4. Februar 2026, 16:33 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
„Berlin“, „U-Bahn“ und „schön“ sind drei Wörter, die sonst selten in einem Zug genannt werden. Aber zwischen den teils verschmutzten und stinkenden Haltestellen der Stadt liegen echte Untergrund-Schönheiten. TRAVELBOOK hat die 6 schönsten U-Bahn-Stationen Berlins gesammelt.
1. Heidelberger Platz
Mehr wie eine Kathedrale als wie ein Bahnhof wirkt diese Station mit ihren geschwungenen Steinkuppeln und -Säulen (siehe großes Foto oben). Die tiefe Lage der Station begünstigte dabei den einzigartigen, prunkvollen Bau. Und die teuren Verzierungen, die früher als Symbol des Reichtums entworfen wurden, bieten heute eine nette Abwechselung zu Dreck und Enge anderer Haltestellen.
2. Museumsinsel
Unter dem Spreekanal liegt im wahrsten Sinne des Wortes ein weiteres Highlight der Berliner U-Bahn-Stationen: Allein der graue Granit mit eingelassenen Lampen und der glatte Fußboden vermitteln am Bahnhof Museumsinsel eine moderne Schönheit. Das wahre Highlight der Station liegt aber über den Schienen: Ein künstlicher Sternenhimmel verzaubert die Besucher mit 6662 kleinen Lichtpunkten. Angelehnt ist der Blickfang an ein Bühnenbild zu Mozarts Zauberflöte, berichtet die BVG.
3. Paulsternstraße
Die unverwechselbare Station liegt auf der Linie der U7: Die auffällige Pop-Art und die charakteristischen Baumpfeiler zieren die gesamte Station und machen sie zu einem der schönsten Bahnhöfe der Hauptstadt. Laut dem Landesdenkmalamt Berlin sollen die Kunstwerke an den Wänden des Bahnhofs eine nächtliche Kutschfahrt von Berlin nach Spandau darstellen. Beide Orte waren bis 1920 eigenständige Städte.
4. Konstanzer Strasse
Ebenfalls an der U7 liegt diese Schönheit aus Mosaiksteinchen. Rote, schwarze und weiße Balken repräsentieren das Wappen der Stadt Konstanz. Dazwischen symbolisieren gelbe Balken laut berlin.de die Geschwindigkeit der Bahn. Wie den U-Bahnhof Paulsternstraße plante diesen Bahnhof der Architekt Rainer G. Rümmler. Die Berliner U-Bahn-Stationen gelten als sein Hauptwerk, und das zurecht: Die kunstvolle Gestaltung zaubert noch heute ein wenig mehr Farbe in den Untergrund der Stadt.
5. Paracelsus-Bad
Ganz in Weiß gefliest, mit Mosaiksäulen und Dachgitter ist diese Station einer Therme, wie dem namensgebenden Bad, nachempfunden. Auch die thematisch passenden Wandbilder, die Säulen einer römischen Badeanstalt darstellen, tragen zur Atmosphäre bei. Ein besonderes architektonisches Highlight sind die tropfsteinähnlichen Lampen. Sie bringen in Kombination mit dem Weiß eine angenehme Helligkeit in die gesamte Station.
Die U-Bahn-Station Bockenheimer Warte und ihr ungewöhnlicher Eingang
Mit Routenkarten! Die perfekte Sightseeing-Tour für den ersten Berlin-Besuch
6. Fehrbelliner Platz
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Bahnhofsteil der U3, der bereits vor über 100 Jahren errichtet wurde. Die altmodische, reich verzierte Station mit den rotbraunen Säulen und Ornamenten ist aber nur ein Highlight des Bahnhofs: Ebenso sehenswert ist das ganz mit roten Mosaikfliesen bedeckte Bahnhofsgebäude, im Volksmund liebevoll „Bohrinsel“ genannt.
Stadttour mal anders
TRAVELBOOK hat eine Route zusammengestellt, auf der man alle der schönsten Stationen besuchen kann:
Paulsternstraße > U7 Richtung Rudow > Konstanzer Straße > U7 Richtung Rudow > Fehrbelliner Platz (Umstieg) > U3 Richtung Warschauer Straße > Heidelberger Platz > U3 Richtung Warschauer Straße > Kottbusser Tor (Umstieg) > U8 Richtung Wittenau > Paracelsus-Bad > U8 Richtung Hermannstraße > Alexanderplatz (Umstieg) > U5 Richtung Hauptbahnhof > Museumsinsel
Wenn Sie sich an jeder Station 10 Minuten Zeit nehmen, um die Bahnsteige zu besichtigen, sollten sie eine Fahrtzeit von ungefähr 3 Stunden einplanen.