Bei Hunger an Bord

Kann ich im Flugzeug ein zweites Essen bekommen?

Kabinenservice
Erscheint man wie ein Nimmersatt, wenn einem das übliche Bordmenü nicht genügt? Und: Wird man am Ende doch noch satt? TRAVELBOOK kennt die Antworten
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Von der Mahlzeit an Bord könnten Sie locker noch eine Portion vertragen, trauen sich jedoch nicht, um einen Nachschlag zu bitten. Würde das komisch rüberkommen? Oder tun es in Wahrheit mehr Menschen, als man denkt? TRAVELBOOK hat sich für hungrigere Passagiere genauer informiert.

TRAVELBOOK hat sich bei Fluggesellschaften darüber informiert, was Passagiere tun können, wenn ihnen die Standardmahlzeit im Flieger nicht genügt.

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Flugpassagiere

Mahlzeiten unterbrechen einen zähen Langstreckenflug. Für einige könnten sie daher öfter kommen. Wie stellt man das an?
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Fragen kostet nichts!

„Fragen kann man immer“, versichert Marta M., Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Das Problem: Die Maschine wird mit der gleichen Anzahl an Bordmenüs beladen, wie Passagiere mitfliegen. Entsprechend bleibe in der Regel keine Mahlzeit übrig. Man könnte aber, etwa auf Langstreckenflügen, Glück haben. „Auf Nachtflügen servieren wir ein Abendessen und morgens gibt es Frühstück. Ein hungriger Fluggast könnte eine Portion abbekommen, die ein anderer nicht wollte – etwa, weil er vor Reiseantritt gegessen hat.“

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Kabinenservice

Während es bei Billig-Airlines Verpflegung grundsätzlich nur gegen Aufpreis gibt, kann man bei den größeren Fluggesellschaften mit Glück noch einen Extra-Snack herausschlagen. Gratis!
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Auch bei Swiss ist man um das leibliche Wohl der Gäste bemüht. Wie Jannick M. vom Kundenservice auf TRAVELBOOK-Nachfrage bestätigt, versucht man, Passagieren, denen eine Mahlzeit nicht gereicht hat, entgegenzukommen. „Das Kabinenpersonal schaut nach, ob noch etwas da ist. Auch bei uns ist das Essen natürlich abgezählt.“

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Bei Condor bleibt oft etwas übrig

Bei manchen Airlines freut sich das Bordpersonal sogar, wenn ein Nachschlag verlangt wird. „Das übriggebliebene Essen wird sonst nur weggeworfen“, verrät uns Marina W., Flugbegleiterin bei Condor. Auch hier entsprechen die Bordmenüs der Anzahl der Buchungen. Eigentlich. Dennoch gäbe es auf Langstreckenflügen meist fünf bis sechs Extra-Portionen, die, nachdem sämtliche Passagiere erstmalig verköstigt wurden, ausgegeben werden können.

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Auf Mittelstreckenflügen ist übrigens weder Essen noch ein Getränk im Preis inbegriffen. Wer weniger als fünf Stunden mit der Condor fliegt, sollte also sein Portemonnaie bereit halten, um einen Snack aus dem Bordverkauf zu erstehen. Alternativ empfiehlt Marina W., sich etwas einzupacken. Brezeln oder einen frischen Obstsalat – also Snacks, die den anderen Fluggästen nicht stinken können.

Flugzeug-Snack

Mit einem Eierbrötchen als Snack macht man sich in der Flugzeugkabine nicht unbedingt Freunde
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Fliegen macht nicht schwerelos…

Eine Zusatzinformation, die eine der Insiderinnen uns verriet, könnte womöglich auch Sie interessieren. Ihr zufolge sind die warmen Bord-Mahlzeiten – wenn auch in puncto Größe meist überschaubar – kalorientechnisch eher von der üppigeren Sorte. „Davon sollen auch korpulentere Fluggäste satt werden können“, so der Hintergrund. Bevor Sie nun also jedes Mal versuchen, eine zweite Portion abzugreifen – auf den Bauch hören und vielleicht doch über einen mitgebrachten Obstsalat nachdenken!

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