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Wo sie vorkommen, wie man sich schützt

Achtung, Lebensgefahr! Die 5 giftigsten Spinnen der Welt

giftigste Spinnen
Die Brasilianische Wanderspinne ist nicht nur ziemlich groß. Sie gilt auch als tödlichste Spinne der Welt. Foto: Getty Images
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Angelika Pickardt
Co-Redaktionsleiterin

15. Januar 2026, 11:10 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Es gibt nur wenige Spinnen auf dieser Welt, deren Gift für den Menschen im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Welche das sind, wo sie vorkommen und was man tun kann, wenn man trotz aller Vorsicht eine unliebsame Begegnung mit einem der achtbeinigen Gifttiere hatte – TRAVELBOOK klärt auf.

Im November 2021 machte die Meldung eines australischen Tierparks weltweite Schlagzeilen: In dem Zoo war ein außergewöhnlich großes Exemplar der hochgiftigen Sydney-Trichternetzspinne abgegeben worden. Angeblich war es die größte jemals entdeckte Spinne ihrer Art. TRAVELBOOK hat sich mal umgeschaut, welche die fünf giftigsten Spinnen der Welt sind. Besagte australische Trichternetzspinne gehört tatsächlich auch dazu. Aber Platz 1 belegt eine andere Spinnenart, die noch weitaus tödlicher ist.

Verwendete Quellen in diesem Artikel:

Die 5 giftigsten Spinnen der Welt

1. Brasilianische Wanderspinne

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Macro of a brazilian wandering spider (Phoneutria nigriventer), known in Brazil as aranha armadeira. Venomous spider species from South America, known for some fatal bite accidents between children and elderly. Foto: Getty Images

Laut Guinness-Buch der Rekorde teilen sich eigentlich gleich zwei Arten den Rekord der giftigsten Spinne der Welt: die Sydney-Trichternetzspinne und die Brasilianische Wanderspinne. Blickt man sich aber in einschlägiger Fachliteratur über die Giftspinnen dieser Welt um, so fällt auf, dass Spinnenforscher sich anscheinend doch uneinig sind, welche davon denn nun wirklich giftiger ist.

Einig scheinen sich die Arachnologen jedoch zumindest darüber zu sein, dass die Brasilianische Wanderspinne (Phoneutria nigriventer) die tödlichste Spinne der Welt ist. Schätzungsweise zehn Menschen sterben jährlich durch ihren Biss. Deshalb haben wir sie auch in unserem Ranking der giftigsten Spinnen der Welt ganz nach oben platziert. Sie wird auch „Bananenspinne“ genannt, weil sie immer mal wieder in exportierten Bananenkisten entdeckt wird und so in die ganze Welt wandert.

Das Nachschlagewerk „Encyclopedia Britannica“ schreibt: „Ihr Gift ist toxisch für das Nervensystem und verursacht Symptome wie Speichelfluss, Herzrhythmusstörungen, sowie bei Männern verlängerte, schmerzhafte Erektionen.“ Beunruhigend: Die Brasilianische Wanderspinne lebt zwar eigentlich im Regenwald, ist aber besonders anpassungsfähig an menschliche Siedlungen und auch häufig in Gebäuden anzutreffen.

Vorkommen: Vor allem im Südosten Brasiliens, stellenweise im Norden Argentiniens, in Paraguay und Uruguay

Behandlung im Fall eines Bisses: Notarzt rufen, wenn nötig Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen. Nur bei einer mittelschweren oder schweren Vergiftung ist eine Therapie mit Gegengift erforderlich.

2. Sydney-Trichternetzspinne

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Die Sydney-Trichternetzspinne ist eine der gefährlichsten Giftspinnen weltweit. Sie kann sich mit ihren kräftigen Kieferklauen sogar durch Schuhe beißen. Foto: Getty Images

Die männliche Sydney-Trichternetzspinne ist eine der giftigsten Spinnen der Welt und gilt als äußerst aggressiv. Ihr Biss kann für den Menschen tödlich sein und erfordert sofortige medizinische Behandlung. In dem Australian Reptile Park, wo 2021 das eingangs erwähnte größte Exemplar dieser Art abgegeben wurde, melken Mitarbeiter die Trichternetzspinnen regelmäßig, um ein Gegengift herzustellen. Das Gegengift rettet in Australien bis zu 300 Menschen jährlich das Leben. Entwickelt hatten Forscher das Gegengift 1981 – seitdem gibt es in Australien keine registrierten Todesfälle durch Trichternetzspinnen mehr.

