Urlaub am Meer

Die schönsten Strände in Polen

Strände in Polen: Łeba, Misdroy, Rewal und Swinemünde
In Polen gibt es unzählige schöne Strände, zum Beispiel in Łeba, Misdroy, Rewal und Swinemünde (von links oben im Uhrzeigersinn)
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Sie wollen im Urlaub unbedingt mal wieder an den Strand, ohne dafür weit zu reisen und ein Vermögen auszugeben? In unserem Nachbarland Polen gibt es unzählige tolle Strände für jeden Geschmack. Ob kultig in der Stadt oder einsam mitten in der Natur, hier die TRAVELBOOK-Liste der zwölf schönsten Strände in Polen.

Na klar, zu Sommer und Sonne gehört für viele Urlauber auch Strand: Einen Tag lang im weichen Sand liegen und ab und zu in die kühlen Wellen eintauchen – wenn es wieder warm wird, gibt es kaum etwas Schöneres. Dafür muss man nicht einmal unbedingt in karibische Ferne schweifen, sowohl Deutschland als auch Polen hat einige echte Traumstrände. TRAVELBOOK zeigt eine Auswahl und nennt neben den bekannten Klassikern auch ein paar echte Geheimtipps.

Die schönsten Strände Polens im Überblick auf unserer Karte:

Strand von Międzyzdroje (Misdroy)

Malerisch an der Ostseeküste auf der Insel Wolin gelegen, ist der Strand von Misdroy einer der bekanntesten und beliebtesten des ganzen Landes. Laut Webseite der Stadt kommen jedes Jahr bis zu 96.000 Touristen in den Ort – 16 Mal mehr, als er überhaupt Einwohner hat. Das liegt natürlich am schönen Stand, aber auch an der knapp 400 Meter langen Mole und am jeden Sommer stattfindenden „Festival der Stars“, bei dem die bekanntesten polnischen Entertainer auftreten. Die haben hier auch, nach Vorbild von Hollywood, ihren eigenen Walk of Fame. Im nahen Nationalpark Wolin kann man außerdem Tiere beobachten, darunter Wisente und Seeadler. Am Strand gibt es für Kinder Attraktionen wie Wasserrutschen, Trampoline und Spielplätze, und die Älteren freuen sich über Beachvolleyball-Turniere, Misswahlen und  Partys.

Strand von Misdroy

Malerische Stimmung am Strand von Misdroy
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Jastarnia

Dieser Strand in dem kleinen gleichnamigen Badeort auf der Halbinsel Hel bietet kristallblaues Wasser, schicke Beach-Bars, viele Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung – und einige skurrile Zeugnisse aus der Vergangenheit, denn Hel war die letzte Bastion des polnischen Widerstandes gegen Nazideutschland, weshalb man hier noch zahlreiche alte Geschützbunker findet, die der Sand immer mehr verschluckt.

Im August verwandelt sich der ganze Ort in eine Art riesigen Jahrmarkt und es gibt herrlich frischen Fisch, der hier immer noch gefangen wird. Natürlich gibt es besonders in dieser Zeit auch ein ausschweifendes Nachtleben. Wer nicht (nur) baden mag, kann auf Hel auch sehr schöne Fahrradtouren unternehmen – ansonsten ist der Strand besonders bei Wind- und Kitesurfern beliebt.

Strand in Świnoujście (Swinemünde)

Der Strand der größten Stadt auf der Insel Usedom gilt als einer der populärsten. Seit August 2011 verbindet hier die sogenannte Kaiserbäderpromenade auf 12 Kilometern Spazierweg Swinemünde mit Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin – damit ist sie die längste ihrer Art in ganz Europa. Ein weiteres Highlight ist der Leuchtturm der Stadt, der bei seiner Inbetriebnahme 1857 als der größte der ganzen Welt galt. Laut der polnischen Strandbewertungswebseite „Ranking Plaz“ ist der Swinemünder mit bis zu 200 Metern der breiteste in ganz Polen.

