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Redakteurin besucht Trendreiseziel

„Was mich bei meiner ersten Reise nach Montenegro überrascht hat“

Vor allem die Umgebung von Montenegro überraschte unsere Redakteurin
Vor allem die Umgebung von Montenegro überraschte unsere Redakteurin Foto: Katharina Regenthal
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

1. Juli 2026, 17:30 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

An der Adria liegt ein Land, das sich immer mehr zum beliebten Urlaubsland entwickelt. Die Rede ist von Montenegro. TRAVELBOOK-Redakteurin Katharina Regenthal hat einen kleinen Roadtrip durch das Balkanland gemacht. Was sie bei ihrem ersten Besuch besonders überrascht hat, erfahren Sie hier.

Ich gebe ehrlich zu: Ich habe mich nicht großartig auf meine Reise nach Montenegro vorbereitet. Klar, die Unterkünfte waren gebucht und ich wusste auch ungefähr, was ich sehen will bzw. wo es langgeht. Vor Ort habe ich mich dann aber oftmals auch einfach treiben lassen. Und so wurde ich nicht selten bei meiner Reise überrascht. Und zwar sowohl vom Land und der Umgebung als auch von vielen kleinen Dingen.

Ein passendes Internetpaket buchen

Montenegro ist (noch) nicht in der EU. Deshalb sollte man sich vor der Abreise um ein passendes Internetpaket kümmern. Am Flughafen ist mir das glücklicherweise noch eingefallen. Für wenig Geld konnte ich dann auch vor Ort mein Smartphone ganz normal nutzen.

Während meiner Rundreise hat mich dann noch etwas positiv überrascht. Egal, in welchen Ecken ich mich gerade bewegt habe – hoch in den Bergen oder irgendwo in den engen Altstadtgassen: Ich hatte fast immer sehr guten Empfang und Internet. Davon können wir hierzulande in so einigen ländlichen Regionen ja nur träumen.

Die Stadtmauer von Budva
Die Stadtmauer von Budva Foto: Katharina Regenthal

Vorbereitung auf EU-Beitritt

Wie bereits erwähnt, ist Montenegro noch kein Mitglied der Europäischen Union. Allerdings bereitet sich das kleine Land schon fleißig darauf vor. Haben Sie gewusst, dass es dort schon den Euro gibt? Mir wurde das erst bewusst, als klar war, dass ich dorthin reise. Das Bezahlen vor Ort erleichtert das natürlich um einiges.

Und wer als Europäer vor Ort (warum auch immer) mal Heimweh haben sollte, der kauft sich einfach ein Getränk in einer Plastikflasche. Denn auch in Montenegro gibt es bereits die zugegebenermaßen eher ungeliebten festhängenden Deckel.

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Ein Mix aus Meer, Wald und Geschichte

Mir war nicht bewusst, was für eine traumhafte Landschaft Montenegro hat. Ich habe mich tatsächlich manchmal gefragt, wo ich gerade eigentlich bin. In Italien, in Österreich oder vielleicht doch in Norwegen? Die Landschaft ist so vielfältig und reicht von kristallklarem Meer bis hin zu schneebedeckten Bergen. Dazwischen finden Sie dicht bewaldete Hügel und fjordähnliche Gewässer.

Aber nicht nur Sonnenbaden oder Wandern ist möglich. Es gibt auch viele wirklich schöne Altstädte zu besichtigen. Etwa die von Budva oder Kotor. Montenegro bietet den idealen Mix aus Kultur und Natur.

Diesen Ausblick kann während eines Roadtrips durch Montenegro immer wieder genießen
Diesen Ausblick kann während eines Roadtrips durch Montenegro immer wieder genießen Foto: Katharina Regenthal

Von Brache bis Villa

Vor meiner Anreise hatte ich ehrlich gesagt nur eine vage Vorstellung von der Umgebung in Montenegro. Damit meine ich nicht nur die Natur, sondern vor allem auch die Gebäude, die Architektur etc. Vor Ort wurde ich dann überrascht: Es ist ein bunter Mix aus schicken Villen, mediterranen Häusern, vielen Baustellen und teils auch eher brach aussehenden Gebäuden.

