Besonders schlecht ist die Wasserqualität an den Stränden der Bucht von Alcúdia, wie das „Mallorca Magazin“ berichtet. Das hätten Untersuchungen der „Ecologistas en acción” ergeben, einem Dachverband von rund 300 regionalen Umweltorganisationen mit Sitz in Madrid.
Demnach wurden vor allem die Strände von Son Bauló und Can Picafort negativ bewertet und mit der „Schwarzen Flagge“ gekennzeichnet. Den Umweltschützern zufolge gelangt dort nicht ausreichend gereinigtes Abwasser ins Meer und beeinträchtigt die Wasserqualität erheblich. Laut ihrem Report kommt es dort zur „Vermehrung von schleimigen Mikroalgen“ und zu einer „Trübung des Wassers“.
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Kläranlage veraltet
Als Ursache für das Übel machten die Forscher eine veraltete Kläranlage im Ort Son Bosc aus. Vor allem bei Regen gerate viel Abwasser ins Meer – ein Problem, das auch in Palma immer wieder auftritt und zu verschmutzen Stränden führt. Die Umweltschützer betonen, dass nicht nur Misswirtschaft, sondern auch eine zunehmende „Touristifizierung“ Mallorcas mit schuld an dem Problem sei. Die Kapazitäten der Insel reichten für diese Massen an Urlaubern nicht mehr aus.
Insgesamt haben die „Ecologistas en acción” 48 „Schwarze Flaggen“ an Strände in ganz Spanien verteilt. Dafür untersuchten sie die gesamte 8000 Kilometer lange Küstenlinie des Landes. Bemängelt wurde die Wasserqualität unter anderem an beliebten Stränden auf dem spanischen Festland, etwa in Andalusien und Galizien, sowie auf den beiden Kanareninseln Las Palmas und Teneriffa.
Insgesamt sind die Küsten in Spanien aber überwiegend sauber: 566 Strände wurden dieses Jahr von der Stiftung für Umwelterziehung (FEE) in Madrid mit dem internationalen Gütesiegel der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet – so viele wie in sonst keinem anderen Land. Auf Mallorca weht an 29 Stränden die „Blaue Flagge“, darunter, nach dreijähriger Pause, auch wieder an der Playa de Palma.
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