1. April 2026, 14:57 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Traditionell startet die Spargelsaison in Deutschland am 1. April – in diesem Jahr also pünktlich zu Ostern. Die perfekte Gelegenheit für ein ausgiebiges Spargelessen mit Familie oder Freunden, ob im eigenen Garten oder ganz entspannt beim Buffet auf einem Hof.
Übersicht
Wer dabei auf Qualität setzt, ist längst nicht mehr nur auf den Wochenmarkt angewiesen. In ganz Deutschland haben sich zahlreiche Betriebe auf das Edelgemüse spezialisiert und bieten weit mehr als nur frischen Spargel. Viele Höfe verbinden Anbau, Gastronomie und Erlebnis: vom großen Ausflugsziel mit Biergarten und Freizeitangeboten bis zum traditionsreichen Familienbetrieb mit Hofladen und Selbstpflückfeldern.
TRAVELBOOK stellt sechs besonders schöne Spargelhöfe vor, quer durch Deutschland, mit ganz unterschiedlichen Konzepten, aber immer mit Fokus auf frische Ernte und besonderen Genuss.
Spargelhof Klaistow (Brandenburg)
Der Spargelhof Klaistow ist weit mehr als nur ein klassischer Erzeugerbetrieb. Er versteht sich als echter Erlebnishof. Neben Attraktionen wie Reifen-Rodelbahn, Riesenrad und Kletterwald kommt hier auch der Spargelgenuss nicht zu kurz. Der Beelitzer Spargel wird frisch von den umliegenden Feldern geerntet und direkt vor Ort verkauft oder im Hofladen zu saisonalen Spezialitäten verarbeitet.
Zum Sortiment zählen auch ungewöhnliche Produkte wie Spargel-Sahne-Likör, Spargelbier, Spargelsenf oder Spargelnudeln. Wer den Spargel lieber direkt genießen möchte, kann im Selbstbedienungsrestaurant „Scheunenküche“ oder im urigen Hofrestaurant einkehren. Ein besonderes Highlight ist das Spargelbuffet, als All-you-can-eat in der Spargel-Edition, das mehrmals wöchentlich angeboten wird.
Vielfruchthof Domstiftsgut Mötzow (Brandenburg)
Das historische Domstiftsgut Mötzow wurde aufwendig umgestaltet und ist heute ein großer, für Besucher zugänglicher Erlebnis- und Genusshof. Herzstück ist das große Areal mit Hofcafé, zwei Restaurants und einem großzügigen Biergarten im Innenhof, der zugleich als Veranstaltungsfläche dient.
Kulinarisch haben Gäste die Wahl zwischen dem Buffetrestaurant „Lämmerstall“ und dem À-la-carte-Restaurant „Schafstall“. Im Hofladen, untergebracht im ehemaligen Pferdestall, gibt es alles für das perfekte Spargelessen: darunter frisch geernteten und sogar bereits geschälten Spargel, selbstverständlich aus eigenem Anbau.
Spargelhof Hay (Schleswig-Holstein)
Der Spargelhof Hay ist ein echter Familienbetrieb mit langer Tradition: Seit rund 300 Jahren wird hier Landwirtschaft betrieben. Der Spargel wächst in den fruchtbaren Böden Ostholsteins und wird täglich frisch geerntet, direkt zum Hof gebracht, dort gekühlt, sortiert und anschließend im Hofladen verkauft. Wer nicht direkt zum Hof fahren möchte, kann den Spargel auch an mehreren Verkaufsständen in der Umgebung kaufen.
Im Sortiment finden sich verschiedene Spargelsorten, darunter auch grüner und violetter Spargel. Dazu kommen Kartoffeln und Erdbeeren aus eigenem Anbau sowie weitere regionale Produkte. Ein Pluspunkt: Im Hofladen gibt es einen kostenlosen Schälservice, der Spargel wird auf Wunsch direkt vor Ort vorbereitet. Außerdem stammen viele weitere Produkte aus eigener Herstellung, darunter Eier, Wildfleisch aus eigenem Revier sowie Gänse und Karpfen aus eigener Haltung.
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Spargelhof Grewing (Nordrhein-Westfalen)
Ganz nach dem Motto „Wir sind verrückt nach Spargel“ arbeitet der Familienbetrieb des Spargelhof Grewing an Anbau und Verkauf in möglichst hoher Qualität. Auf dem Hof erwartet Besucher im „Schlemmerzelt“ eine Mischung aus Biergarten und Restaurant, in dem regelmäßig Spargelbuffets in entspannter Atmosphäre angeboten werden. Für Kinder gibt es zudem Spielmöglichkeiten direkt auf dem Gelände.
Dank der Lage an der Spargelroute eignet sich der Hof auch ideal als Zwischenstopp bei einer Fahrradtour. Im Hofladen gibt es frischen Spargel sowie weitere regionale Produkte. Wer tiefer in die Welt des Spargels eintauchen möchte, kann an geführten Spargeltouren teilnehmen – inklusive Feldbesichtigung, selbst Spargel stechen und spannenden Einblicken in die Produktion.
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Spargelhof Schulte-Scherlebeck (Nordrhein-Westfalen)
Beim Spargelhof Schulte-Scherlebeck zeigt sich schnell, wie beliebt die Adresse ist: Das Spargelbuffet ist bereits für die gesamte Saison 2026 schon jetzt ausgebucht. Der traditionsreiche Familienbetrieb baut neben Spargel auch verschiedene Obstsorten an und setzt auf eigene Produkte aus regionalem Anbau.
Im großen Hofladen gibt es neben frischem Spargel viele weitere Erzeugnisse direkt vom Hof. Eine eigene Backstube sorgt täglich für frische Backwaren. Besonders schön ist das Sommercafé im Garten, das bei Kaffee und Kuchen zum Verweilen einlädt. Am Wochenende gibt es zusätzlich einen Flammkuchenwagen, und wer selbst aktiv werden möchte, kann bis zum 24. Juni Spargel direkt auf dem Feld selbst stechen.
Obst & Spargelhof Wurth (Baden-Württemberg)
Der Obst- und Spargelhof Wurth ist ein Familienbetrieb in dritter Generation und verbindet klassischen Anbau mit gemütlicher Hofatmosphäre. Vom ausgewogenen, milden Klima des Nordschwarzwaldes profitieren neben den Obstwiesen mit Kirschen und Äpfeln auch die Spargel- und Erdbeerfelder.
Im eigenen Hofladen gibt es daher frisches Gemüse, Spargel und eine Auswahl an regionalen Produkten. Auch das Hofcafé ist sehr einladend: Hier werden Frühstück, hausgemachte Kuchen und selbst gebackenes Brot serviert. Ebenso stehen eigene Schorlen und weitere Getränke auf der Karte.
Ein schöner Extra-Tipp: Vom Hof aus lässt sich die badische Spargelstraße erkunden – etwa mit einem Abstecher nach Bruchsal, wo Europas größter Spargelmarkt stattfindet.