Urlaub in der Heimat

16 Geheimtipps für Deutschland – einer für jedes Bundesland!

Schloss Stolzenfels
Zwar ist es viel kleiner, optisch kann Schloss Stolzenfels in Rheinland-Pfalz es aber durchaus mit dem berühmten Schloss Neuschwanstein aufnehmen
Foto: dpa Picture Alliance

Wer an einem neuen Ort Urlaub macht, fährt oft zu den Sehenswürdigkeiten, die jeder kennt. Dabei gibt es viele Orte und Regionen zwischen Ostsee und Alpen, die noch echte Geheimtipps sind. Lassen Sie sich inspirieren!

Deutschland liegt auch unter den eigenen Einwohnern als Reiseziel hoch im Kurs: 27 Prozent verbringen ihren Urlaub in der Heimat, die wie neuesten Zahlen der Reiseanalyse des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR) zeigen, die im März bei der Reisemesse ITB vorgestellt wurden. Unter den Inlandszielen liegt Mecklenburg-Vorpommern mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent vorn, zweitbeliebtestes Bundesland ist Bayern mit 4,7 Prozent. Aber auch die übrigen 14 Bundesländer haben alle eine Menge zu bieten.

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Baden-Württemberg: Oberlauf der Donau

Die Donau als zweitlängsten europäischen Strom kennt fast jeder. Doch wahrscheinlich die wenigsten kennen die wilde Seite des Flusses in Baden-Württemberg. Von der Quellregion im Schwarzwald bahnt sich der junge Fluss seinen Weg am Südrand der Schwäbischen Alb entlang, wo sich das Donautal mit hoch aufragenden Kalkfelsen und dem schmalen Flussbett bildete. Spannend für Urlauber kann auch die Suche nach den Anfängen des Flusses sein. „Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg“, sagt der Volksmund. Doch auch die Bregquelle bei Furtwangen und die Quelle des Donaubachs in Donaueschingen werden als Anfänge des Flusses diskutiert. Interessant ist auch ein Naturphänomen einige Kilometer weiter: die Donauversickerung bei Tuttlingen. An etwa 150 Tagen im Jahr versinkt hier die Donau komplett im Flussbett und gelangt über ein unterirdisches Karstwassersystem in den sogenannten Aachtopf.

Donau Oberlauf

Durch hoch aufragende Kalkfelsen bahnt sich die Donau an ihrem Oberlauf in Baden-Württemberg ihren Weg
Foto: Getty Images

Bayern: Glasparadies

Wer sich für die Kunst der Glasbläserei interessiert, kann nach Venedig fahren – oder in den bayerischen Kurort Bodenmais. Dort befindet sich das Joska Glasparadies, wo man auf 70.000 Quadratmetern den Glaskünstlern über die Schultern schauen oder sich selbst als Glasbläser versuchen kann. Außerdem gibt es auf dem Anwesen in paradiesischer Gartenlandschaft allerlei Glaskunst zu bestaunen, darunter auch einige Weltrekorde, wie etwa das größte Weißbierglas der Welt. Ein Ausflug nach Bodenmais lohnt sich außerdem wegen der traumhaften Umgebung, denn der Kurort liegt mitten im Bayerischen Wald mit seiner unvergleichlichen Natur.

Brandenburg: Uckerseen

Mehr als 3000 Seen gibt es in Brandenburg. Der Unteruckersee bei Prenzlau ist mit sieben Kilometern Länge einer der größten. Mit dem Oberucker- und dem Potzlower See bildet er eine Art Seen-Trio. Unter- und Oberuckersee sind durch den Ucker-Kanal verbunden. Per Boot durchquert man hier eines der größten zusammenhängenden Schilfgebiete Deutschlands. Die Seen lassen sich besonders gut erkunden per Kanu und in einer Kombination aus Fahrradtour und dem Fahrgastschiff „Onkel Albert“, das in Warnitz ablegt.

Uckerseen

Etwa 3000 Seen gibt es in Brandenburg – vor allem Ruhe bieten die Uckerseen
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Berlin: Buddhistisches Haus

In Frohnau im Norden der Stadt liegt der laut Visit Berlin älteste buddhistische Tempel Europas. Der Arzt und Schriftsteller Paul Dahlke hat ihn von 1922 bis 1924 für die von ihm gegründete Buddhistische Gemeinde errichtet. Besucher betreten das Gelände durch das Elefantentor. 73 Stufen über acht Treppenabsätze sind zu passieren, die den achtfachen Weg Buddhas zur Erlösung symbolisieren. Zu sehen sind der Tempel, die angeschlossene Bibliothek und der Garten täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Auch Meditationskurse, Führungen und Vorträge werden angeboten.

