25. Juni 2026, 10:26 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wer den Sommerurlaub noch nicht gebucht hat, könnte in diesem Jahr überraschend von sinkenden Preisen profitieren. In mehreren beliebten Ferienregionen sind Pauschalreisen zuletzt günstiger geworden – teils sogar im Vergleich zum Sommer des Vorjahres. Eine aktuelle Auswertung zeigt zudem, dass sich Last-Minute-Buchungen 2026 in vielen Urlaubszielen wieder lohnen können. Doch die Preisentwicklung fällt je nach Region sehr unterschiedlich aus.
Für die Untersuchung hat HolidayCheck mehrere Millionen Reiseangebote von mehr als 68 Veranstaltern verglichen. Grundlage war jeweils der Durchschnittspreis für eine einwöchige Pauschalreise für zwei Personen inklusive Flug, Transfer und mindestens einer Verpflegung täglich. Berücksichtigt wurden Abreisen zwischen dem 29. Juni und dem 13. September 2026.
Deutliche Preisrückgänge in Ägypten und auf den Kanaren
Zu den größten Preisnachlässen zählt Hurghada in Ägypten. Dort liegen die aktuellen Preise rund 14 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Auch auf den Kanaren sind Reisen günstiger geworden: Auf Gran Canaria beträgt der Rückgang etwa 13 Prozent, auf Teneriffa rund 12 Prozent.
Ebenfalls niedrigere Preise als im Sommer 2025 verzeichnen Madeira, Marsa Alam in Ägypten und die tunesische Insel Djerba. Dort liegen die Kosten derzeit zwei bis drei Prozent unter dem Vorjahresniveau.
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Last Minute bringt in vielen Regionen Vorteile
Besonders interessant ist der Vergleich mit den Preisen zu Jahresbeginn. An der Costa Brava sind Pauschalreisen aktuell etwa zehn Prozent günstiger als im Januar. In Hurghada und auf Fuerteventura beträgt der Rückgang rund neun Prozent.
Auch Mallorca zeigt eine rückläufige Entwicklung: Urlauber zahlen dort derzeit etwa vier Prozent weniger als noch zu Jahresbeginn.
Wo frühes Buchen die bessere Wahl war
Nicht in allen Urlaubsregionen haben sich die Preise nach unten entwickelt. Auf den Azoren, auf Lanzarote sowie auf den griechischen Inseln Rhodos und Korfu sind die Kosten seit Januar gestiegen. Auch Madeira zählt zu den Reisezielen, bei denen Urlauber inzwischen mehr bezahlen müssen als zu Jahresbeginn. Für diese Destinationen erwies sich eine frühzeitige Buchung als vorteilhafter.
Costa Brava bleibt das günstigste Ziel
Beim Vergleich der durchschnittlichen Reisepreise zeigen sich erhebliche Unterschiede. Die Costa Brava ist mit durchschnittlich 1620 Euro für eine Woche Pauschalurlaub für zwei Personen das günstigste Ziel der Auswertung.
Ebenfalls vergleichsweise preiswert sind Hurghada mit durchschnittlich 1900 Euro sowie Marsa Alam mit 1990 Euro. Auch Djerba und mehrere Kanareninseln gehören zu den günstigeren Sommerdestinationen.
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Azoren führen die Preisskala an
Am teuersten ist eine Pauschalreise auf die Azoren. Für eine Woche Urlaub zu zweit werden dort durchschnittlich 3130 Euro fällig. Es folgen die Türkische Ägäis mit 3050 Euro und Sardinien mit 3030 Euro.
Mallorca bewegt sich mit durchschnittlich 2230 Euro im Mittelfeld. Zwischen dem günstigsten Ziel Costa Brava und den Azoren als teuerster Destination liegt damit ein Preisunterschied von mehr als 1500 Euro für eine Woche Pauschalurlaub zu zweit.
Flexible Urlauber können aktuell sparen
„Wie sich die Preise im Verlauf einer Reisesaison entwickeln, lässt sich nicht genau vorhersagen. In diesem Jahr war das angesichts der Debatte um Flugpreise und steigende Reisekosten besonders schwer“, sagt Nina Hammer von HolidayCheck.
Umso auffälliger sei die aktuelle Entwicklung. „Wer beim Reisetermin flexibel bleibt, profitiert derzeit von spürbar günstigeren Preisen“, so die Reiseexpertin.
Für die Analyse wurden die aktuellen Juni-Preise zum einen mit den Januar-Preisen für denselben Reisezeitraum im Sommer 2026 verglichen. Zum anderen erfolgte ein Vergleich mit den Preisen des Sommers 2025.