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Jährliches Tripadvisor-Ranking

Diese Insel in Europa ist das beste Trend-Reiseziel der Welt 2026

Madeira ist ein Naturparadies und trägt nicht umsonst den Beinamen Blumeninsel
Madeira ist ein Naturparadies und trägt nicht umsonst den Beinamen des „Garten Europas“ Foto: Getty Images
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Delia Krumhaar
Werkstudentin

14. Januar 2026, 17:05 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Jedes Jahr analysiert „Tripadvisor“ Reiseziele, die von Reisenden weltweit besonders positiv bewertet werden. Aus Millionen Bewertungen entsteht so ein Ranking, das zeigt, welche Orte gerade im Aufwind sind und im kommenden Jahr besonders gefragt sein dürften. Das Trend-Reiseziel für 2026 ist die portugiesische Insel Madeira.

Das „Trending Destinations“-Ranking führt in diesem Jahr ein europäisches Ziel an, das lange als Geheimtipp galt: Madeira. Die portugiesische Atlantikinsel setzt sich gegen Metropolen und Fernreiseziele durch und wird zum angesagtesten Reiseziel der Welt gekürt – dank spektakulärer Natur, mildem Klima und einer besonderen Mischung aus Ruhe und Abenteuer.

Wie das „Tripadvisor“-Ranking ermittelt wurde

Das „Trending Destinations“-Ranking ist Teil der „Travellers’ Choice Awards – Best of the Best 2026“. Anders als klassische Ranglisten basiert es nicht auf Expertenurteilen, sondern auf den Erfahrungen der Reisenden selbst. Die Reise- und Bewertungsplattform Tripadvisor analysiert dafür, wie viele Bewertungen ein Reiseziel im Laufe der vergangenen zwölf Monate erhalten hat – und wie positiv diese ausgefallen sind.

Einbezogen wurden Reviews aus dem Jahr 2025 zu Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten weltweit. Besonders gut schneiden jene Orte ab, die überdurchschnittlich häufig empfohlen werden und bei Reisenden einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Madeira konnte in dieser Auswertung in mehreren Bereichen überzeugen – von spektakulären Naturerlebnissen über Architektur bis hin zum allgemeinen Reisegefühl.

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Diese Reiseziele folgen auf Madeira

Madeira führt das Ranking an, doch auch die weiteren Plätze zeigen, wohin sich das Reiseinteresse 2026 bewegt. Auf Platz zwei landet Tiflis, die georgische Hauptstadt, die mit märchenhafter Altstadt und gotischem Charme begeistert. Chicago folgt auf Rang drei – dank Kultur, Architektur und einer der spannendsten Food-Szenen der USA.

Auch Europa bleibt im Ranking präsent: Mailand erreicht Platz sechs und überzeugt als Mischung aus Mode-, Design- und Kulturmetropole. Auf dem siebten Rang landet Glasgow und punktet mit kreativer Szene, beeindruckender Architektur und urbanem Charme abseits klassischer Touristenpfade.

7 Tipps für Madeira

Die Hauptstadt Funchal

Ausgangspunkt jeder Madeira-Reise ist die Hauptstadt Funchal. Ein Must-See ist der „Mercado dos Lavradores“. Die zweistöckige Markthalle im Herzen der Stadt ist vor allem eines: bunt. Es duftet nach Tausenden Blumen und exotischen Früchten. Souvenirjäger finden dort die traditionellen Korbwaren – das beliebteste Madeira-Mitbringsel.

Außerdem gibt es fangfrischen Fisch, darunter auch den Schwarzen Degenfisch, eine Spezialität der Insel. Der goldbraune Fisch lebt in rund 1000 Meter Tiefe. Erst wenn ihn die Fischer nach oben ziehen, färbt er sich durch den Druckverlust pechschwarz. Ganz in der Nähe startet die 15-minütige Seilbahnfahrt nach Monte, einem Städtchen hoch über Funchal.

