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Orte abseits der Hotspots

Die 23 besten Geheimtipps für Urlaub in Deutschland

Mosel, Reichsburg
Die Reichsburg bei Cochem an der Mosel. Die Moselregion lohnt sich für einen Wochenendtrip oder für einen richtigen Urlaub.Foto: dpa picture alliance

In diesem Jahr ist aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie Urlaub vorerst nur in im eigenen Land möglich. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Hotels, Ferienhäusern und -wohnungen in Deutschland, in den beliebtesten Urlaubsregionen ist vieles sogar jetzt schon ausgebucht. Dabei gibt es viele Orte und Regionen zwischen Ostsee und Alpen, die noch echte Geheimtipps sind. Lassen Sie sich inspirieren!

Die TRAVELBOOK-Redaktion hat eine Liste mit Orten und Regionen zusammengestellt, die nicht unbedingt zu den bekanntesten in Deutschland zählen, aber dennoch wunderschön und lohnenswert für einen Urlaub sind. Für jedes Bundesland gibt es einen oder sogar mehrere Geheimtipps – so kommt auch beim Urlaub in Deutschland keine Langeweile auf. Lassen Sie sich inspirieren!

Die Geheimtipps für Urlaub in Deutschland

Baden-Württemberg: Kinzigtal

Der Schwarzwald ist nicht nur einer der Geheimtipps in Deutschland, er gehört auch zu den beliebtesten Urlaubsregionen im Süden Deutschlands und ist dieses Jahr ganz besonders gefragt, wie Wolfgang Weiler von der Schwarzwald Tourismus GmbH auf Nachfrage von TRAVELBOOK erklärt. Zwar gibt es noch überall Angebote, aber wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich im schönen Kinzigtal nach Ferienunterkünften umschauen, denn das ist weit weniger überlaufen als bekanntere Schwarzwald-Orte wie Titsee, Schluchsee oder Freudenstadt. Weiler: „Im Kinzigtal gibt es wunderschöne Fachwerkstädtchen und natürlich traumhafte Natur!“

Fachwerkfassaden am Fluss Schiltach im gleichnamigen Ort im Kinzigtal
Fachwerkfassaden am Fluss Schiltach im gleichnamigen Ort im KinzigtalFoto: dpa picture alliance

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Baden-Württemberg: Oberlauf der Donau

Die Donau als zweitlängster europäischer Strom ist natürlich kein Geheimtipp in Deutschland mehr. Doch wahrscheinlich die wenigsten kennen die wilde Seite des Flusses in Baden-Württemberg. Von der Quellregion im Schwarzwald bahnt sich der junge Fluss seinen Weg am Südrand der Schwäbischen Alb entlang, wo sich das Donautal mit hoch aufragenden Kalkfelsen und dem schmalen Flussbett bildete. Spannend für Urlauber kann auch die Suche nach den Anfängen des Flusses sein. „Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg“, sagt der Volksmund. Doch auch die Bregquelle bei Furtwangen und die Quelle des Donaubachs in Donaueschingen werden als Anfänge des Flusses diskutiert. Interessant ist auch ein Naturphänomen einige Kilometer weiter: die Donauversickerung bei Tuttlingen. An etwa 150 Tagen im Jahr versinkt hier die Donau komplett im Flussbett und gelangt über ein unterirdisches Karstwassersystem in den sogenannten Aachtopf.

Durch hoch aufragende Kalkfelsen bahnt sich die Donau an ihrem Oberlauf in Baden-Württemberg ihren Weg
Durch hoch aufragende Kalkfelsen bahnt sich die Donau an ihrem Oberlauf in Baden-Württemberg ihren WegFoto: Getty Images

Bayern: Glasparadies

Wer sich für die Kunst der Glasbläserei interessiert, kann nach Venedig fahren – oder in den bayerischen Kurort Bodenmais. Dort befindet sich das Joska Glasparadies, wo man auf 70.000 Quadratmetern den Glaskünstlern über die Schultern schauen oder sich selbst als Glasbläser versuchen kann. Außerdem gibt es auf dem Anwesen in paradiesischer Gartenlandschaft allerlei Glaskunst zu bestaunen, darunter auch einige Weltrekorde, wie etwa das größte Weißbierglas der Welt. Ein Ausflug nach Bodenmais lohnt sich außerdem wegen der traumhaften Umgebung, denn der Kurort liegt mitten im Bayerischen Wald mit seiner unvergleichlichen Natur.