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On my last day in Berlin, after dealing with the pick-up of the boxes with my possessions by the transport company, I went to the Buddhist House. It is the oldest and largest Theravada Buddhist centre in Europe and it is located just 3 minutes from my parents' house. I felt the need to sit there in peace and while not exactly meditate, as I'm not a fan of the style of meditation favoured by Theravada Buddhist followers, simply reflect on the changes happening in my life. Never in my life have I felt how I feel now: that I am making right decisions, that everything falls into place, that one must experience sorrow, disappointment and frustration in order to see everything with such clarity as I see now and to be so overwhelmed by pure love and joy. I reminisced about my life-changing journey in Himachal Pradesh a few years ago, how the most winding and dangerous roads finally straightened and rewarded the patient and brave traveller (myself) with clear and breathtaking vistas. I have never been as happy and as complete, as in peace with myself, as I am now. Life is a magnificent journey and I am so thankful for everything which led to where I am and who I am. ❤️ Tomorrow I will be home.

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Bremen: Sternstunden

Gemessen an der Einwohnerzahl, hat Bremen in Deutschland die höchste Beschäftigungsdichte in der Luft- und Raumfahrt. In mehr als 140 Betrieben und rund 20 Forschungseinrichtungen arbeiten laut der Bremer Touristik-Zentrale etwa 12.000 Menschen. Unter anderem gibt es Führungen bei Airbus, wo das Columbus-Modul der Raumstation ISS entstand. In einem Nachbau erfahren Besucher Wissenswertes über das Leben im All. Für Besucher geöffnet haben auch der Fallturm im Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation, wo mit Schwerelosigkeit experimentiert wird, und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Der Fallturm in Bremen wird unter anderem für Experimente in der Schwerelosigkeit genutzt

Der Fallturm in Bremen wird unter anderem für Experimente in der Schwerelosigkeit genutzt
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Hamburg: Ottensen

Viele Hamburger nennen den Altonaer Stadtteil Ottensen noch immer „Dorf“. Die Ursprünge gehen in der Tat auf ein holsteinisches Dorf zurück, damals mit dem Namen Ottenhusen. Heute ist Ottensen eines der lebendigsten Viertel Hamburgs mit einer Kneipen- und Restaurantszene, die sich sehen lassen kann. Kultureller Höhepunkt im Jahr ist das Kultur- und Straßenfest Altonale. „Die Fabrik“ dient seit 1971 als Kulturzentrum und wurde unter anderem durch Otto Waalkes, Inga Rumpf und Udo Lindenberg bekannt. Fünf Theater gibt es im Stadtteil und mit dem „Zeise“ eines der schönsten Kinos.

Hessen: Warzenbeißer Kunstweg

Im Nationalpark Kellerwald-Edersee steht die Natur an erster Stelle. Doch auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Zehn sogenannte Land-Art-Objekte bilden den Warzenbeißer Kunstweg. Sie sind in die natürliche Umgebung entlang der Bloßenberg-Route integriert. Einige Objekte sind dauerhaft, andere sollen sich mit der Zeit langsam auflösen. Der Warzenbeißer ist eine Heuschreckenart, die in vielen Teilen Deutschlands bereits ausgestorben ist, im Nationalpark aber einen Lebensraum findet.

Blick über den schönen Edersee

Blick über den schönen Edersee im Nationalpark Kellerwald-Edersee
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Mecklenburg-Vorpommern: Schweriner See

Wie heißt Norddeutschlands zweitgrößter See? Auf den Schweriner See würden wahrscheinlich nicht viele Menschen tippen – wenn sie ihn denn überhaupt kennen. 61,54 Quadratkilometer misst er, und seit 2000 ist er ein europäisches Vogelschutzgebiet. Erkunden lässt er sich mit Booten aller Art, außerdem gibt es Fahrrad-, Reit- und Wanderwege. Ein besonderes Ausflugsziel ist, neben dem berühmten Schweriner Schloss, Schloss Wiligrad. Am Ende des 19. Jahrhunderts am Steilufer errichtet, liegt es in einer außergewöhnlichen Gartenlandschaft. In der DDR diente das Schloss als Parteischule und später als Ausbildungsstätte der Polizei. Im Park entstanden Schießstände und Bunkerhügel. Heute finden im Schloss Kunstveranstaltungen statt.

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Niedersachsen: Wendland

Den meisten Menschen in Deutschland ist das Wendland wahrscheinlich vor allem durch Gorleben und den Protest gegen das Atommülllager bekannt. Die Region hat aber auch andere, für Urlauber interessante Dinge zu bieten. Allen voran sind das die Rundlingsdörfer. Von einst Tausenden in Norddeutschland sind noch 95 erhalten – alle liegen im Wendland. Daneben ist die Region bekannt für Kunst und Kultur, zum Beispiel mit der kulturellen Landpartie, die jedes Jahr an rund 100 Orten 1000 Veranstaltungen umfasst. Wer nach Natur und Ruhe sucht, kommt im Naturpark Elbhöhen-Wendland, im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue oder in der Nemitzer Heide auf seine Kosten.

