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Harz: Tipps für Wernigerode und Quedlinburg

Natur pur

Die besten Tipps für einen Urlaub im Harz – inklusive Wernigerode und Quedlinburg!

Sehenswürdigkeiten im Harz: Wernigerode und Quedlinburg
Der Brocken ist der höchste Berg im HarzFoto: Getty Images

Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands – und hat mit Wernigerode und Quedlinburg echte Sehenswürdigkeiten auf Lager. Für viele klingen die beiden Städte in Sachsen-Anhalt vielleicht wenig attraktiv. Sie haben aber mehr zu bieten, als viele meinen. TRAVELBOOK hat die besten Tipps.

Die meisten Menschen verbinden den Harz wohl vor allem mit dem Brocken. Der mit rund 1141 Metern höchste Berg des Mittelgebirges ist schon von Weitem zu sehen. Dabei ist der Berg nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten im Harz: Wernigerode und Quedlinburg sind genauso einen Besuch wert.

Der Harz ist immer gut für ein Abenteuer. Sei es, weil man sich auf neue Wanderrouten begibt, wild campt oder mit dem Mountainbike die Natur unsicher macht. Was Sie sonst noch erleben können, lesen Sie hier.

Tipps und Inspirationen aus diesem Artikel gibt es in der folgenden Podcast-Folge von „In 5 Minuten um die Welt“ auch zum Hören

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Sehenswürdigkeiten im Harz: Wernigerode und Quedlinburg

Abgesehen von der Tatsache, dass Sie in der Region ideale Voraussetzungen für ein Digital-Detox vorfinden, sind die vielen mittelalterlichen Städte in der Harzregion ein absolutes Highlight. Nirgendwo sonst sieht man so viele alte Fachwerkhäuser auf einem Fleck und bekommt einen Eindruck davon, wie eine typische deutsche Stadt vor dem Zweiten Weltkrieg ausgesehen haben muss.

Die schönste von ihnen ist auf jeden Fall Quedlinburg. Die 23.341-Einwohner-Stadt in Sachsen-Anhalt ist seit 1994 aufgrund ihres mittelalterlichen Stadtteils sogar UNESCO-Weltkulturerbe. Kein Wunder, dass die Stadt schon oft als Filmkulisse diente.  

Mühlgraben in Quedlinburg
In Quedlinburg kann man sich in etwa vorstellen, wie eine deutsche Stadt im Mittelalter aussahFoto: Getty Images

Der beste Ort für Ihr Hotel oder Ihre Ferienwohnung ist aber ohne Frage Wernigerode. Die 35.000-Einwohner-Stadt ist, ähnlich wie Quedlinburg, voll mit Fachwerkhäusern und hat sogar ein eigenes Schloss.

Wer Wandern gehen und Attraktionen in der Gegend wie Freibäder, Sommerrodelbahnen und Co. ausprobieren möchte, kommt hier gut von A nach B. In Wernigerode finden über das ganze Jahr verteilt außerdem viele kleine Kulturfestivals und Märkte statt.  

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Das wohl kurioseste Café im Harz finden Sie in Wernigerode

Auf der Stadtkarte von Wernigerode wird das „Harzer Baumkuchenhaus“ als touristisches Highlights aufgezählt. Zu Recht! Denn es macht seinem Namen alle Ehre: Das Gebäude hat die Form zweier riesiger Baumkuchen und befindet sich in einem Gewerbegebiet von Wernigerode.

In den Bäumen rund um das Café hängen Baumkuchenanhänger, es gibt Baumkuchen mit Eis, mit Aprikosen-, Marzipan- und Nougatfüllung, einstöckig, zweistöckig, mit oder ohne Schokoladenglasur. Der Harzer Baumkuchen dort ist super fluffig, und wenn Sie über ausgefallene Architektur lachen wollen: nichts wie hin! 

Baumkuchen Cafe, Wernigerode
Das Baumkuchen-Café in Wernigerode macht seinem Namen alle EhrenFoto: Privat / sw

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Kein Harz-Urlaub ohne Brocken-Wanderung!

Auch wenn Wernigerode und Quedlinburg zwei Top-Sehenswürdigkeiten im Harz sind – eine Wanderung am Brocken gehört zum Pflichtprogramm! Der Gipfel wird auch Blocksberg genannt und gilt als Hexentreffpunkt zur Walpurgisnacht am 30. April. Auch Goethe hat den Aufstieg im Jahr 1777 gewagt – der damals allerdings sehr viel risikoreicher war als heutzutage.

Diese Brocken-Reise soll ihn unter anderem zu Faust inspiriert haben. Wer nicht ganz so sportlich ist, kann auch mit der Harzer Brockenbahn, einer echten Dampflock, von Wernigerode aus hochfahren bis auf den Brocken. Oben angekommen gibt es eine Bergstation, einen Biergarten und ein kleines Museum zur Geschichte des Berges.

Im Anschluss können Sie den etwas einfacheren Abstieg wagen, der etwa vier Stunden dauert. Auch hier gibt es einfache und schwierigere Routen, die durch die wunderschöne Naturlandschaft im Nationalpark Harz führen. Wenn man dann unten wieder hoch Richtung Brocken schaut, weiß man, was man getan hat! 

Brockenbahn, Harz
Wer faul ist, kann den Brocken mit einer Dampflok hochfahrenFoto: Getty Images

Weltspeisen aus dem Harz: Harzer Käse und Schierker Feuerstein

Harzer Käse hat nicht den besten Ruf: Der mit Gelb- oder Rotschmierekulturen gereifte Sauermilchkäse aus Kuhmilch ist zwar fettarm und sehr proteinreich. Er riecht aber nicht wirklich gut und hat dank des wohl bekanntesten Gerichts, das aus ihm zubereitet wird, dem „Handkäs mit Musik“, den Ruf, für gehörig Flatulenzen zu sorgen.

Viel leckerer ist aber die Harzer Käsecreme, die ähnlich wie bayrischer Obazda hergestellt wird: Statt Camembert wird Harzer Käse mit einer roten Zwiebel, Schnittlauch, etwas Kümmel, weicher Butter, Senf, Pfeffer und Paprikapulver zu einer Creme vermengt. Als Absacker trinken Sie dazu am besten einen Schierker Feuerstein, ein Kräuterschnaps aus einem Stadtteil von Wernigerode, der auch als letzte Ortschaft vor dem Brocken bekannt ist. 

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Wernigerode
Der zentrale Platz in WernigerodeFoto: Getty Images

Dos and Don’ts für einen Urlaub im Harz

Nachdem Sie nun die meisten Sehenswürdigkeiten im Harz kennengelernt haben, gibt es natürlich noch ein paar Verhaltensregeln, die jeder Harz-Urlauber beachten sollte. Haben Sie immer genügend Wasser dabei, wenn Sie auf eine Wanderung gehen!

Ein Don’t ist es zudem, ohne passende Wanderschuhe in den Harz zu fahren. Das richtige Schuhwerk schützt Sie vor bösen Überraschungen und wunden Füßen am Abend.  

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