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Reisetipps für die Region

Drei traumhafte Orte in der Normandie in Frankreich

So schön ist die französische Normandie – hier der Blick auf Mont-Saint-Michel
So schön ist die französische Normandie – hier der Blick auf Mont-Saint-MichelFoto: Getty Images

Die Normandie hat nicht nur traumhafte Strände zu bieten, sondern auch die außerirdisch schöne Klosterinsel Mont-Saint-Michel. Daneben lockt noch eine weitere Sehenswürdigkeit Besucher aus aller Welt an: Das einstige Wohnhaus des bedeutenden Malers Claude Monet in Giverny, dessen wunderschöner Garten den Impressionisten zu einigen seiner berühmtesten Werke inspirierte. Auch die Hafenstadt Honfleur sollten Besucher nicht verpassen. Sie wollen mehr wissen? TRAVELBOOK hat alle Infos!

Weiße Kreidefelsen, weitläufige Strände, ein Klosterfelsen mitten im Meer und traditionell gebrannter Calvados – die rund 600 Kilometer Küste der Normandie hat viel zu bieten und die Orte sind dabei weitaus weniger überlaufen als der Süden Frankreichs.

TRAVELBOOK stellt drei traumhafte Orte in der Normandie vor, die Sie bei einem Besuch der französischen Region nicht verpassen sollten! 

Giverny, Heimat von Monet

Monets Haus in Giverny
Monets Haus in GivernyFoto: Getty Images

Das Örtchen Giverny liegt nur etwa 70 Kilometer von Paris entfernt. Und ist doch eine ganz andere Welt. Das liegt vor allem am Garten des weltberühmten Malers Claude Monet, der im Sommer so üppig blüht, dass man sich gar nicht satt sehen kann und am liebsten gleich selbst zum Pinsel greifen möchte. Wer einmal dort war, ist verliebt. Garantiert.

Giverny liegt in der Region Haute-Normandie, dort, wo die Flüsse Seine und Epte zusammenfließen. Es ist ein zauberhaftes Örtchen mit kaum 500 Einwohnern, dessen größte Attraktion Haus und Garten des französischen Impressionisten Claude Monet (1840-1926) ist. Wer Monet liebt, wird seinen Garten ebenfalls mögen. Und umgekehrt. Viele berühmte Werke entstanden in Giverny. Die Seerosen-Serie, zum Beispiel. Drei Gemälde daraus, darunter „Nymphéas bleus“, sind heute im Musée d’Orsay in Paris zu sehen. Das Gewässer mit der gebogenen Brücke hat Monet mehrfach festgehalten.

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43 Jahre lang lebte der Maler in seinem Haus. 1882 mietete er es und legte einen Ziergarten an, den clos normand. Die Metallbögen, die den Weg überspannen, setzen eine Art Rahmen um den Garten. Drei Jahre später kam ein weiteres Grundstück dazu, in dem der Wassergarten (jardin d’eau) angelegt wurde. Der Wassergarten entstand, weil Monet das Lichtspiel und die Reflektionen auf Wasser liebte. Einen Flussarm der Epte lenkte er um und ließ einen Teich entstehen. Die Brücke strich er grün, um sie von den traditionellen roten Brücken in Japan abzuheben.

Die Gärten in Giverny
Die Gärten in Giverny inspirierten einige von Monets berühmten WerkenFoto: Getty Images

Auch das Haus des Künstlers ist öffentlich zugänglich, die Fondation Claude Monet nutzt es als Museum. Wer es durchstreift, merkt auch hier die Liebe Monets für Farben. Der Salon im Erdgeschoss ist blau gestrichen. Daneben liegen die Speisekammer und das Studio-Wohnzimmer mit Möbeln im englischen Stil. Im ersten Stockwerk finden sich Monets Schlaf- und Badezimmer, Ankleideräume und das Schlafzimmer von Monets Frau Alice. Erst seit 2014 ist das Blanche-Hoschedé-Monet-Zimmer zugänglich, das nach Monets Stieftochter benannt ist. Sie wohnte bis zu ihrem Tod 1947 in Giverny.

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Mont Saint Michel, die vielleicht schönste Abtei der Welt

Der Mont Saint-Michel sieht aus wie aus einem MärchenbuchFoto: Getty Images

Schon von weitem kann man ihn sehen – diesen Berg, aus dem die Abtei Mont-Saint-Michel in den Himmel ragt. Ein Bauwerk, so grandios, dass man irgendwann in einigem Abstand stehenbleibt, um es in sich aufzunehmen – und das zurecht einer der schönsten Orte in der Normandie ist. Wer es besucht, der sollte nicht in Eile sein, denn dieses französische Meisterwerk, das da direkt in den Berg eingemeißelt zu sein scheint, will in Ruhe erkundet werden.

Berg und Abtei liegen in einer Meeresbucht, die sich von Saint-Malo in der Bretagne bis Carolles in der Normandie erstreckt. Mit dem Festland ist die Felseninsel seit Juli 2014 durch eine 760 Meter lange Stelzenbrücke verbunden, die hoch genug ist, um auch bei Flut genutzt zu werden. Bisher gab es einen Straßendamm, der im Laufe der Jahre dazu beigetragen hatte, dass die Bucht anfing zu verlanden. Wer die Insel betritt (was ungefähr 3,5 Millionen Menschen pro Jahr tun), sieht erst einmal nur wenig von der hochragenden Abtei, sondern ein Dorf an der Südseite. Mont-Saint-Michel ist nämlich nicht nur eine Abtei: Auf der Insel mit etwa 830 Metern Umfang verteilen sich Wohnhäuser, kleine Geschäfte, Hotels, Klostergebäude und die Stadtbefestigung. In den Geschäften bekommt man Kunsthandwerkliches, Souvenirs, Bücher und mehr.

Auf der Grande Rue, der einzigen Straße auf dem Mont-Saint-Michel, geht es bergan zur Abteikirche ganz oben auf dem Berg. Die romanische Kirche entstand ab 1023 und wurde 1084 vollendet. Wer das Bauwerk sieht, der ahnt, warum es auch als Wunderwerk Gottes bezeichnet wird. Auf einer Felsinsel einen solchen gewaltigen Komplex aus Kirche und Kloster zu bauen, der bis in den Himmel zu ragen scheint, wäre auch heute noch eine Herausforderung. In der Entstehungszeit vom elften bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war der Bau eine Meisterleistung.

Baustile von der Romanik über die Gotik bis zum Klassizismus finden sich in den Bauwerken, die überwiegend aus Granit bestehen. Neben der eindrucksvollen Abteikirche kann man den Schlafsaal der Mönche (Dormitorium), den Speisesaal (Refektorium) mit seinen unzähligen Fenstern, den wunderschönen Kreuzgang, den Wandelsaal, mehrere Kapellen und den Rittersaal mit gewaltigen Säulen besichtigen.

Honfleur, die charmante Stadt am Är­mel­ka­nal

Honfleur liegt an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal. Die Hafenstadt mit ihren malerischen, mittelalterlichen Gassen ist seit jeher beliebt bei Künstlern. Mehr über Honfleur lesen Sie in unserem Artikel: Honfleur – die besten Reisetipps für die Hafenstadt in der Normandie.

Text: Silke Böttcher

Die 3 schönsten Orte der Normandie auf der Karte

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