Brandenburg: Uckerseen

Mehr als 3000 Seen gibt es in Brandenburg. Der Unteruckersee bei Prenzlau ist mit sieben Kilometern Länge einer der größten. Mit dem Oberucker- und dem Potzlower See bildet er eine Art Seen-Trio. Unter- und Oberuckersee sind durch den Ucker-Kanal verbunden. Per Boot durchquert man hier eines der größten zusammenhängenden Schilfgebiete Deutschlands. Die Seen lassen sich besonders gut erkunden per Kanu und in einer Kombination aus Fahrradtour und dem Fahrgastschiff „Onkel Albert“, das in Warnitz ablegt.

Uckerseen
Etwa 3000 Seen gibt es in Brandenburg – vor allem Ruhe bieten die UckerseenFoto: dpa Picture Alliance

Brandenburg: Oderbruch

Gudrun Brandenburg: Scheinbar endlose grüne Wiesen, Äcker und Flussläufe prägen die Landschaft des Oderbruchs. Das zwischen Brandenburg und Polen gelegene Binnendelta der Oder eignet sich perfekt für ausgedehnte Wanderungen, Radtouren und zum Kanuwandern. Hier ist man vielerorts mit sich und der Natur ganz allein und hört nichts außer Vogelgezwitscher und dem Gequake der Frösche.

Zu den Highlights im Oderbruch zählen der 142 Kilometer lange, zum Teil über stillgelegte Bahntrassen führende Oderbruchbahn-Radweg, eine Kanufahrt auf der Alten Oder, ein Spaziergang durch die Oderberge zur Adonisröschen-Blüte (März/April) oder auch eine Fahrt mit der Schaufelrad-Fähre von Güstebieser Loose (Landkreis Märkisch-Oderland) nach Gozdowice (Polen) am gegenüberliegenden Ufer der Oder. Wer sich für Kunst und Geschichte interessiert, sollte sich in der Stadt Wriezen die spätgotische St. Marienkirche und den Marktbrunnen anschauen und in Letschin das Denkmal des Alten Fritz besuchen.

Oderbruchlandschaft bei Lebus in Brandenburg
Wunderschön: die Oderbruchlandschaft bei Lebus in BrandenburgFoto: dpa picture alliance

Berlin: Buddhistisches Haus

In Frohnau im Norden der Stadt liegt der laut Visit Berlin älteste buddhistische Tempel Europas. Der Arzt und Schriftsteller Paul Dahlke hat ihn von 1922 bis 1924 für die von ihm gegründete Buddhistische Gemeinde errichtet. Besucher betreten das Gelände durch das Elefantentor. 73 Stufen über acht Treppenabsätze sind zu passieren, die den achtfachen Weg Buddhas zur Erlösung symbolisieren. Zu sehen sind der Tempel, die angeschlossene Bibliothek und der Garten täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Auch Meditationskurse, Führungen und Vorträge werden angeboten.

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Bremen: Sternstunden

Gemessen an der Einwohnerzahl, hat Bremen in Deutschland die höchste Beschäftigungsdichte in der Luft- und Raumfahrt. In mehr als 140 Betrieben und rund 20 Forschungseinrichtungen arbeiten laut der Bremer Touristik-Zentrale etwa 12.000 Menschen. Unter anderem gibt es Führungen bei Airbus, wo das Columbus-Modul der Raumstation ISS entstand. In einem Nachbau erfahren Besucher Wissenswertes über das Leben im All. Für Besucher geöffnet haben auch der Fallturm im Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation, wo mit Schwerelosigkeit experimentiert wird, und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Der Fallturm in Bremen wird unter anderem für Experimente in der Schwerelosigkeit genutzt
Der Fallturm in Bremen wird unter anderem für Experimente in der Schwerelosigkeit genutztFoto: dpa Picture Alliance

Hamburg: Ottensen

Viele Hamburger nennen den Altonaer Stadtteil Ottensen noch immer „Dorf“. Die Ursprünge gehen in der Tat auf ein holsteinisches Dorf zurück, damals mit dem Namen Ottenhusen. Heute ist Ottensen eines der lebendigsten Viertel Hamburgs mit einer Kneipen- und Restaurantszene, die sich sehen lassen kann. Kultureller Höhepunkt im Jahr ist das Kultur- und Straßenfest Altonale. „Die Fabrik“ dient seit 1971 als Kulturzentrum und wurde unter anderem durch Otto Waalkes, Inga Rumpf und Udo Lindenberg bekannt. Fünf Theater gibt es im Stadtteil und mit dem „Zeise“ eines der schönsten Kinos.

