19. Mai 2026, 14:56 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer in Italien Urlaub macht, sucht nicht nur Sonne und Dolce Vita, sondern auch die besten Strände. Orientierung bietet dabei jedes Jahr die sogenannte „Blaue Flagge“, die von der Stiftung für Umwelterziehung (FEE) vergeben wird. Das Gütesiegel zeichnet Strände und Küstenorte aus, die besonders hohe Standards bei Wasserqualität, Umweltmanagement, Sicherheit und Service erfüllen. Die Auszeichnung gilt jeweils nur für eine Saison – wer sie behalten will, muss die strengen Kriterien Jahr für Jahr erneut erfüllen.
Für Italien wurde die diesjährige Liste bereits veröffentlicht: Insgesamt 525 Strände hat die unabhängige Kommission für gut empfunden – so viele wie nie zuvor. Besonders eine Region setzt sich erneut an die Spitze. Damit gilt sie als echtes Paradies für Badeurlauber, die Wert auf saubere Strände und nachhaltigen Tourismus legen. Welche Region die meisten ausgezeichneten Küstenabschnitte hat, was die „Blaue Flagge“ überhaupt aussagt und welche Orte sonst noch auf der Liste stehen, hat TRAVELBOOK hier zusammengefasst.
Ligurien bleibt Italiens Spitzenreiter bei den „Blauen Flaggen“
An die Spitze des nationalen Rankings setzt sich erneut Ligurien im Nordwesten Italiens. Die schmale Küstenregion zwischen Frankreich und der Toskana kommt inzwischen auf 35 ausgezeichnete Küstenorte. Damit verteidigt sie ihren Titel als italienische Region mit den meisten „Blauen Flaggen“.
Besonders bekannt ist Ligurien für seine malerischen Buchten, bunten Küstenorte und gepflegten Badeorte entlang der Riviera. Hier verbindet sich mediterranes Flair mit besonders abwechslungsreichen Stränden – von kleinen Kiesbuchten über feine Sandstrände bis hin zu versteckten Badebuchten zwischen steilen Felsen. Dazu kommen glasklares Wasser, malerische Fischerdörfer und die typisch italienische Strandkultur mit bunten Sonnenschirmen, Strandliegen und Promenaden direkt am Meer. Außerdem sind viele Badeorte vergleichsweise kompakt: Oft liegen Strand, Altstadt, Cafés und Promenade nur wenige Schritte voneinander entfernt.
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Was die Auszeichnung für Urlauber bedeutet
Bewertet werden unter anderem die Wasserqualität, das Umweltmanagement, die Sicherheit, Barrierefreiheit und nachhaltige Infrastruktur. So müssen die Gemeinden etwa regelmäßig Wasserproben analysieren und hohe Standards bei der Abwasser- und Müllentsorgung erfüllen. Auch Rettungsschwimmer, Erste-Hilfe-Ausrüstung und sichere Strandzugänge müssen gewährleistet werden. Nachhaltige Mobilität und der Schutz natürlicher Küstenräume fließen ebenfalls in die Bewertung ein. Insgesamt wird nach 33 Kriterien bewertet, die regelmäßig aktualisiert werden, wie die „Frankfurter Rundschau“ erklärt.
Gerade in Italien hat die Auszeichnung an vielen Orten dazu geführt, dass Abfalltrennung verbessert, Kläranlagen modernisiert und Umweltkonzepte ausgebaut wurden. Für Reisende bedeutet das vor allem eines: sauberes Badewasser, gepflegte Strände und eine insgesamt höhere Aufenthaltsqualität.
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Diese italienischen Regionen folgen im Ranking
Hinter Ligurien folgen vor allem die süditalienischen Regionen Apulien und Kalabrien, die beide erneut zu den erfolgreichsten Küstenregionen des Landes zählen. Sie könnten dabei kaum unterschiedlicher sein: Apulien ist vor allem für kilometerlange Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und weitläufige Küsten bekannt, während Kalabrien mit naturbelassenen Buchten, raueren Landschaften und vergleichsweise wenig Massentourismus punktet.
Auch Kampanien und die Marken gehören weiterhin zu den Regionen mit besonders vielen ausgezeichneten Badeorten. Zulegen konnte beispielsweise die Toskana, wo unter anderem Monte Argentario neu ausgezeichnet wurde. Sardinien, Sizilien und die Abruzzen bleiben ebenfalls stark vertreten und zeigen, wie unterschiedlich Italiens Küstenlandschaften ausfallen – von karibisch anmutenden Sandstränden über vulkanisch geprägte Küsten bis hin zu versteckten Badebuchten.
Auch die Gardasee-Region, seit Jahren eines der beliebtesten Reiseziele deutscher Italien-Urlauber, kann sich über mehrere Auszeichnungen freuen. Besonders erfreulich: Limone sul Garda gehört in diesem Jahr zu den Neueinsteigern der Lombardei. Insgesamt schnitten die Regionen rund um den Gardasee stark ab, mit zahlreichen See-Stränden in Trentino-Südtirol, Venetien und der Lombardei.
Übersicht aller ausgezeichneten Strände in Italien
Eine Übersicht aller ausgezeichneten Orte und Strände mit dem Gütesiegel der „Blauen Flagge“ für die Saison 2026 gibt es hier, auf der offiziellen, italienischen Seite des „Programma Bandiera Blu“.