Steigerung zeigt, ist Deutschland nicht unter den ersten zehn Städten mit den teuersten Mieten in Europa. In den deutschen Großstädten kostete eine durchschnittliche Mietwohnung demnach zuletzt in München 21,90 Euro pro Quadratmeter und in Frankfurt am Main 18,50 Euro. In der Hauptstadt sind 18,40 Euro pro Quadratmeter und Monat fällig.

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