Hessen: Warzenbeißer Kunstweg

In diesem Geheimtipp in Deutschland steht die Natur an erster Stelle: der Nationalpark Kellerwald-Edersee. Doch auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Zehn sogenannte Land-Art-Objekte bilden den Warzenbeißer Kunstweg. Sie sind in die natürliche Umgebung entlang der Bloßenberg-Route integriert. Einige Objekte sind dauerhaft, andere sollen sich mit der Zeit langsam auflösen. Der Warzenbeißer ist eine Heuschreckenart, die in vielen Teilen Deutschlands bereits ausgestorben ist, im Nationalpark aber einen Lebensraum findet.

Blick über den schönen Edersee
Blick über den schönen Edersee im Nationalpark Kellerwald-EderseeFoto: dpa Picture Alliance

Mecklenburg-Vorpommern: Schweriner See

Wie heißt Norddeutschlands zweitgrößter See? Auf den Schweriner See würden wahrscheinlich nicht viele Menschen tippen – wenn sie ihn denn überhaupt kennen. 61,54 Quadratkilometer misst er, und seit 2000 ist er ein europäisches Vogelschutzgebiet. Erkunden lässt er sich mit Booten aller Art, außerdem gibt es Fahrrad-, Reit- und Wanderwege. Ein besonderes Ausflugsziel ist, neben dem berühmten Schweriner Schloss, Schloss Wiligrad. Am Ende des 19. Jahrhunderts am Steilufer errichtet, liegt es in einer außergewöhnlichen Gartenlandschaft. In der DDR diente das Schloss als Parteischule und später als Ausbildungsstätte der Polizei. Im Park entstanden Schießstände und Bunkerhügel. Heute finden im Schloss Kunstveranstaltungen statt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Feldberger Seenlandschaft

Robin Hartmann: Die Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Paradies für alle Naturfreunde – und dabei gar nicht so weit entfernt von Berlin oder Hamburg und außerdem weitaus weniger überlaufen als Ostsee und Müritz. Hier findet man uralte Buchenwälder, kristallblaue Seen, romantische Dörfer und freundliche Einheimische mit sympathischem Dialekt. Und kann mit etwas Glück den König der Lüfte beobachten, den Seeadler. Noch mehr Tipps für die Feldberger Seenlandschaft finden Sie hier:

Niedersachsen: Wendland

Den meisten Menschen in Deutschland ist das Wendland wahrscheinlich vor allem durch Gorleben und den Protest gegen das Atommülllager bekannt. Die Region hat aber auch andere, für Urlauber interessante Dinge zu bieten. Allen voran sind das die Rundlingsdörfer. Von einst Tausenden in Norddeutschland sind noch 95 erhalten – alle liegen im Wendland. Die Region passt also in die Liste der Geheimtipps in Deutschland. Daneben ist die Region bekannt für Kunst und Kultur, zum Beispiel mit der kulturellen Landpartie, die jedes Jahr an rund 100 Orten 1000 Veranstaltungen umfasst. Wer nach Natur und Ruhe sucht, kommt im Naturpark Elbhöhen-Wendland, im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue oder in der Nemitzer Heide auf seine Kosten.

Fachwerkhäuser in Satemin, einem typischen Rundlingsdorf im Wendland
Fachwerkhäuser in Satemin, einem typischen Rundlingsdorf im WendlandFoto: dpa Picture Alliance

Nordrhein-Westfalen: Münsterland

Anna Wengel: Umgeben vom historisch bedeutenden Teutoburger Wald im Nordosten, dem pittoresken Fluss Lippe im Süden und der Grenze zu Holland im Westen liegt ein malerisches Gebiet namens Münsterland. Die Hauptstadt der nordrhein-westfälischen Region: die gleichnamige Stadt Münster. Die ist Fahrrad- und Studentenstadt und gleichzeitig Drehort des beliebten Münsteraner „Tatorts”. Für viele Münsteraner ist die Stadt nicht nur Lebensmittelpunkt, sondern auch Erfüllung aller Wohnwünsche: Stadtleben, Kultur und Natur finden sich hier in und um wunderschöne historische Gebäude wie etwa dem mittelalterlichen Dom und dem kopsteingepflasterten Prinzipalmarkt mit seinen Giebelhäusern und der gotischen Lambertikirche.

Auch die grüne Promenade, der städtische Aasee mit seinen prominenten Kugelskulpturen und das schmucke Stadtschloss sind zu jeder Zeit einen Besuch wert. Und wer nach all dem Herumgeradel hungrig oder durstig wird, kehrt in alteingesessene und typisch westfälische Restaurants und Kneipen wie den Kiepenkerloder die Destille ein. Das Münsterland ist natürlich nicht nur Münster und Besucher sollten unbedingt auch einen Abstecher (natürlich per Fahrrad) ins Umland machen.

