2. Dezember 2025, 15:28 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Neue Flugverbindungen, mehr Frequenzen, zusätzliche Flugzeuge – Eurowings baut ihre Präsenz am deutschen Hauptstadtflughafen BER im nächsten Jahr aus. TRAVELBOOK verrät, was hinter dem ehrgeizigen Sommerprogramm steckt und welche Verbindungen hinzukommen.
Die Lufthansa-Tochter Eurowings investiert weiter in den Standort Berlin und erweitert ihren Sommerflugplan 2026 um sechs neue Direktziele. Mit London, Lissabon und Sarajevo werden gleich drei neue europäische Städte in das Flugprogramm aufgenommen. Zudem ergänzt die Airline ihr Angebot um Olbia (Sardinien), Neapel und Kavala (Griechenland). Damit wächst das Streckennetz am BER auf 43 Direktverbindungen in 20 Länder.
Sechs neue Destinationen ab Sommer 2026
„Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen helfen uns dabei, unser Angebot für Flüge ins europäische Ausland zu stabilisieren und teilweise auszubauen. Das zeigt sich insbesondere in Berlin. Mit unseren neuen Verbindungen stärken wir unsere Präsenz in der Hauptstadt. Wir investieren bewusst in den Standort BER, weil wir das Potenzial der Region sehen und den Menschen in Berlin und Brandenburg ein noch vielfältigeres europäisches Netzwerk bieten wollen“, so Jens Bischof, CEO von Eurowings.
Hintergrund ist der kürzlich erfolgte Beschluss der Koalitionsspitze zur Reduzierung der Abgabenlast für die Luftfahrtbranche in Deutschland (TRAVELBOOK berichtete). Denn die Forderungen der Fluggesellschaften und Airports nach einer Entlastung bei Steuern, Gebühren und Abgaben in Deutschland waren zuletzt immer lauter geworden. Auch Eurowings-CEO Bischof hatte die Bundesregierung vor wenigen Monaten im Interview mit TRAVELBOOK aufgefordert, den Luftverkehr stärker zu fördern und wirtschaftlich zu entlasten.
Ausbau der Berlin-Flotte und mehr Flüge pro Woche
Die Flughafenchefin Aletta von Massenbach bewertet den Ausbau des Eurowings-Angebots am BER ebenfalls positiv und sieht darin ein deutliches Bekenntnis der Airline zur Hauptstadtregion.
Mit der Stationierung von zwei weiteren Flugzeugen erhöht Eurowings die Zahl ihrer Maschinen am BER so auf insgesamt neun. Besonders deutlich wird die Expansion beim Angebot nach London-Heathrow: Bis zu zwölf wöchentliche Flüge sind künftig geplant. Nach Lissabon wird es bis zu drei wöchentliche Verbindungen geben.
Mehr Frequenzen auf bestehenden Urlaubsrouten
Neben den neuen Strecken baut Eurowings auch die Frequenzen auf beliebten Ferienzielen aus. So erhält Palma de Mallorca sechs zusätzliche wöchentliche Verbindungen, Stockholm fünf, Zürich und Split jeweils zwei. Neue Flüge gibt es außerdem nach Bilbao, Faro, Göteborg, Helsinki und Larnaca – hier kommt jeweils eine zusätzliche Verbindung pro Woche hinzu.
Auch auf den neuen touristischen Strecken legt die Airline nach: Olbia wird künftig zweimal wöchentlich bedient, ebenso wie Neapel, Sarajevo und Kavala während der Hochsaison.
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Überblick Sommerflugplan 2026
- 43 Direktziele ab Berlin
- Neu im Programm: Kavala, Lissabon, London, Neapel, Olbia, Sarajevo
- Frequenzsteigerungen: u. a. nach Mallorca, Stockholm, Split, Zürich, Bilbao, Faro, Göteborg, Helsinki, Larnaca
Konkurrenz verfolgt andere Strategie
Während Eurowings gezielt in den Ausbau ihrer Präsenz am Flughafen BER investiert, wählt Konkurrent Condor angesichts steigender Standortkosten in Deutschland einen anderen Weg. Die Ferienfluggesellschaft richtet sich strategisch international aus und verlagert Teile ihres Geschäfts zunehmend ins Ausland. Neue Zubringerflüge ab 2026 aus Städten wie Barcelona, Venedig und Budapest sollen gezielt Langstreckenverbindungen nach Frankfurt stärken. „Dort sehen wir eine Nachfrage nach unseren Langstreckenverbindungen. Wir würden gern mehr fliegen, aber es muss sich rechnen“, erklärte CEO Peter Gerber im November im Gespräch mit BILD.