Video-Simulation zeigt

Das würde passieren, wenn man bei den Weltmeeren den Stöpsel zieht

Stellen Sie sich vor, jemand würde an der tiefsten Stelle der Weltmeere einen Stöpsel ziehen, sodass alles Wasser allmählich verschwindet. Wie würde sich die Erde verändern, und wie lange würde es dauern, bis alles ausgetrocknet ist? Das zeigt eine spannende Video-Animation.

Der Marianengraben, eine Tiefseerinne im Pazifik, ist bis zu 11.000 Meter tief, was ihn zur tiefsten Stelle der Weltmeere macht. Angenommen man würde nun in diesem Graben einen Stöpsel ziehen wie bei einer Badewanne – was würde dann passieren? Welche Auswirkungen hätte das auf die Verteilung der Landmassen auf der Erde? Dieser hypothetischen Frage ist der Physiker Randall Munroe in seinem Buch „What if – Was wäre wenn“ nachgegangen. Basierend auf seinen Erkenntnissen hat jetzt ein Reddit-User namens Vinnytsia eine Video-Animation erstellt, die das Szenario veranschaulicht.

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Die Annahme geht davon aus, dass am Grund des Marianengrabens ein Stöpsel von zehn Metern Durchmessern gezogen wird. Das abgelaufene Meerwasser wird der Hypothese zufolge über ein spiralförmiges Portal zum Mars befördert – also weit genug weg, damit es nicht wieder auf die Erde zurückregnet.

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Prozess dauert Jahrmillionen

: Nach einer Million Jahre ist die Arktisregion deutlich gewachsen, die anderen Kontinente haben sich ebenfalls vergrößert. Zwei Millionen Jahre nach dem Ziehen des Stöpsels sind viele neuen Inseln aus den Weltmeeren aufgetaucht, zwischen den Erdplatten bilden sich regelrechte Landbrücken.

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Nach fast drei Millionen Jahren, wenn sich der Abfluss ganz entleert hat, ist noch immer erstaunlich viel Wasser auf der Erde vorhanden. Physiker Randall Munroe zufolge würde sich dieses größtenteils auf sehr flache Meere verteilen, mit einigen Gräben, in denen das Wasser vier bis fünf Kilometer tief wäre.

Schwerwiegende Folgen

Und was würde es für den Planeten bedeuten, wenn die Hälfte des Meerwassers einfach verschwinden würde? „Es würde das Klima und die Ökosysteme auf schwer vorhersehbare Weise massiv verändern“, schreibt Munroe dazu. „Zumindest würde es mit Sicherheit einen Kollaps der Biosphäre und Massensterben auf jeder Ebene geben.“

Zum Glück ist das Szenario nur eine Hypothese, die so niemals eintreffen wird. Jedoch zeigt das Beispiel und die Schlussfolgerung des Physikers einmal mehr, wie wichtig Wasser und dessen Kreislauf für unsere Erde ist.

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