Da warten Traumschlösser und -Burgen wie das barocke Schloss Nordkirchen oder die Wasserburg Anholt, ebenso wie typisch westfälische Ortschaften mit Fachwerkhäusern und historischer Altstadt wie die kleine Stadt Telgte. Natur in Form von kleinen Flüssen und Bächen, bäumengesäumten Alleen und Felder gibt es gefühlt überall, wer ein bisschen aufregendere Natur und Gebirge sehen will, fährt an die münsterländische Grenze und wandert durch den Teutoburger Wald mit seinen beeindruckenden Felsformationen.

Münster
Münster ist die Hauptstadt der Region und zeichnet sich durch historische Architektur wie etwa die Giebelgebäude auf dem Prinzipalmarkt (im Bild), jede Menge Fahrräder und ein entspanntes Flair ausFoto: Getty Images

Nordrhein-Westfalen: Schloss Türnich

Kerpen ist den meisten Deutschen wohl vor allem ein Begriff durch Michael Schumacher, der von dort stammt. Doch die Stadt bei Köln hat mit Schloss Türnich eine weitere Besonderheit. Die Anlage aus dem 18. Jahrhundert mit Herrenhaus, Schlosskapelle, Park und Barockgarten wird derzeit vom Eigentümer Graf Severin von Hoensbroch renoviert. Trotz der Arbeiten hat das Café in einem der historischen Gebäude geöffnet, zudem gibt es Führungen mit dem Grafen persönlich.

Rheinland-Pfalz: Moselregion

Angelika Pickardt: Wunderschöne Dörfer und Fachwerkstädtchen zwischen sanften Weinhügeln, imposante Burgen, bi­zar­re Sand- und Kalk­stein­fel­sen und kel­tisch-rö­mi­sche Spu­ren: Das Moselland eignet sich für einen Wochenendtrip genauso wie für einen längeren Urlaub.  Am besten man sucht sich eine Ferienwohnung oder ein Hotel in einem der Orte direkt am Fluss, zum Beispiel  in Traben-Trarbach oder Bernkastel-Cues. Von hier aus kann man wunderbar die Region mit dem Rad, auf verschiedenen Wandertouren oder bei einer Schiffstour über die Mosel erkunden.

Die sehenswerten Städte Koblenz und Trier lohnen sich ebenso für einen Ausflug wie die Burg Eltz, eine der schönsten Burganlagen Deutschlands. Und wer gerne Wein trinkt, kann überall in der Gegend edle Tropfen verkosten.

Burg Eltz
Wie ein Märchenschloss erhebt sich die Höhenburg Eltz aus dem 12. Jahrhundert aus der LandschaftFoto: dpa picture alliance

Rheinland-Pfalz: Schloss Stolzenfels

Wie ein Märchenschloss erhebt sich das Schloss Stolzenfels über dem gleichnamigen Stadtteil von Koblenz. Es gilt als herausragendstes Werk der sogenannten Rheinromantik und zählt seit 2002 zum Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Einst stand hier eine Burg, die dann 150 Jahre nach ihrer Zerstörung als Schloss wieder aufgebaut wurde. Die prächtigen Gebäude sind umgeben von einem 9 Hektar großen Landschaftspark, und der Ausblick über den Rhein ist traumhaft schön.

Schloss Stolzenfels
In der Architektur von Schloss Stolzenfels mischen sich englische Neugotik mit romantischen StilFoto: dpa Picture Alliance

Saarland: Saarpolygon

Auf dem 150 Meter hohen Plateau der Berghalde Ensdorf in der Nähe von Saarlouis steht seit dem Jahr 2016 das Saarpolygon – eine begehbare Großskulptur aus Stahl. Je nach Standort verändert sich das Erscheinungsbild der 35 Meter hohen Landmarke. Es erinnert an die 250-jährige Vergangenheit des Steinkohlebergbaus im Saarland, der seit 2012 im Saarland beendet ist.

Sachsen: Zittauer Gebirge

Als kleinstes Gebirge Deutschlands wird das Zittauer Gebirge gerne beschrieben, das immer noch zu den echten Geheimtipps zählt. Eine Möglichkeit, die Region zu erkunden, ist die Zittauer Schmalspurbahn. Seit 1890 ist diese unterwegs. Startpunkt ist der Zittauer Bahnhof, nach einer Runde um die Stadt führt die Strecke am Olbersdorfer See vorbei und weiter in den Kurort Oybin mit der sehenswerten Burg- und Klosteranlage. Auch zu Fuß lässt sich das Gebirge erkunden, zum Beispiel bei einem Spaziergang über den Butterberg oder einer Wanderung von Waltersdorf, wo sich auch das Naturparkhaus des Gebirges befindet, nach Oybin. Besonders sehenswert im Zittauer Gebirge sind die natürlichen Sandsteinformationen, die an verschiedene Tiere und Fabelwesen erinnern.