Fachwerkhäuser in Satemin, einem typischen Rundlingsdorf im Wendland

Fachwerkhäuser in Satemin, einem typischen Rundlingsdorf im Wendland
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Nordrhein-Westfalen: Schloss Türnich

Kerpen ist den meisten Deutschen wohl vor allem ein Begriff durch Michael Schumacher, der von dort stammt. Doch die Stadt bei Köln hat mit Schloss Türnich eine weitere Besonderheit. Die Anlage aus dem 18. Jahrhundert mit Herrenhaus, Schlosskapelle, Park und Barockgarten wird derzeit vom Eigentümer Graf Severin von Hoensbroch renoviert. Trotz der Arbeiten hat das Café in einem der historischen Gebäude geöffnet, zudem gibt es Führungen mit dem Grafen persönlich.

Rheinland-Pfalz: Schloss Stolzenfels

Wie ein Märchenschloss erhebt sich das Schloss Stolzenfels über dem gleichnamigen Stadtteil von Koblenz. Es gilt als herausragendstes Werk der so genannten Rheinromantik und zählt seit 2002 zum Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Einst stand hier eine Burg, die dann 150 Jahre nach ihrer Zerstörung als Schloss wieder aufgebaut wurde. Die prächtigen Gebäude sind umgeben von einem 9 Hektar großen Landschaftspark, und der Ausblick über den Rhein ist traumhaft schön.

Schloss Stolzenfels

In der Architektur von Schloss Stolzenfels mischen sich englische Neugotik mit romantischen Stil
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Saarland: Saarpolygon

Auf dem 150 Meter hohen Plateau der Berghalde Ensdorf in der Nähe von Saarlouis steht seit dem Jahr 2016 das Saarpolygon – eine begehbare Großskulptur aus Stahl. Je nach Standort verändert sich das Erscheinungsbild der 35 Meter hohen Landmarke. Es erinnert an die 250-jährige Vergangenheit des Steinkohlebergbaus im Saarland, der seit 2012 im Saarland beendet ist.

Sachsen: Zittauer Gebirge

Als kleinstes Gebirge Deutschlands wird das Zittauer Gebirge gerne beschrieben. Eine Möglichkeit, die Region zu erkunden, ist die Zittauer Schmalspurbahn. Seit 1890 ist diese unterwegs. Startpunkt ist der Zittauer Bahnhof, nach einer Runde um die Stadt führt die Strecke am Olbersdorfer See vorbei und weiter in den Kurort Oybin mit der sehenswerten Burg- und Klosteranlage. Auch zu Fuß lässt sich das Gebirge erkunden, zum Beispiel bei einem Spaziergang über den Butterberg oder einer Wanderung von Waltersdorf, wo sich auch das Naturparkhaus des Gebirges befindet, nach Oybin. Besonders sehenswert im Zittauer Gebirge sind die natürlichen Sandsteinformationen, die an verschiedene Tiere und Fabelwesen erinnern.

Oybin

In Oybin endet die Schmalspurbahn. Die Stadt liegt spektakulär am Rande eines Berges.
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Sachsen-Anhalt: Tangermünde

Die Einwohner der kleinen Stadt Tangermünde waren selbst überrascht, als diese jüngst von den TRAVELBOOK-Lesern zur schönsten Kleinstadt Deutschlands gewählt wurde. Wir finden: völlig zurecht! Nicht nur liegt Tangermünde direkt an der Elbe und hat eine bezaubernde Altstadt – nein, auch die Bewohner selbst sind überaus gastfreundlich und offen. Was es dort alles zu sehen gibt, erfahren Sie in folgendem Video:

 

Schleswig-Holstein: Eider-Treene-Sorge

Abseits der großen Touristenströme liegt im Binnenland von Schleswig-Holstein die Region Eider-Treene-Sorge. Drei Flüsse geben ihr den Namen und bilden das größte zusammenhängende Fluss- und Niederungsgebiet des nördlichsten Bundeslandes. Erkunden lässt sich die Region auf dem Rad, auf dem Pferd oder auf dem Kanu. Die Wege führen durch Moore, Wälder, es geht vorbei an Reetdachhäusern, alten Kirchen und zahlreichen Museen.

Thüringen: Eichsfeld

Statt Rostbratwurst gibt es hier Eichsfelder Feldgieker und Stracke. Daneben locken Wanderwege, Dörfer und barocke Kapellen. Das Eichsfeld ist Thüringen, aber doch etwas anders. So empfinden sich die Bewohner der Region im Nordwesten des Bundeslandes vor allem als Eichsfelder und weniger als Thüringer. Die meisten Menschen hier sind katholisch – und waren es auch zu Zeiten der DDR. Kruzifixe an Wegen und auf Berggipfeln zeugen davon. Bekannt ist die Region für große kirchliche Prozessionen, zum Beispiel am Palmsonntag in Heilbad Heiligenstadt. Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Entlang des sogenannten Grünen Bandes können Wanderer eine besondere Flora und Fauna entdecken.

Eichsfeld Thüringen

Das Eichsfeld ist Thüringen, aber etwas anders als andere Regionen in dem Bundesland: Vor allem entlang des sogenannten Grünen Bandes gibt es für Wanderer eine besondere Flora und Fauna zu entdecken
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