Hier kommt längst nicht jeder rein

Club 33 – der einzige Ort im Disneyland, wo Alkohol getrunken werden darf

USA
Viel weiter kommen die Allermeisten nicht: die Eingangstür des Club 33 im Disneyland Park in Anaheim. Foto: Wikimedia Commons/Mxreb0 / CC-BY-SA-3.0-migrated

Ein exklusiver Ort für gut Betuchte – das schwebte Walt Disney vor, als er 1967 seinen legendären Club 33 gründete. Reinkommen ist so gut wie unmöglich, und obendrein sehr teuer. TRAVELBOOK gibt trotzdem einen kleinen Einblick.

Das Disneyland im kalifornischen Anaheim ist, wie derzeit viele Freizeitparks weltweit, wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Aber spannende Geschichten rund um das riesige Vergnügungsareal lassen sich dennoch auch jetzt erzählen.

So gibt es im Disneyland einen Ort, von dessen Existenz wohl nur die Wenigsten wissen dürften, selbst hartgesottene Fans. Er befindet sich an der New Orleans Street 33, von dessen Adresse er auch seinen Namen hat, und wer hier hinein möchte, muss viel Geld und noch mehr Geduld haben: Die Rede ist vom legendären Club 33, den Walt Disney höchstpersönlich ins Leben rief – und der heute der einzige Ort in Disneyland überhaupt ist, wo man Alkohol ausgeschenkt bekommt.

Doch das ist noch nicht alles: Wer hier Mitglied ist, hat Zugang zu exklusiven Räumlichkeiten, wie unter anderem „Business Insider” berichtet. Demnach gibt es hier nicht nur eine Bar, sondern auch ein hochklassiges Restaurant. Wer dort einen Tisch buchen möchte, muss mit einer Wartezeit von bis zu einem Jahr rechnen. Das Etablissement gilt als eines der besten in ganz Kalifornien. Doch um das alles genießen zu können, muss man zuerst einmal die wohl größte Hürde nehmen, nämlich überhaupt Mitglied des Clubs zu werden.

Bis zu 14 Jahre Wartezeit

Zunächst wäre da die Anmeldegebühr, die zwischen 25.000 und 100.000 Dollar betragen soll, zuzüglich einer jährlichen Abgabe zwischen 12.500 und 30.000 Dollar. Geld allein garantiert aber noch keine Mitgliedschaft, und viele dürfte wohl auch die lange Wartezeit für eine Aufnahme von angeblich bis zu 14 Jahren abschrecken. Dafür aber fände man sich dann in wahrhaft illustren Kreisen wieder, denn laut Hörensagen sollen Stars wie Elton John, Tom Hanks und Christina Aguilera dem Club 33 angehören, aber auch hochrangige Politiker und Geschäftsleute.

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Ein exklusiver Zirkel – das war demnach auch die Idee von Walt Disney, als er den Club 33 im Jahr 1967 ins Leben rief. Allerdings erlebte er seine Eröffnung nicht mehr, da er vorher verstarb. Der Grundgedanke aber, einen privaten Club für gutbetuchte Menschen anzubieten, setzte sich durch: Nicht einmal die offizielle Webseite des Club 33 kann man ohne Zugangsberechtigung besuchen. Das Unternehmen Disney selbst gibt über den Club 33 auf seiner Webseite ebenfalls nur schmallippig Informationen preis: Es sei ein „Privat-Club, der seinen Mitgliedern zahlreiche maßgeschneiderte Erlebnisse” biete.

Mittlerweile gibt es vier Clubs

Mittlerweile hat der legendäre Club 33 aber ein wenig von seinem Nimbus verloren, denn es gibt ihn nicht mehr nur im originalen Disneyland in Kalifornien, der 1955 eröffnete: Auch Disneyland in Tokio und Shanghai haben inzwischen ihren eigenen Club 33, genauso das Disney World in Orlando, Florida. Exklusiv bleibt das Ganze aber dennoch, denn wer in einem Club 33 Mitglied ist, bekommt deshalb trotzdem keinen Zutritt zu den anderen drei Einrichtungen.

Wer dennoch wissen möchte, wie es denn nun innerhalb der heiligen Hallen des Club 33 aussieht: Im Netz kursieren zahlreiche Fotos, die von der pompösen Einrichtung zeugen, zum Beispiel auf Instagram. Den Drink können Sie ja dann auch zu Hause am Bildschirm genießen.

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