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Der Strand in Swinemünde

Der Strand in Swinemünde ist ein echter Besuchermagnet
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Strand von Łeba

Hier gibt es laut der Webseite „Polish Online“ den feinsten Sand in ganz Polen – und wohl auch den spektakulärsten, denn Łeba ist neben seinem Strand vor allem bekannt für seine  Wanderdünen. Und diese haben es sprichwörtlich in sich, haben sie doch den alten Ort Łeba im Laufe der Zeit einfach verschluckt. Heute kann man sie im Slowinzischen Nationalpark erwandern, wenn man nicht am Strand liegen und baden möchte. Laut der Webseite der Stadt kann man in dem Ort auch wunderbar Windsurfen und Angeln, Tennis spielen oder Reiten, auf Kinder wartet außerdem ein Wasserspielplatz. Laut der Seite „Moja Łeba“ ist der namenlose Strand in drei Abschnitte gegliedert: A, B, und C. Abschnitt A ist am nahsten an der Stadt und von Rettungsschwimmern betreut, und dank Attraktionen wie Jetskis und Parasailing sehr beliebt. Ruhiger geht es am Abschnitt C zu, der allerdings auch nicht betreut wird, und eine Verlängerung des Bereiches A ist. Abschnitt B liegt dann wiederum schon knapp außerhalb des Ortes und ist auch mit dem Auto zu erreichen, da es dort Parkplätze gibt, zudem auch Rutschen und einen Kinderspielplatz.

Der Traumstrand von Łeba

Der Traumstrand von Łeba
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Strand von Ustka (ehem. Stolpmünde)

Nach Ustka kommen seit jeher Erholungssuchende, darunter auch schon Otto von Bismarck. Wenig überraschend gibt es hier auch zahlreiche Wellness-Hotels, in denen man aus fast Dutzenden Anwendungen wählen kann, wenn man denn nicht einfach nur baden möchte. Ausritte auf Pferderücken sind am Strand von Ustka genauso beliebt wie ausgedehnte Radtouren, auf der Promenade am Meer läßt es sich zudem wunderbar flanieren. Die Mündung des Flusses Słupia teilt den Strand in einen westlichen und einen östlichen Bereich – am Ost-Strand befinden sich ein Leuchtturm und eine Strandpromenade, wo es viele Restaurants, Bars und Souvenirläden gibt. Für Kinder gibt es unter anderem eine Wasserrutsche. 

Rewaler Strand, Rewal

Obwohl der Kurort nur etwa 700 Einwohner hat, ist es hier im Sommer ziemlich voll, wenn wegen des Strandes ein Vielfaches an Touristen in die Stadt kommt. Beliebt ist Rewal bei deutschen Urlaubern auch aufgrund seiner guten Erreichbarkeit, von Berlin aus sind es nur etwa zwei Stunden bis ans Meer. Mit Niechorze und weiteren Orten befinden sich in der Nähe außerdem noch andere Kurorte, die zur Erholung einladen. Die Zeitschrift „Stern“ bezeichnet Rewal allerdings wenig schmeichelhaft als „Ballermann der Ostseeküste“ und macht als Grund dafür die niedrigen Preise aus, die viele Partywütige anlockten. Der 300 Meter lange Strand lockt mit Angeboten wie Beach-Volleyball und Wassersport.

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Strand von Rewal

Der Strand von Rewal
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Die Strände von Danzig, Sopot und Gdynia

Nicht nur ist Danzig eine überwältigend schöne Stadt mit großem Charme, sie und ihre nahegelegenen Nachbarstädte Sopot und Gdynia verfügen außerdem über einige der beliebtesten Strände in Polen – endloses Weiß erstreckt sich über Kilometer, soweit das Auge reicht. Wer hier nicht baden möchte, schlendert durch die malerische Danziger Altstadt oder besucht in Sopot die laut „Danzig Info“ längste Holzmole Europas. Das Beste: Wer Danzig besucht, kann die beiden Nachbarorte bequem und schnell per Nahverkehr erreichen – besonders im Sommer ist vor allem Sopot ein beliebter Party-Hotspot.

