Zum Inhalt springen
logo Deutschlands größtes Online-Reisemagazin
Auch Mallorca betroffen

Schlangen-Invasion auf den Balearen! Was Urlauber wissen müssen

Hufeisennattern breiten sich auf den Balearen aus
Hufeisennattern breiten sich auf den Balearen aus Foto: picture alliance / blickwinkel / B. Trapp
Artikel teilen
Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

5. Juni 2026, 13:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Schlangen-Alarm auf Mallorca und Ibiza! Auf den Baleareninseln wurde zuletzt immer häufiger die sogenannte Hufeisennatter gesichtet – eine invasive Schlangenart. Warum sie sich derzeit so rasant ausbreitet und ob sie für Menschen gefährlich ist, erfahren Sie hier.

Auf Mallorca, Ibiza und auch Formentera breitet sich die Hufeisennatter immer weiter aus. Die Schlange ist auf den Balearen nicht heimisch, wird aber inzwischen regelmäßig an Stränden oder auch schwimmend im Meer gesichtet. Das sorgt natürlich gerade bei Urlaubern für Aufruhr. Immer wieder tauchen in den sozialen Medien Videos auf, in denen die Tiere für Unruhe am Strand sorgen.

Schlangen breiten sich auf den Balearen aus

Hufeisennattern sind auf den Balearen nicht heimisch. Wie kamen sie also dorthin? Forscher gehen davon aus, dass die Tiere erstmals vor gut 20 Jahren vom Festland auf die Inseln gelangten. Vermutlich haben sie sich in den Stämmen und Wurzeln von Olivenbäumen versteckt, die lediglich zur Zierde dorthin gebracht wurden. Auf den Balearen fanden die Nattern dann perfekte Bedingungen vor. Die vor allem auf Ibiza heimischen Mauereidechsen erkannten die Hufeisennattern nicht als Feinde an. Ihre Bestände sind heute deshalb stark zurückgegangen.

Die Schlangen wiederum konnten sich prächtig entwickeln und werden bis zu zwei Meter lang – 200 Prozent größer als auf dem Festland, berichtet unter anderem die „FAZ“.

Aufgrund von Nahrungsknappheit breitet sich die Hufeisennatter immer weiter aus. Die Tiere versuchen, neue Reviere und Beutequellen zu erreichen. Dadurch landen sie auch ab und zu im Wasser. Laut Forschern können die Nattern erstaunlich gut schwimmen. Erstmals nachgewiesen wurde das im April 2024, als beobachtet werden konnte, wie eine Hufeisennatter von der Ostküste Ibizas bis zur vorgelagerten Insel Santa Eulària schwamm. Eine Strecke von mehr als 400 Metern.

Auch interessant: 8 Dinge, die garantiert nicht jeder über Mallorca weiß

Merkmale der Hufeisennatter:

  • schwarze Oberseite, teils bläulich schimmernd
  • gelbliche Flecken bilden ein Muster
  • bewegen sich schnell
  • bis zu zwei Meter lang
Mehr zum Thema

Sind Hufeisennattern gefährlich?

Instagram Platzhalter
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Für Menschen sind die Hufeisennattern keinesfalls gefährlich, da sie nicht giftig sind und in der Regel den Kontakt meiden. Sie können allerdings beißen, wenn sie sich bedroht fühlen oder angefasst werden. Grundsätzlich müssen sich Urlauber aber keine Sorgen machen.

Deutlich dramatischer ist dagegen die Lage für die heimische Mauereidechse. Wie bereits erwähnt, ist der Bestand deutlich zurückgegangen oder sogar ganz verschwunden, da sie keine natürlichen Abwehrstrategien gegen die Schlangen hat. Das kann zukünftig problematisch werden, da die Eidechsen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Ökosysteme der Region haben.

Oriol Lapiedra, Biologe am Zentrum für Ökologische Forschung und Forstwirtschaftliche Anwendungen in Katalonien, erklärt unter anderem im „The Guardian“, dass die Tiere etwa die Insektenpopulationen regulierten. Darunter auch landwirtschaftliche Schädlinge. Demnach würde sich alles ändern, würden die Eidechsen verschwinden, so der Experte. Außerdem sind sie für die Bestäubung von Blüten und die Verbreitung von Samen verantwortlich.

Regierung geht gegen Invasion vor

Die Regionalregierung der Balearen versucht, gegen die Ausbreitung der invasiven Hufeisennattern vorzugehen. 2026 sollen die Maßnahmen noch einmal verstärkt werden. Geplant sind mehr Fallen und eine engere Überwachung betroffener Küstenabschnitte. Außerdem gibt es ein Erhaltungsprogramm für die gefährdeten Mauereidechsen, um die gefährdete Population zu sichern.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.