Vorkommen: Hauptsächlich in und um die australische Metropole Sydney herum
Behandlung: Bei schwereren Verläufen muss ein Gegengift verabreicht werden.

3. Südliche Schwarze Witwe

Giftigste Spinnen der Welt
Eine weibliche Schwatue Witwe im Netz. Typisch ist das rötliche Muster auf dem Hinterleib. Foto: Getty Images

Etwa 2500 Menschen jährlich müssen allein in den USA wegen eines Bisses durch die Schwarze Witwe behandelt werden. Gefährlich sind nur die Weibchen, denn die Männchen werden meistens nach der Paarung von den Weibchen getötet und gefressen – daher auch der Name. Die „Encyclopedia Britannica“ schreibt: „Ihr Biss, der sich wie ein Nadelstich auf der Haut anfühlen kann, verursacht oft starke Muskelschmerzen und Krämpfe, Übelkeit und eine leichte Lähmung des Zwerchfells, die das Atmen erschwert. Die meisten Opfer erholen sich ohne ernsthafte Komplikationen. Obwohl man annimmt, dass der Biss für sehr kleine Kinder und ältere Menschen tödlich sein kann, wurden in den Vereinigten Staaten bisher keine Todesfälle auf Bisse von Witwenspinnen zurückgeführt.“

Vorkommen: Vor allem in den USA, Teilen Kanadas, in Lateinamerika und auf den Westindischen Inseln
Behandlung: Bei schwereren Verläufen ist die Gabe eines Antiserums nötig.

4. Chilenische Winkelspinne

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Mit der Chilenischen Winkelspinne kommt man besser gar nicht erst in Berührung Foto: picture alliance / imageBROKER | Sunbird Images

Zu den giftigsten Spinnen der Welt zählt auch die Chilenische Winkelspinne. Ihr Gift ist für den Menschen potenziell tödlich. Es verursacht laut der Website „Tierwissen.net“ schwere Gewebeschäden und kann zum Tod durch Leberversagen führen. Problematisch ist vor allem, dass es bislang kein richtiges Gegengift gibt. Sie lebt gerne in menschlichen Siedlungen und verkriecht sich dort in dunkle Ecken. Laut Statistiken soll sie in bis zu 40 Prozent aller chilenischen Haushalte vorkommen. Dennoch kommen Bisse eher selten vor, weil die Tiere nachtaktiv sind und nicht als aggressiv gelten. Einem Bericht von „Prosieben.de“ zufolge soll die Chilenische Winkelspinne durch Einschleppung inzwischen auch nach Europa gelangt sein, auch nach Deutschland.

Vorkommen: Vor allem Chile, Peru und Ecuador, inzwischen aber in ganz Süd- und Mittelamerika anzutreffen
Behandlung: Kein wirksames Gegengift vorhanden. Daher möglichst dunkle Ecken und Winkel in Wohnhäusern meiden.

5. Rotkopf-Mausspinne

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Ein männliches Exemplar der Rotkopf-Mausspinne Foto: Wikimedia Commons/Peripitus / CC BY-SA 3.0

Auch sie zählt zu den giftigsten Spinnen der Welt: die Rotkopf-Mausspinne. Woher der Name kommt, erklärt sich bei einem Blick auf das Foto unten von selbst. „Das Gift führt zu starken Schwellungen und Lähmungserscheinungen“, schreibt „Tierwissen.net“. Vor allem bei Kindern könne sie lebensgefährlich werden, und die Männchen seien deutlich aggressiver als die Weibchen.

Vorkommen: im südlichen Australien
Behandlung: Als Gegengift sollte das Anti-Venom der Sydney-Trichternetzspinne gegeben werden.

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