Google Earth Engine

Zeitraffer zeigt, wie sich die Erde seit 1984 verändert hat

Die dramatische Veränderung von Dubai wird bei den Satellitenfotos besonders deutlich
Die dramatische Veränderung von Dubai wird bei den Satellitenfotos besonders deutlich
Foto: Collage / Screenshot Google Earth Engine Timelapse

Während es mitunter Millionen Jahre dauert, bis sich die Erdoberfläche durch natürliche Prozesse wie Plattentektonik, Vulkanismus oder die Kräfte von Wind und Wasser sichtbar verändert, hat der Mensch innerhalb von Jahrzehnten deutliche Spuren hinterlassen. Zum Teil mit verheerenden Auswirkungen: So gibt es Städte, die sich in die Natur ausdehnen, Gewässer, die versiegen und Gletscher, die immer weiter verschwinden. Welche mitunter dramatischen Veränderungen es seit den 1980er Jahren gab, zeigt das Zeitraffer-Modul von Google Earth Engine.

Die Funktion bei Google Earth Engine heißt „Timelapse“ und zeigt Satellitenbilder der Erde von 1984 bis 2018. Die Aufnahmen der jeweiligen Jahre sind jeweils zusammengesetzt aus 35 Mosaiken von wolkenfreien Satellitenbildern auf der ganzen Welt. Insgesamt wurden mehr als 15 Millionen Satellitenbilder verarbeitet und durch eine Technologie der Carnegie Mellon University interaktiv verarbeitet. Dadurch können Nutzer erstaunliche Veränderungen sehen – zum Beispiel in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Das Wachstum Dubais im Schnelldurchlauf

Während hier 1984 nur ein schmaler Küstenstreifen bebaut war und das Hinterland noch reines Wüstengebiet war, sind im Laufe der Jahre immer mehr Gebäude und Straßen hinzugekommen, die Stadtviertel haben sich in die Wüste ausgedehnt.

Und auch das Meer vor Dubai hat sich deutlich verändert: Zahlreiche künstliche Inseln sind hinzugekommen, allen voran die fächerförmigen „Palmen“ und „The World“. Im Zeitraffer-Modul von Google Earth sieht man, wie deren Aufschüttung ab 2001 beginnt und die Umrisse in den Jahren danach immer deutlicher erkennbar sind.

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Deutlich sichtbar ist auch die flächenmäßige Ausdehnung Berlins in den letzten Jahrzehnten, vor allem seit der Wende. Auf der Google Earth Engine weniger deutlich erkennbar als erwartet ist allerdings die Berliner Mauer auf den Aufnahmen bis 1989.

Die Spuren des Klimawandels

Das indirekte Einwirken des Menschen auf die Erde zeigt sich an Orten, die etwa vom Klimawandel oder durch die Ausbeutung von Ressourcen betroffen sind. So zieht sich der Columbia-Gletscher seit 1980 immer mehr zurück und büßte allein in den letzten 25 Jahren rund die Hälfte seines Volumens ein. Auf den Satellitenaufnahmen der Google Earth Engine ist auch erkennbar, wie der Gletscher sich vor sechs Jahren aufgrund des massiven Schwundes in zwei Gletscher aufspaltete.

Dramatisch sind auch die Aufnahmen des Lago Poopó, der einst der zweitgrößte See in Bolivien war. Von der ursprünglich knapp 3000 Quadratkilometer großen Wasserfläche ist heute fast nichts mehr übrig. Laut einem Bericht von „Spiegel Online“ gilt die  Wasserentnahme aus einem Zufluss des Sees als Hauptursache für dessen Austrocknung, hinzu kommt das veränderte Klima in der Region, es fallen kaum noch Niederschläge und die Temperaturen sind gestiegen.


Sie wollen wissen, wie sich Ihre Stadt oder Region seit den 1980er Jahren verändert hat? Kein Problem. Entdecken Sie hier selbst weitere Orte auf der Erde.