In Oybin endet die Schmalspurbahn. Die Stadt liegt spektakulär am Rande eines Berges.
In Oybin endet die Schmalspurbahn. Die Stadt liegt spektakulär am Rande eines Berges.Foto: Getty Images

Sachsen-Anhalt: Tangermünde

Die Einwohner der kleinen Stadt Tangermünde waren selbst überrascht, als diese jüngst von den TRAVELBOOK-Lesern zur schönsten Kleinstadt Deutschlands gewählt wurde. Wir finden: völlig zurecht! Nicht nur liegt Tangermünde direkt an der Elbe und hat eine bezaubernde Altstadt – nein, auch die Bewohner selbst sind überaus gastfreundlich und offen. Was es dort alles zu sehen gibt, erfahren Sie in folgendem Video:

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Schleswig-Holstein: Mölln

Larissa Königs: Sie haben Lust auf Meer, Stadt und Seen? Dann könnte diese Kleinstadt in Schleswig-Holstein das Richtige für Sie sein. Mölln passt nämlich hervorragend zu den Geheimtipps in Deutschland. Der kleine Ort liegt in der Ferienregion Herzogtum Lauenburg und wird auch Eulenspiegelstadt genannt, weil der Namensgebende Till Eulenspiegel hier seine letzten Lebensjahre verbrachte. Die kleine Stadt mit knapp 20.000 Einwohnern ist nicht nur Luftkurort, sondern seit 1970 auch anerkannter Kneipport. Rund um die Ortschaft liegt idyllische Natur, in Mölln selbst kann man die historische Altstadt mit zahlreichen traditionellen Backstein-Bauwerken, wie etwa dem Möllner Rathaus oder dem Stadthauptmannshof, erkunden.

Wer sich abkühlen will, kann das in einem der sieben Seen der Stadt tun, die alle zu der Möllner Seenplatte gehören – oder direkt zur Ostsee fahren, die nur etwa 45 Minuten mit dem Auto entfernt ist. In etwa der gleichen Zeit fährt man auch mit dem Auto nach Hamburg, die Stadt Lübeck liegt etwas näher, noch schneller ist man in der Kleinstadt Ratzeburg. An Ausflugszielen mangelt es hier also nicht!

Mölln, Schulsee
Wer nicht nur gerne im Meer, sondern auch in Seen schwimmt, kommt in Mölln voll auf seine Kosten. Der Schulsee auf dem Foto ist nur einer der sieben Seen der Möllner Seenplatte.Foto: Getty Images

Schleswig-Holstein: Eider-Treene-Sorge

Abseits der großen Touristenströme liegt im Binnenland von Schleswig-Holstein die Region Eider-Treene-Sorge. Drei Flüsse geben ihr den Namen und bilden das größte zusammenhängende Fluss- und Niederungsgebiet des nördlichsten Bundeslandes. Erkunden lässt sich die Region auf dem Rad, auf dem Pferd oder auf dem Kanu. Die Wege führen durch Moore, Wälder, es geht vorbei an Reetdachhäusern, alten Kirchen und zahlreichen Museen.

Thüringen: Eichsfeld

Statt Rostbratwurst gibt es hier Eichsfelder Feldgieker und Stracke. Daneben locken Wanderwege, Dörfer und barocke Kapellen. Das Eichsfeld ist Thüringen, aber doch etwas anders. So empfinden sich die Bewohner der Region im Nordwesten des Bundeslandes vor allem als Eichsfelder und weniger als Thüringer. Die meisten Menschen hier sind katholisch – und waren es auch zu Zeiten der DDR. Kruzifixe an Wegen und auf Berggipfeln zeugen davon. Bekannt ist die Region für große kirchliche Prozessionen, zum Beispiel am Palmsonntag in Heilbad Heiligenstadt. Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Entlang des sogenannten Grünen Bandes können Wanderer eine besondere Flora und Fauna entdecken.

Eichsfeld Thüringen
Das Eichsfeld ist Thüringen, aber etwas anders als andere Regionen in dem Bundesland: Vor allem entlang des sogenannten Grünen Bandes gibt es für Wanderer eine besondere Flora und Fauna zu entdeckenFoto: dpa Picture Alliance

Die Geheimtipps in Deutschland auf der Karte

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