Skurriler Grund

Manche Hochhäuser in Hongkong haben riesige Löcher in der Fassade

Hochhaus Hongkong Loch
Da ist ein Loch in diesem Gebäude in Hongkong – aus einem ganz bestimmten Grund
Foto: iStock/junce

War hier etwa das Baumaterial knapp? In der chinesischen Millionenmetropole Hongkong stehen mehr als 1300 Wolkenkratzer – und einige von ihnen haben gigantische Löcher. Das die nicht zufällig da sind oder einfach zugemauert werden, sondern so gewollt sind, liegt an einem alten, chinesischen Glauben.

Die Löcher nennen sich „Dragon Gates“, also Drachentore. Sie wurden nach dem chinesischen Feng-Shui-Prinzip geschaffen und sollen Drachen ermöglichen, jeden Tag von den Bergen zum Meer zu fliegen.

Bank of China

Die Bank of China residiert in einem modernen Gebäude, das aus zahlreichen Glasdreiecken besteht – und das entspricht so gar nicht der Feng-Shui-Leere
Foto: dpa Picture Alliance

Die Chinesen glauben, dass es Unglück bringt, einem Drachen den Weg zu versperren, denn die mystischen Wesen sind in der fernöstlichen Welt ein Zeichen von Glück.

Viele haben eigenen Feng-Shui-Berater

Feng Shui ist die fernöstliche Lehre der Anordnung von Objekten und Gebäuden, damit diese im Einklang mit spirituellen Kräften stehen.

Gebäude mit schlechtem Feng Shui werden darum z.B. dafür verantwortlich gemacht, wenn die Läden darin oder die der Nachbar-Häuser bankrottgehen. Deshalb haben viele chinesische Firmen einen eigenen Feng-Shui-Berater, der Unglück durch ungünstige Baumaßnahmen vermeiden soll.

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Bank of China besonders unbeliebt

Das am meisten gehasste Gebäude Hongkongs ist übrigens der Wolkenkratzer der Bank of China. Die Fassade des 72 Stockwerke hohen Hauses besteht aus zahlreichen Dreiecken, die laut der Harmonielehre wie Dolche die Nachbarschaft niederstechen.

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