Am Brzeźno-Strand von Danzig gibt es laut dem Portal „Dzieckow Podrozy“ unter anderem Fuß- und Volleyballplätze, die man dank Beleuchtung auch nach Einbruch der Dunkelheit noch nutzen könne. Für die Kids gibt es Rutschen, Trampoline und ein Spielschiff. Andere beliebte Strandabschnitte sind Jelitkowo, Stogi, Sobieszewo, Orle oder Świbno. In Sopot gibt es zwei jeweils 100 Meter lange Strandabschnitte namens „Sopot – Łazienki Południowe“ und „Sopot – Kamienny Potok – Koliba“. Besonders beliebt in Gdynia ist der Strand von Orłowo, den sogar schon polnische Könige einst besuchten. 

Strand in Sopot

Strand mit historischem Charme gibt es in Sopot
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Strände von Kołobrzeg (Kolberg)

Laut der Seite „Kolberg Café“ kann man an dem sechs Kilometer langen Strand nicht nur sehr schön baden, auch Bernsteinsammler fänden hier mit etwas Glück den ein oder anderen Schatz im Morgengrauen. Hinter dem Strand, an dem man Strandkörbe und Liegen mieten kann, befindet sich ein Dünenwald, der zu Spaziergängen einlädt. Wer an dem sehr belebten Strand nach etwas Ruhe suche, solle sich an die Abschnitte Ustronie Morskie östlich bzw. Grzybowo und Dzwirzyno westlich halten. Viele Urlauber kommen aber auch gerne wegen der salzhaltigen Quellen und dem Moorwasser, die Kolberg auch als Kurort qualifizieren. Besonders sicher baden kann man in Kolberg dank Überwachung von Rettungsschwimmern am Weststrand und dem Strand von Podczelu.

Władysławowo (Großendorf)

Und wieder ein polnischer Kurort, und zwar mit einem laut „Polnische Ostsee“ insgesamt 23 Kilometer langen Strand – und Polens größter Fischereihafen, weswegen man hier nach dem Baden sehr günstig frische Fischgerichte genießen kann. Wer möchte, kann beim Hochseeangeln auch einmal sein Glück auf Dorsch versuchen, es gibt aber auch Möglichkeiten zum Surfen, Schnorcheln, Segeln und Tauchen. Von Władysławowo lassen sich zudem gut Ausflüge ins nahe Danzig, auf die Halbinsel Hel oder zur Steilküste nach Habichtsberg unternehmen.

Am Strand des Ortes kann man auf insgesamt zwölf Abschnitten unter anderem Fuß-und Volleyball spielen, für Kinder gibt es Wasserrutschen. Gerade im Sommer zieht es auch viel Partyvolk nach Władysławowo: in die Diskos und zu den Misswahen. In dem kleinen Nachbarort Chłapowo gibt es außerdem einen FKK-Strand. 

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Strände Polen

Der Strand von Wladyslawowo ist nicht nur bei Sonnenuntergang traumhaft schön
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Lubiatowo

Genau wie in Łeba gibt es in Lubiatowo neben dem feinen Strand auch noch ein Wanderdüne als Attraktion zu entdecken, und zwar die zweitgrößte in ganz Polen, die sich laut „Ostseeferien Polen“ mehrere Meter pro Jahr bewegt. In der Gemeinde Choczewo, zu dem der Ort gehört, gibt es insgesamt 17 Kilometer Strand und in Stilo einen Leuchtturm, von dem aus man einen tollen Ausblick über die Umgebung hat. Hier kommen Radfahrer und Wanderer genauso auf ihre Kosten wie Angler, Pilzsammler oder Leute, die einfach nur baden möchten. Am Strand von Lubiatowo gibt es zahlreiche Restaurants, in denen man günstig frischen Fisch genießen kann.

Ceynowa-Strand, Chałupy

Und wieder ein Strand auf der Halbinsel Hel, der in einem Ranking von „Skyscanner“ schon mal auf dem ersten Platz gelandet ist und vor allem für seinen Status als FKK-Strand bekannt ist – so bekannt, dass der polnische Künstler Zbigniew Wodecki schon über ihn gesungen hat. Laut der Webseite „Stay Poland“ kommen Windsurfer aus dem ganzen Land und Ausland, um im warmen und flachen Wasser ihrem Hobby nachzugehen. Jeden Juli findet hier außerdem eine Regatta mit alten Segelbooten statt. 

 

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