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Highland Titles: So einfach können Sie „Lady“ oder „Lord“ werden

Ein Stück Land ab 36 Euro

So einfach kann man „Lord“ oder „Lady“ werden

Eine Burg, wie hier das Castle Stalker im Loch Laich, ist bei dem Titel leider nicht inkludiert
Eine Burg, wie hier das Castle Stalker im Loch Laich, ist bei dem Titel leider nicht inkludiertFoto: Getty Images

Das Unternehmen „Highland Titles“ ermöglicht es Naturfreunden, sich „Lord“ oder „Lady“ zu nennen. Wer hier Land kauft, erhält Anspruch auf den Titel. TRAVELBOOK hat es sich näher angeschaut.

Laut Unternehmenswebseite gründete der Zoologe Dr. Peter Bevis „Highland Titles“ 2006. Bereits ein Jahr später wurde das Naturschutzgebiet Glencoe Wood gekauft. Auf einem Areal von 200 Morgen (50 Hektar) Größe leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, es gibt viele Sehenswürdigkeiten und ein modernes Besucherzentrum. Natürlich können Käufer ihr ganz persönliches Stück Land innerhalb des Parks auch besuchen.

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Werden Sie Lady oder Lord

Wer sich bei „Highland Titles“ zum Lord oder zur Lady küren lässt, schützt die Natur
Wer sich bei „Highland Titles“ zum Lord oder zur Lady küren lässt, schützt die NaturFoto: Getty Images

2014 wurde das ebenfalls 200 Morgen große Gebiet Mountain View erworben, in dem es heute Reservate für Wildkatzen und Hummeln gibt. Insgesamt besitzt die „Highland Titles“ Treuhandgesellschaft 440 Morgen Land, die ausschließlich für Naturschutzzwecke genutzt werden dürfen. Unterstützer können zwischen vier verschiedenen Paketen wählen, die von einem bis 1000 Quadratfuß (92 Quadratmeter) reichen. Das günstigste kostet 36 Euro, das teuerste 600 Euro.

Mit im Preis inbegriffen sind immer ein personalisiertes Zertifikat und ein Grundstücksausweis – sowie die Berechtigung, sich fortan „Lord“ oder „Lady“ von Glencoe bzw. Lochaber zu nennen. Beide Ortschaften liegen in der Nähe. Das erworbene Land kann man benennen und sogar vererben. Allerdings bleibt „Highland Titles“ der eingetragene Eigentümer und verwaltet das Land im Auftrag der Käufer.

Auch wäre der gekaufte Titel kein echter Adelstitel, schreibt das Unternehmen auf seiner Seite. Man könne ihn daher leider auch nicht in offiziellen Dokumente eintragen lassen. Eine Unternehmenssprecherin sagte dazu zu TRAVELBOOK: „In Deutschland verbietet es das Personenstandsgesetz, Titel zum Namen hinzuzufügen, die man nicht rechtmäßig führt. Dies wurde zwar mit unseren Titeln hierzulande schon mehrfach versucht, aber immer erfolglos.“

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Titel für den Naturschutz

Dennoch hätten sich laut Angaben der Webseite schon mehr als 100.000 Menschen aus aller Welt ein Stück Land und den damit verbundenen Titel gesichert. „Jedes Jahr besuchen hunderte Menschen aus aller Welt ihr Grundstück, und einmal im Jahr gibt es auch ein offizielles Treffen.“ Auf Wunsch kann man von der Firma auf seinem Grundstück einen Baum pflanzen lassen, eine eigene Flagge dort aufstellen und sogar die Asche eines Verstorbenen verstreuen.

Wer wolle, könne außerdem einen Schottenrock mit einem Muster tragen, welches exklusiv für „Lords“ von Glencoe entworfen worden sei. „Unsere Käufer sind Schottland-Liebhaber, und die Landschaft hier ist einfach atemberaubend – es lohnt sich, sie zu erhalten. Das mit dem Titel ist ein netter zusätzlicher Anreiz.“

Von Robin Lord von Glencoe

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