21. September 2025, 7:05 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Seit vergangenem Jahr erhebt Venedig eine Gebühr für Tagesbesucher, die die Lagunenstadt und ihre vielen Sehenswürdigkeiten besichtigen wollen. Nun wird die umstrittene Regelung erneut verschärft.
Ab 2026 verlangt die Lagunenstadt von Kurzurlaubern an insgesamt 60 Tagen Geld, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Zeitraum erstreckt sich vom 3. April bis zum 26. Juli 2026. Damit geht das System bereits in die dritte Saison und wird nochmals ausgeweitet, wie BILD berichtet.
Erhöht sich die Gebühr für Venedig 2026?
In diesem Jahr mussten Besucher je nach Datum zwischen fünf und zehn Euro zahlen, wenn sie nur für ein paar Stunden durch die Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke schlenderten. Für 2026 steht die genaue Höhe des Eintrittspreises noch nicht fest – Beobachter rechnen jedoch mit einem Anstieg.
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Millionen-Einnahmen durch Tagestouristen
2024 wurden an 29 Tagen Gebühren erhoben, 2025 stieg die Zahl auf 54, 2026 dann auf 60. Im laufenden Jahr registrierte Venedig mehr als 720.000 Tagesgäste, wodurch etwa 5,4 Millionen Euro in die Stadtkasse flossen. Allerdings fanden viele Besucher Wege, die Abgabe – contributo di accesso – zu umgehen. Offiziell gilt das System weiterhin als Test. Ziel der Maßnahme ist es, den Massentourismus zu regulieren.
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Gebühr für Venedig-Touristen erhält viel Kritik
Ob die Eintrittsgebühr tatsächlich wirkt, ist umstritten. Kritiker verweisen darauf, dass sich kaum jemand von den zusätzlichen Kosten abhalten lasse, die Stadt zu besuchen. Venedig sei ohnehin teuer: Ein Cappuccino am Markusplatz kann bis zu 17 Euro kosten.
Kaum noch Einwohner im Zentrum
Im historischen Zentrum leben inzwischen nur noch rund 50.000 Menschen – weniger, als es Hotelbetten gibt. Für Übernachtungsgäste fällt die Tagesgebühr nicht an, sie müssen jedoch die Übernachtungssteuer entrichten.