11. Januar 2026, 7:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wer von Schnee und Eis im Winter nicht genug bekommt, sollte einmal die Schellenberger Eishöhle besuchen. Sie ist Deutschlands einzige Schaueishöhle und liegt ganz im Süden des Landes. TRAVELBOOK verrät, was sie so besonders macht und wie man sie erkunden kann.
Eishöhle in den Berchtesgadener Alpen
Die Schellenberger Eishöhle liegt auf 1570 Metern über dem Meer in den Berchtesgadener Alpen. Die faszinierenden Eisformationen befinden sich tief im Inneren des Untersbergs. Sie gilt als größte Eishöhle Deutschlands und ist zudem die einzig erschlossene Eisschauhöhle. Ihre Eisdecke hat eine Dicke von bis zu 30 Metern auf einer Fläche von etwa 60.000 Quadratmetern.
Was so unglaublich klingt, wird bereits seit 1925 der Öffentlichkeit präsentiert – 1826 wurde die Schellenberger Eishöhle erstmals schriftlich erwähnt und dann ab 1874 erforscht. Inzwischen wurden mehr als 3,6 Kilometer erforscht – 500 Meter davon können im Rahmen einer Führung erkundet werden.
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Kein Besuch gleicht dem anderen
Wer jetzt Lust auf diese einzigartige Höhle in Deutschland bekommen hat, der muss wissen, dass sie nicht auf eigene Faust erkundet werden darf. Lediglich mit einer Führung kommt man in die Höhle. Dabei wird einem erklärt, wie sie entstanden ist und wie über die Jahre alles immer mehr erforscht wurde. Grubenlampen weisen einem den Weg und ermöglichen einen Blick auf das Eis.
Die Höhle selbst bietet noch eine Besonderheit für alle, die sie bereits einmal besucht haben. „Das Eis verändert sich im Laufe des Jahres. Sie werden daher bei jedem Besuch eine ‚neue‘ Eishöhle vorfinden“, erklärt Helfried Unterberger vom Verein für Höhlenkunde Schellenberg auf TRAVELBOOK-Anfrage. Im vergangenen Jahr feierte der Verein sein Jubiläum: Seit nunmehr 100 Jahren ist er für die Instandhaltung der Schellenberger Eishöhle verantwortlich.
Schellenberger Eishöhle nur zu Fuß erreichbar
Die Schellenberger Eishöhle hat von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet – abhängig von der Schneelage, erklärt Helfried Unterberger. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Höhle zu erreichen – allerdings jeweils nur zu Fuß. Wer Bergerfahrung hat, erreicht von Marktschellenberg aus in etwa zweieinhalb bis drei Stunden die Eishöhle. Alternativ gibt es auch die Untersberg-Seilbahn. Allerdings muss man auch hier noch eine kleine Wanderung von etwa zweieinhalb Stunden einplanen.
An der Eishöhle angekommen, sollte man auch noch die Temperaturen beachten. Während es draußen eventuell schon frühlingshaft ist, herrschen in der Höhle Werte um den Gefrierpunkt.