Blick über Madeiras schöne Hauptstadt Funchal
Blick über Madeiras schöne Hauptstadt Funchal Foto: Getty Images

Am Fuße der Kirche Nossa Senhora do Monte reihen sich die Korbschlitten auf, in denen Touristen von Lenkern etwa zwei Kilometer abwärts Richtung Tal geschoben werden. Eine Mordsgaudi. Durchatmen können Sie danach im Jardím Tropical Monte Palace. Der exotische Garten bietet Erholung zwischen farbenfrohen Blumen, Koi-Karpfen-Teichen und Kunst.

Die Piscinas Naturais in Porto Moniz

Ein echtes Erlebnis ist das Bad im Naturschwimmbad Piscinas Naturais in Porto Moniz. Das Schwimmbecken liegt zwischen Lavafelsen und der Boden des Beckens ist unebener Naturstein. Gespeist wird der Lavapool aus dem Atlantik. Aber Vorsicht: Bei Wellengang spritzt Schwimmern die Gischt über die Mauer hinweg direkt ins Gesicht.

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Levada-Wanderungen

Rund 2000 Kilometer Wanderwege durchziehen die Insel, immer an den „Levada“ genannten Bewässerungsgräben entlang. Die Wege führen durch dichte Wälder, vorbei an Wasserfällen und zu atemberaubenden Aussichtspunkten.

Selbst für Wander-Muffel gibt es kurze, einfache Spazierwege, an deren Ziel Sie durch einen sensationellen Ausblick belohnt werden, zum Beispiel von Ribeiro Frio (1,5 km) zum Aussichtspunkt Balcões. Am Ziel angekommen, blickt man etliche hundert Meter in die Tiefe eines üppig grünen Tals. Wenn Ihnen dabei schwindelig wird, schauen Sie geradeaus – direkt auf die höchsten Berge der Insel, darunter den Gipfel des Pico Ruivo (1861 m).

Levadas, Madeira
Entlang der Levadas, schmalen Wegen, die an alten Bewässerungskanälen entlanglaufen, führt der Wanderweg von Queimadas durch den Naturpark zum Caldeirao Verde – mit spektakulären Ausblicken Foto: Getty Images

Madeiras Hochebene Paul da Serra

Die Hochebene Paul da Serra liegt etwa 1400 bis 1500 Meter hoch und ist oft sehr windig und neblig. Dort oben gibt es nur wenig Bäume. Die Landschaft erinnert an die schottischen Highlands, die Stille ist beeindruckend. Menschen trifft man entlang der Straßen selten, nur weidende Kuhherden. Ein perfektes Ausflugsziel, um richtig zur Ruhe zu kommen.

Der Cabo Girão

Für Mutige lohnt sich ein Besuch des Cabo Girão in der Nähe der Ortschaft Câmara de Lobos. Fast senkrecht fällt dort die Klippe zum Meer hinab – 580 Meter in die Tiefe! Damit ist das Kap eines der höchsten Europas. Wer sich traut, in den Abgrund zu spähen, entdeckt in der Tiefe terrassenförmig angelegte Felder im Gestein.

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Der karge Osten von Madeira

Nahezu unberührt ist der Ostzipfel von Madeira, die Landzunge Ponta de São Lourenço. Dort bricht sich die Brandung an schroffen Klippen, es gibt wenig Vegetation und ein schier endlos langer Weg führt durch rotbraunes Gestein. Die Landschaft bietet einen unwirklichen Kontrast zum grünen Rest der Insel und gibt gleichzeitig den Blick auf den Atlantik und faszinierende Gesteinsformationen frei.

Die Finca Faja dos Padres

Auch Madeiras Küche ist eine Entdeckung. „Wenige kommen mit hohen gastronomischen Erwartungen“, räumt Mario Jardim Fernandes ein, der Urlaubern Köstlichkeiten auf seiner Finca Faja dos Padres auftischt. „Doch die meisten geben hinterher das Essen als einen der Gründe an, nach Madeira zurückkommen zu wollen“, sagt er. Die Finca mit Restaurant und Ferienwohnungen war lange nur per Boot erreichbar. 300 Meter hohe Steilklippen isolierten die Langzunge, bis 2016 ein Gondel-Lift installiert wurde. Das Restaurant ist inselweit für seinen frischen Fisch und die Napfmuscheln bekannt. Dazu das Nationalgetränk „Poncha“ probieren, eine Mischung aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronensaft. Prost!

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