Rottenmann in der Steiermark

Wo der „Bergdoktor“ wirklich herkommt

Die Burg Strechau thront hoch über Rottenmann, wo Schauspieler Hans Sigl zehn Jahre seiner Kindheit verbrachte
Die Burg Strechau thront hoch über Rottenmann, wo Schauspieler Hans Sigl zehn Jahre seiner Kindheit verbrachte
Foto: Getty Images/dpa
Wiesen und Berge, wohin das Auge blickt, eine Idylle wie aus dem „Bergdoktor“
Wiesen und Berge, wohin das Auge blickt, eine Idylle wie aus dem „Bergdoktor“
Foto: Stadtgemeinde Rottenmann
Das Rathaus (grünes Dach) und die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus (gelb) im Stadtzentrum, unweit der Volksschule, die Hans Sigl besuchte
Das Rathaus (grünes Dach) und die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus (gelb) im Stadtzentrum, unweit der Volksschule, die Hans Sigl besuchte
Foto: Stadtgemeinde Rottenmann
Vor der Bürgerspitalskirche der Stadtpark, dahinter die Berge – ein Panorama wie auf einer Postkarte
Vor der Bürgerspitalskirche der Stadtpark, dahinter die Berge – ein Panorama wie auf einer Postkarte
Foto: Stadtgemeinde Rottenmann
5.041 Einwohner hat das Städtchen im steirischen Ennstal und ist damit etwas größer als Going am Wilden Kaiser, wo der „Bergdoktor“ gedreht wird und gerade mal 2000 Menschen leben
5.041 Einwohner hat das Städtchen im steirischen Ennstal und ist damit etwas größer als Going am Wilden Kaiser, wo der „Bergdoktor“ gedreht wird und gerade mal 2000 Menschen leben
Foto: Stadtgemeinde Rottenmann

Samstagabend lockt „Der Bergdoktor“ (ZDF) um Hauptdarsteller und Serienstar Hans Sigl wieder Millionen Zuschauer vor den Fernseher. Travelbook hat sich passend dazu in der Heimatstadt des Schauspielers umgeschaut.


Foto: Stadtgemeinde Rottenmann

Gerade mal 5041 Einwohner, eine historische Altstadt, eine idyllische Berglandschaft drumherum – und, klar, ein Krankenhaus: Hört sich ganz nach dem Set der TV-Serie „Der Bergdoktor“ in Going am Wilden Kaiser in Tirol an, ist es aber nicht.

Wir befinden uns in Rottenmann in der Steiermark. Hier, inmitten herrlichster Natur, die schöner auf einer Postkarte nicht abgedruckt sein könnte, wurde der Hauptdarsteller der Serie, Hans Sigl, am 7. Juli 1969 geboren.

Zwischen Hochlandrindern und Blumenwiesen

Sigl, der in der Serie den Dr. Gruber spielt, erlebte hier eine „unfassbare freie und schöne Kindheit“, wie er selbst im Interview mit dem österreichischen Magazin „Lifestyle“ sagt. Man glaubt es ihm sofort angesichts der Idylle, den der von 2000 Meter hohen Bergen umrandete Ort ausstrahlt: Blumenwiesen, so weit das Auge reicht, freilaufende Hochlandrinder auf den Berghängen, eine historische Altstadt mit Stadtmauer, mittendrin eine Kirche und, hoch über der Stadt thronend, die prächtige Burg Strechau.

Bergluft statt Stadtmief

Auf einem Bauernhof im Ortsteil Villmannsdorf hatte Sigl, bis er mit der Familie im Alter von zehn Jahren wegzog, jene Kindheit, von der so viele Großstädter träumen, wenn sie im TV den „Bergdoktor“ sehen: Gelassenheit statt Hektik, Bergluft statt Abgase, Herzlichkeit statt Anonymität. „Die Rottenmanner sind gemütlich, mit ihrer Herkunft unwahrscheinlich verbunden, naturliebend und absolut gesellig“, beschreibt Einwohner Stefan Reitmaier die Stadtgemeinschaft. Eine gute Schule für Sigles Rolle als Bergarzt.

Als der TV-Star zehn war, zog die Familie fort. Es folgte die Schauspiel- und Gesangsausbildung am Tiroler Landestheater in Innsbruck – der Grundstein für seine heutige TV-Karriere. Und ein bisschen mag es für Sigl wie eine Heimkehr wirken, wenn er in Going am Wilden Kaiser für die TV-Serie dreht. Das Örtchen hat zwar nur halb so viele Einwohner wie Rottenmann, erinnert mit seiner Idylle aber sehr an Sigls Heimat.

Das Landleben will der Schauspieler auch seinen Kindern ermöglichen: „Ich mag zwar auch Städte, aber ich finde es zum Beispiel wichtig, dass meine Kinder auf dem Land aufwachsen, das bietet viel Freiheit“, betont der heute 45-jährige Sigl auf BILD.de. Als Ort hat er sich dafür den Ammersee in Bayern ausgesucht: nah an München, aber für einen Naturburschen wie Sigl noch weit weg genug.

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