17. Dezember 2025, 14:59 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wer künftig nach Rom reist und den berühmten Trevi-Brunnen aus nächster Nähe sehen möchte, muss dafür bald zahlen. Wie auch andere Touristenhochburgen reagiert die Stadt Rom auf den großen Besucherandrang und führt eine Gebühr für die beliebte Sehenswürdigkeit ein. TRAVELBOOK verrät, ab wann sie gilt und was Sie dabei beachten müssen.
Der Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi) liegt mitten im historischen Zentrum Roms und gehört wohl zu den hübschesten Wahrzeichen der Stadt. Erbaut aus demselben Gestein wie das Kolosseum, zieht der Brunnen täglich Scharen an Touristen an. Eine besonders beliebte Tradition ist auch, eine Münze in das Wasserbecken des Brunnens zu werfen – die Legende sagt unter anderem eine baldige Rückkehr nach Rom vorher, wenn man die Münze hineingeworfen hat. Wer dies ab nächstem Jahr versuchen möchte, muss allerdings den Geldbeutel bereit halten.
Eintrittsgebühr für berühmten Brunnen
Ab dem 7. Januar 2026 wird für den Besuch des Trevi-Brunnens eine Eintrittsgebühr von zwei Euro fällig. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadtverwaltung über Einschränkungen nachgedacht (TRAVELBOOK berichtete) – vor allem der überfüllte Vorplatz rund um das Monument stand immer wieder in der Kritik. Auch ein erhöhter Steg, der den Brunnen besser schützen sollte, sorgte in der Vergangenheit für Diskussionen. Und auch in diesem Jahr, dem „heiligen Jahr“ der katholischen Kirche, rechnete die Stadt bereits mit noch mehr Besuchern und sieht sich nun zum Handeln gezwungen.
Um die Menschenmengen zu kontrollieren und das Wahrzeichen zu schützen, wurde bereits im Dezember die erste Regelung eingeführt: Seitdem dürfen sich nur noch maximal 400 Personen gleichzeitig im Bereich vor dem Brunnen aufhalten, wie die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtet. Nun steht auch der Starttermin für die neue Touristengebühr fest. Wer den Brunnen aus der Nähe betrachten möchte, muss zahlen – Einheimische bleiben davon allerdings ausgenommen. Zwei getrennte Zugänge sollen den Ablauf künftig regeln.
Beschränkungen auch in weiteren Städten
Dass beliebte Urlauber-Hotspots nach und nach mit Einschränkungen auf die Touristenmassen reagieren, ist längst nichts Neues. Auch Venedig erhebt seit 2024 eine Gebühr für Tagesbesucher – ab 2026 soll sie an insgesamt 60 Tagen zwischen April und Ende Juli fällig werden. Schon jetzt hat die Stadt dadurch 5,4 Millionen Euro eingenommen. In Barcelona wiederum sind etwa der Park Güell und die Sagrada Família nur über zeitlich gestaffelte Zutritte erreichbar. Und in Dubrovnik gilt zusätzlich eine Obergrenze für Kreuzfahrttouristen, um die historische Altstadt zu entlasten.