Egal, wie die Häuser aber aussehen: Auf eine ansprechende Umgebung wird nahezu überall Wert gelegt. Entlang der Straßen sind häufig bunte Blumen gepflanzt und es wachsen Palmen, die das mediterrane Flair perfekt machen.

Bei der Fahrt über Serpentinen und durch Wälder ist mir außerdem direkt aufgefallen: Die Straßen und Tunnel sind zum großen Teil in einem Top-Zustand oder sogar komplett neu. Das erleichtert die Fahrt natürlich um einiges.

Italienische Küche

Hellauf begeistert war ich übrigens auch vom Essen in Montenegro. Die Küche ähnelt stark der italienischen, aber es gibt natürlich auch Einflüsse aus den angrenzenden Balkanländern. Aber gerade in Kotor und Budva gab es wirklich ganz fantastische italienische Restaurants, wie es sie eben auch im „echten“ Italien gibt.

Auch absolut empfehlenswert sind die Bäckereien in Montenegro. Dort gibt es vor allem herzhafte Teigwaren wie Burek oder Pita. Viele Leckereien haben mich an türkische Backwaren erinnert. Auch Süßspeisen wie Kadaif oder Baklava wurden häufig angeboten.

Fast so gut wie in Italien: Pasta in Kotor
Fast so gut wie in Italien: Pasta in Kotor Foto: Katharina Regenthal
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Anmelden oder nicht?

Was mich tatsächlich bei meiner Reise durch Montenegro nicht nur überrascht, sondern auch ein wenig verwirrt hat, war die Anmeldung im Tourismusbüro. Ich hatte vorab auf der Seite des Auswärtigen Amts gelesen, dass sich Touristen innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise in Montenegro polizeilich anmelden müssen. Verstöße würden geahndet. Das hat mir natürlich ein mulmiges Gefühl bereitet – zumal man ja am Flughafen einen Stempel im Pass erhalten hatte. Wozu dann nochmal eine extra Anmeldung?

Nach ein wenig Recherche fand ich dann heraus, dass die Hotels dies in der Regel übernehmen. Da ich aber lediglich Ferienwohnungen gebucht hatte, war ich mir unsicher, ob meine Gastgeber sich darum kümmern.

In der ersten Unterkunft wusste man auf Nachfrage nicht, was ich meine. Das könnte allerdings auch an der Sprachbarriere gelegen haben. In der zweiten Unterkunft las ich zufällig in den Informationen über die Unterkunft den Hinweis, dass Touristen sich bei der örtlichen Touristeninformation melden müssen.

Dort musste ich dann den vollständigen Namen meines Gastgebers angeben und eine Art Kurtaxe pro Person und Nacht zahlen. Die Dame am Schalter erklärte mir, dass die Anmeldung verpflichtend sei.

Bei der dritten Unterkunft wollte wiederum meine Gastgeberin die Anmeldung übernehmen. Allerdings hatte die Touristeninformation dort sonntags geschlossen. Ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen, es sei sowieso nicht verpflichtend, sagte sie mir. Sehr verwirrend, ehrlich gesagt. Aber am Ende interessierte es bei der Ausreise niemanden, ob ich mich irgendwo angemeldet hatte oder nicht.

Preislich kein Unterschied

Zu guter Letzt war ich dann doch von den Preisen vor Ort ein wenig überrascht. Ein wenig blauäugig hatte ich gedacht, dass diese in einem Balkanland deutlich niedriger sind. Dem ist aber nicht so. Zumindest nicht in den touristischen Orten. Im Restaurant war es kaum günstiger als hierzulande. Bei der Unterkunft kam es darauf an. In Budva hatte ich eine hotelähnliche Unterkunft für gerade einmal 45 Euro pro Nacht. Das ist natürlich wahnsinnig günstig. Es waren aber auch deutlich teurere Zimmer verfügbar.

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