Es drohen Strafen

Diese Dinge sollten Sie besser nicht aus dem Flugzeug mitnehmen!

Mitnahme Gegenstände Flugzeuge
Schlafmaske, Kissen, Ohrstöpsel: Dürfen Passagiere diese Dinge eigentlich mit von Bord nehmen?
Foto: Getty Images

Viele Passagiere denken sich nichts dabei, wenn sie aus dem Flugzeug eine Decke, ein Kissen oder einen Kopfhörer mitnehmen. Sie gehen davon aus, es handele sich um ein Einmalprodukt beziehungsweise um ein Geschenk. Ist das wirklich so? TRAVELBOOK hat bei den Airlines nachgehakt.

Passagiere dürfen zwar auf vielen Flügen diverse Gegenstände wie Decken, Kissen und Kopfhörer kostenlos nutzen, doch heißt das noch lange nicht, dass sie diese auch mitnehmen dürfen. TRAVELBOOK verrät, welche Gegenstände Sie im Flugzeug bedenkenlos in die Tasche stecken können und welche Sie besser liegen lassen sollten.

Decken und Kissen

Die Mitnahme von Decken sei allenfalls in Ausnahmefällen gestattet, „etwa bei extremer Kälte, starken Wetterveränderungen oder wenn beispielsweise ein Kind friert“, räumt ein Sprecher von Condor auf Nachfrage von TRAVELBOOK ein.

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Bei Eurowings dürfen Passagiere nur Decken mit von Bord nehmen, wenn sie diese zuvor gekauft haben. Erhältlich sind die Decken zum Preis von je 5,90 Euro im „Wings Shop“. „Best“- und „Bizclass“-Gäste erhalten kostenlose Decken, die allerdings nicht mitgenommen werden dürfen, da sie nach der Benutzung gewaschen und wiederverwendet werden, so eine Sprecherin von Eurowings auf TRAVELBOOK-Nachfrage. Kissen verblieben grundsätzlich im Flugzeug, da auch diese gereinigt und mehrfach benutzt werden.

Kopfhörer

Passagiere von Eurowings können Kopfhörer kaufen und diese anschließend auch mitnehmen. Mit Ausnahme der Kopfhörer in der „Bizclass“, die laut Eurowings fest im Sitz integriert seien und von den „Bizclass“-Gästen kostenlos genutzt werden können.

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Reisesets und Pyjamas

Insbesondere auf Langstreckenflügen schätzen viele Passagiere die so genannten Amenity Kits. Der Inhalt der Kulturbeutel kann von Airline zu Airline variieren, besteht aber meist aus einer Zahnbürste und Zahnpasta, einer Schlafmaske, Socken und mitunter auch Ohrstöpseln. Bei Lufthansa können die Gäste die Amenity Kits „ruhigen Gewissens mitnehmen“, wie ein Sprecher auf Nachfrage von TRAVELBOOK mitteilt, „ebenso den Pyjama, den unsere Crew teilweise auf der Langstrecke reicht“.

Auch die Fluggäste von Air France, KLM und Condor dürfen ihre Amenity Kits mit nach Hause nehmen. Kostenlos verteilt werden die Reisesets bei Air France, KLM und Condor allerdings nur an Business-Class-Kunden, bei Air France auch an Premium-Economy-Kunden und bei Condor an Premium-Class-Kunden.

Bei Eurowings sind die Amenity Kits ebenfalls nur für Gäste der teureren Tarifklassen („Best“- und „Bizclass“) kostenfrei erhältlich und dürfen somit auch mit von Bord genommen werden, sagt eine Eurowings-Sprecherin. Alle anderen Gäste können die Kulturbeutel kaufen.

Bordmagazine

Bordmagazine sind bei so gut wie allen Airlines für die Fluggäste kostenlos und dürfen mit nach Hause genommen werden.

Speisen und Getränke

Gegen die Mitnahme von Speisen und Getränken wie beispielsweise ein vom Bordmenü übrig gebliebenes Stück Obst oder Kuchen wie auch eine Flasche Wasser haben die wenigsten Fluggesellschaften etwas einzuwenden. „Bei Condor ist die Mitnahme von Speisen und Getränken aus Flugzeugen grundsätzlich erlaubt“, sagt ein Sprecher der Airline.

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Allerdings erlaubt nicht jedes Land die Einfuhr von Lebensmitteln. Eine Missachtung der Einfuhrbestimmungen kann unter Umständen empfindliche Strafen zur Folge haben, beispielsweise in Australien. Aufgrund strenger Quarantänevorschriften ist in Australien die Einfuhr zahlreicher Lebensmittel verboten, ausdrücklich auch die Mitnahme von Speisen aus dem Flugzeug (siehe Webseite des australischen Department of Immigration and Border Protection). Wer also mit einem Stück Obst, einem Tütchen Nüssen oder einem Joghurt aus dem Flugzeug nach Australien einreist, muss mit einer Strafe rechnen.

Auch an Bord von Flugzeugen gelten in punkto Lebensmittel durchweg strenge Vorschriften. „Die meisten Lebensmittel werden nach dem Flug entsorgt, auch wenn diese nicht angerührt wurden“, teilt u. a. Eurowings mit. „Da wir außer Trockeneis keine Kühlung an Bord haben, könnten wir bei einer Wiederbeladung der Produkte wie z. B. Joghurt keine ausreichende Hygiene gewährleisten. Von daher ist es vorgeschrieben, die Produkte zu entsorgen“, sagt eine Sprecherin. Hinzu komme, dass ausgewählte Produkte, die etwa in die USA eingeführt werden, aufgrund gesetzlicher Vorschriften vernichtet werden müssen, zum Beispiel abgepackte Eierspeisen wie Kuchen.

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Wenig anders sieht es bei Lufthansa und anderen Airlines aus. „Speisen, die einmal die Bordküche verlassen haben, dürfen nicht wiederverwendet werden“, sagt ein Lufthansa-Sprecher. Dies gelte auch für alles, das mit dem Essen in Berührung gekommen sei. Ungeöffnete Getränkedosen, -kartons und -flaschen können wieder genutzt werden, „allerdings nur, wenn sie nicht mit Speisen in Berührung gekommen sind“, wie der Sprecher weiter sagt.

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Schwimmwesten, Sicherheitsgurte, Taschenlampen

Ähnlich äußern sich auch Condor und Eurowings: „Das Stehlen beispielsweise einer Schwimmweste bedeutet einen Eingriff in die Flugsicherheit. Daher würde eine Anzeige wegen Diebstahl erfolgen“, heißt es bei Eurowings.

Es gibt einen ganz unkomplizierten Weg, wie Passagiere auf Nummer sicher gehen können, was sie mit aus dem Flieger nehmen dürfen: Einfach beim Bordpersonal nachfragen. Das raten die Vertreter aller von TRAVELBOOK befragten Airlines.