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Urlaub in Ostafrika

Die besten Reisetipps für Mombasa in Kenia

Mombasa
Mombasa, Kenias zweitgrößte Stadt, lockt nicht nur mit Sehenswürdigkeiten, sondern auch mit einigen beliebten Stränden in der UmgebungFoto: dpa Picture Alliance

Mombasa, nach Nairobi die zweitgrößte Stadt in Kenia, besitzt nicht nur eine Reihe interessanter Sehenswürdigkeiten, sondern liegt auch in der Nähe traumhaft schöner Strände. Somit eignet sich Mombasa perfekt für einen Badeurlaub – zum Beispiel im Anschluss an eine der bei Kenia-Touristen beliebten Nationalpark-Safaris.

Vier riesengroße Stoßzähne sind das Wahrzeichen von Mombasa. „Tusks“ werden die Aluminiumbögen in der kenianischen Stadt genannt, die nicht zufällig so angeordnet sind, dass sie ein „M“ bilden. Wer die Bögen durchfährt, der weiß: Jetzt bin ich im Stadtzentrum von Mombasa.

Die etwa acht Meter hohen Tusks stehen seit 1956 an dieser Stelle in der Moi Avenue – aufgebaut wurden sie anlässlich eines Besuches von Prinzessin Margaret, die jüngeren Schwester von Königin Elisabeth II.. Die Tusks sind das Symbol für Mombasas Rolle als Tor nach Ost- und Zentralafrika. Sie erinnern aber indirekt auch an die Zeit des Elfenbein- (und Sklaven-)handels, in der sich Mombasa zu einer bedeutenden Handelsstadt entwickelte. Heute ist das teilweise auf einer Insel gelegene Mombasa die größte Hafenstadt Kenias.

Tusks Mombasa
Die etwa acht Meter hohen Tusks (Stoßzähne) im Zentrum von MombasaFoto: dpa Picture Alliance

Mombasa – geprägt von portugiesischen und arabischen Einflüssen

Die Metropole hat schon viel erlebt. Gegründet wurde sie von Arabern, später kamen die Portugiesen, dann noch einmal die Araber und wieder die Portugiesen, danach waren es Omanen. Zeitweise gehörte Mombasa zum Sultanat Sansibar. Erst 1963 wurde Kenia und damit auch Mombasa unabhängig. Wer Mombasa besucht, sollte nicht vergessen, dass hier noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Sklavenhandel eine ganz normale Tätigkeit war.

An die Zeit der Portugiesen erinnert Fort Jesus, eine 1593 erbaute Festung, die den Hafen von Mombasa schützte und gleichzeitig eine Basis auf dem wichtigen Seeweg nach Indien war. Übrigens war das Bauwerk längst nicht immer portugiesisch – die Kontrolle darüber wechselte mit der gleichen Regelmäßigkeit wie die Führung über die Stadt selbst. Zeitweise diente das Fort als Gefängnis, doch diese Zeiten sind vorbei: Heute ist das Fort Teil der kenianischen Nationalmuseen und steht seit 2011 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes.

Fort Jesus Mombasa
Fort JesusFoto: dpa Picture Alliance

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Die besten Sehenswürdigkeiten in Mombasa

Mit seinen mächtigen Mauern, Gräben und einschüchternden Kanonen wirkt Fort Jesus auch heute noch uneinnehmbar. Aber es hat auch eine reizvolle Seite: der Saal des Mazrui etwa mit seinen steinernen Bänken, die geschnitzten Türen aus osmanischer Zeit oder die portugiesischen Gemälde, die ein bisschen an Graffiti erinnern. Im Museum sind Gegenstände aus Schiffswracks zu sehen.

Reizvoll ist die Altstadt von Mombasa mit ihren schönen arabischen Bauwerken aus dem 19. Jahrhundert, ihrem Gewirr aus Gassen und Plätzen und Details wie geschnitzten Türen. Auch der historische Dhau-Hafen, die vielen Moscheen (darunter eine von 1570) und ein indischer Hindu-Tempel sind sehenswert. In der Neustadt locken neben den Tusks die Boutiquen in der Moi Avenue und der Mwembe Tayari Market, auf dem man Gemüse, Gewürze und vieles mehr bekommt. Als Abstecher lockt Kilindini, der Hafen Mombasas, der seinen Namen (kilindini heißt tief) dem sehr tiefen Wasser an dieser Stelle verdankt.

Altstadt Mombasa
Haus in der Altstadt von MombasaFoto: dpa Picture Alliance

Beliebte Strände rund um Mombasa

Die meisten Touristen zieht es allerdings trotz aller Sehenswürdigkeiten in Mombasa zu zwei Zielen: zum Nyali Beach und zum Shelly Beach, den beliebten Stränden rund um Mombasa, die mit schneeweißem Sand, Palmen und türkisfarbenem Wasser locken.

Nyali Beach Kenia
Der schöne Nyali Beach liegt nur rund zehn Autominuten von Mombasa entferntFoto: dpa Picture Alliance

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Kenia – wichtige Infos für Reisende

Sicherheit in Kenia: Das Auswärtige Amt rät aktuell von Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia, einschließlich der Provinz Lamu, dringend ab. Von nicht erforderlichen Reisen nach Lamu Island und Manda Island sowie in die unmittelbare Umgebung der Stadt Wajir wird ebenfalls abgeraten. Zudem bestehe in Kenia eine erhöhte Gefahr terroristischer Anschläge, ebenso wie die Gefahr, Opfer von bewaffneten Raubüberfällen zu werden.

LGBTIQ: In Kenia stehen homosexuelle Handlungen unter Strafe. Auch wenn diese Bestimmungen bisher nicht angewandt worden seien und in der Hauptstadt Nairobi sowie der Küstenregion eine liberale Grundeinstellung vorherrsche, wie das Auswärtige Amt schreibt, werde zurückhaltendes Verhalten in der Öffentlichkeit dringend empfohlen. In jüngster Zeit sei es nach Verabredungen über Dating-Apps zu Überfällen und Gewalttaten insbesondere von beziehungsweise gegenüber Homosexuellen gekommen.

Einreise und Corona-Lage: Infos zu den Einreisebestimmungen und zur aktuellen Corona-Lage und den Corona-Beschränkungen in Kenia finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.



Karte: Lage von Mombasa

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(Text: Silke Böttcher)

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