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Lebenshaltungskosten

Die teuersten Städte der Welt, in Deutschland und Europa

Altstadt von Zürich, Schweiz
Die Altstadt der Schweizer Stadt Zürich mit Blick auf den Fluss LimmatFoto: Getty Images

Wie teuer sind die Lebensmittel bei einem Einkauf? Was kostet ein Besuch in einem Restaurant? Wie hoch sind die Mieten – wie steht es also insgesamt mit den Lebenshaltungskosten in der Stadt? Das untersucht seit 2009 die Datenbank „Numbeo“ basierend auf den Angaben von mehr als 441.000 Nutzern weltweit. Jetzt ist das Ranking für 2018 erschienen.

Seit 2015 ist die teuerste Stadt der Welt, gemessen an den Lebenshaltungskosten, Hamilton, Hauptstadt des britischen Überseegebietes Bermuda.

Hamilton, Bermuda
Die Einwohner von Bermuda genießen ein recht sorgenfreies Leben, die Arbeitslosenquote geht gen Null, es gibt weder eine Einkommen-, noch eine MehrwertsteuerFoto: Getty Images

Wie sind die Zahlen des Numbeo-Rankings entstanden?

Verglichen wurden die Kosten für Mieten, Lebensmittel, Restaurantbesuche, dazu wurde auch die lokale Kaufkraft berücksichtig. Kein Wunder also, dass mal wieder Hamilton auf den Bermuda-Inseln, wo vor allem reiche US-Amerikaner gerne Urlaub auf ihren Luxusjachten machen, Spitzenreiter ganz oben landete.

Die Herangehensweise: Um eine Vergleichbarkeit der Daten zu ermöglichen, wurde das Preisniveau in New York mit dem Wert 100 angesetzt und als Basis genommen. Demnach ist Hamilton mit einem Index von 163,55 bei den Lebenshaltungskosten um 63,55 Prozent teurer als New York City.

Die Städte auf den Plätzen 2 bis 6 sowie Position 9 im Teuer-Ranking liegen in der Schweiz. Die restlichen Ränge teilen sich Islands Hauptstadt Reykjavík sowie Städte in Norwegen.

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Die Top Ten der teuersten Städte der Welt

Platz 1: Hamilton, Bermuda

Platz 2: Zürich, Schweiz

Platz 3: Genf, Schweiz

Platz 4: Basel, Schweiz

Platz 5: Bern, Schweiz

Platz 6: Lausanne, Schweiz

Platz 7: Reykjavík, Island

Platz 8: Stavanger, Norwegen

Platz 9: Lugano, Schweiz

Platz 10: Oslo, Norwegen

Und wie sieht es mit den deutschen Städten aus? Die erste, die im Ranking auftaucht, ist München – auf Platz 71 von insgesamt 540 Städten. Bemerkenswert ist der „Aufstieg“ von Berlin: 2017 noch auf Rang 265 liegt Deutschlands Hauptstadt jetzt auf Platz 185. Ein Blick ins Detail verrät: Anhand der Mieten beispielsweise ist erkennbar, wie sich die Stadt entwickelt hat. Kostete eine Ein-Zimmer-Wohnung im Zentrum 2010 noch 440 Euro Miete pro Monat, liegt der Preis für 2018 im Schnitt bei mehr rund 762 Euro – eine Steigerung um 73,18 Prozent!

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Die deutschen Städte im Ranking

Platz 71: München

Platz 88:Düsseldorf

Platz 98: Frankfurt am Main

Platz 107: Hamburg

Platz 149: Heidelberg

Platz 155: Mannheim

Platz 167: Karlsruhe

Platz 184: Stuttgart

Platz 185: Berlin

Platz 193: Köln

Platz 194: Bonn

Platz 198: Bremen

Platz 211: Nürnberg

Platz 214: Leipzig

Platz 222: Aachen

Platz 230: Dresden

Platz 241: Darmstadt

Platz 252: Hannover

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Europas Top 20

Platz 1: Zürich, Schweiz

Platz 2: Genf, Schweiz

Platz 3: Basel, Schweiz

Platz 4: Bern, Schweiz

Platz 5: Lausanne, Schweiz

Platz 6: Reykjavík, Island

Platz 7: Stavanger, Norwegen

Platz 8: Lugano, Schweiz

Platz 9: Oslo, Norwegen

Platz 10: Trondheim, Norwegen

Platz 11: Bergen, Norwegen

Platz 12: Kopenhagen, Dänemark

Platz 13: Luxemburg, Luxemburg

Platz 14: Paris, Frankreich

Platz 15: Limerick, Irland

Platz 16: Arhus, Dänemark

Platz 17: Aalborg, Dänemark

Platz 18: Stockholm, Schweden

Platz 19: Montpellier, Frankreich

Platz 20: Dublin, Irland

Kritik am Ranking

Die Zahlen von Numbeo sind mit Vorsicht zu genießen: Die Masse an Daten, die hier erfasst wird, ist im Detail nicht überprüfbar. Weltweit kann jeder die Datenbank mit Preis- und anderen Informationen füllen; bis dato wurden laut Webseite mehr als 4,1 Millionen Preise von mehr als 441.000 Menschen aus fast 6900 Städten eingegeben (Stand: 17. Januar 2018).

Parallel dazu greift die Webseite auf Shop-Daten oder Ähnliches zurück. Mithilfe von Filtern werden die Zahlen bereinigt und Durchschnittswerte errechnet. Problematisch ist hier jedoch, dass die Datenlage für einige Regionen und Länder besser ist als bei anderen. Je weniger Nutzer Preise eingeben, desto höher ist die potenzielle Fehlerquote. Um möglichst aktuell zu bleiben, greift Numbeo nur auf Zahlen zurück, die nicht älter als 18 Monate sind.

Einige Städte, davon viele in Afrika, werden in der globalen Datenbank jedoch gar nicht erfasst. Auch ist bei der Ermittlung der Verbraucherpreise der Warenkorb entscheidend, der berücksichtigt wird. Hier fließen auch immer Faktoren ein, die einen länderübergreifenden Vergleich schwierig machen, etwa die Verfügbarkeit bzw. Legalität von Alkohol.

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