World Ski Awards 2020

Das beste Skigebiet der Welt liegt in Frankreich

Das französische Val Thorens ist das beste Skigebiet der Welt
Das französische Val Thorens ist das beste Skigebiet der Welt
Foto: dpa Picture Alliance

Wo steht das beste Skihotel, das beste Skichalet und in welchem Skigebiet kann man am besten Freestylen? Die Studie World Ski Awards kennt Antworten auf diese Fragen und weiß außerdem, welches das beste Skigebiet der Welt ist.

Zwar ist aufgrund der Corona-Lage derzeit noch nicht klar, ob wir in den Winterferien überhaupt verreisen dürfen – aber ganz ausgeschlossen ist es auch noch nicht, und die besten Skigebiete, die bei den „World Ski Awards“ gekürt werden, dürften für leidenschaftliche Wintersportler so oder so von Interesse sein.

Das beste Skiresort der Welt: Val Thorens, Frankreich

Seit acht Jahren zeichnen die „World Ski Awards“ die besten Resorts, Erlebnisse und Hotels der Skiwelt aus. In diesem Jahr konnte das französische Val Thorens als bestes Skigebiet überzeugen. Den ersten Platz erreichte das Skigebiet in dieser Kategorie „dank seiner gewinnbringenden Kombination aus Schneepisten und umfangreichen Pistenunterkünften“, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Val Thores ist übrigens das höchst gelegene Skidorf der Alpen. Auf einer Höhe von 2.300 Metern ist die Chance auf Regen während der Skisaison verschwindend klein. Langweilig wird einem hier bestimmt nicht: In dem Skigebiet gibt es 600 km Pisten, 320 beschilderte Abfahrten und 174 Skilifte. Brandneu ist eine Gondelbahn, die die Gemeinde Orelle in 35 Minuten mit Val Thorens verbindet. Tagestickets für das Skigebiet kosten für Ski- und Snowboardfahrer ab 13 Jahren 57,50 Euro.

Das beste Freestyle Resort der Welt: Laax, Schweiz

Den Titel für das weltbeste Freestyle Resort konnte sich Laax in der Schweiz holen. Hier können sich Freestyler unter anderem auf der größten Halfpipe der Welt auspowern. Auf vier Snowparks finden sich hier diverse Hindernisse, teilweise in olympischer Größe. Ein Tagesticket für einen Erwachsenen in der Hochsaison kostet in Laax 82 Euro.

Die deutsche Freestylerin Caja Schöpf auf der halfpipe in Laax
Foto: dpa Picture Alliance

Das beste Skihotel der Welt: W Verbier, Schweiz

Das beste Skihotel steht ebenfalls in der Schweiz und ist das W Verbier. Die internationale Designerhotelkette W eröffnete mit dem W Verbier ihr erstes Luxus-Hotel in den Bergen und wurden dafür mit der Auszeichnung „Bestes Skihotel der Welt“ belohnt.

Das Hotel steht am Fuße der Pisten, direkt neben der Talstation an der Place Blanche, dem kreativen Zentrum von Verbier. Wer sich nach einem langem Tag auf den Pisten entspannen will, kann das High-Tech Spa besuchen, das auf 800 Quadratmetern unter anderem einen geheiztem Indoor- und Outdoor-Pool sowie ein Hamam bietet.

Das beste Ski-Chalet der Welt: Chalet Zermatt Peak

Im Schatten des majestätischen Matterhorn steht das Chalet Zermatt Peak, das nun als das beste Chalet der Welt ausgezeichnet wurde. Es liegt nur elf Gehminuten von der Gornergratbahn und damit vom Skigebiet Matterhorn Ski Paradise entfernt.

Das sehen aber nur die, die es schaffen, das Chalet überhaupt zu verlassen. Denn hier gibt es ein Spa mit Whirlpool und Sauna, ein Fitnesscenter, ein Gourmet-Restaurant mit deckenhohen Fenstern und einem Weinkeller. Natürlich steht auch ein Hubschraubertransfer zur Verfügung.

Tägliches Pflichtprogramm im Chalet: das Matterhorn während des Sonnenaufgangs bestaunen
Foto: Getty Images

Die „Best Ski Awards“ arbeiteten ein Jahr lang mit Fachleuten der Skibranche und Konsumenten zusammen, um zu den Ergebnissen zu kommen. Sion Rapson, Geschäftsführer der World Ski Awards, sagt in einer Pressemitteilung: „Das Programm World Ski Awards 2020 erhielt eine Rekordzahl an Stimmen, die von der Öffentlichkeit abgegeben wurden. Dies zeigt, dass der Appetit auf die Buchung eines Skiurlaubs noch nie so groß war und für die Branche zu Beginn der globalen Erholung ein gutes Zeichen ist. “

Die komplette Liste mit allen Gewinnern

Das beste Skigebiet der Welt: Val Thorens, Frankreich

Das weltbeste Freestyle Resort: Laax, Schweiz

Das weltbeste Skihotel: W Verbier, Schweiz

Das beste neue Skihotel der Welt: Park Hyatt Niseko Hanazono, Japan

Das weltbeste grüne Skihotel: Valsana Hotel & Appartements, Schweiz

Das weltbeste Skiboutique Hotel: Aurelio Lech, Österreich

Das weltbeste Ski Chalet: Chalet Zermatt Peak, Schweiz

Das beste neue Ski Chalet: Cahlet Marmottiére, Schweiz

Die weltbeste Skigebietsgesellschaft: Bergbahn AG Kizbühel, Österreich

Das beste Indoor-Skigebiet der Welt: Ski Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

Der beste Skireiseveranstalter: Tui

Das beste Skireisebüro: Leo Trippi

Der beste Heli-Ski-Betreiber: Bella Coola Heli Sports, Kanada

Der beste Skitranferbetreiber: Schneebeben

Die Top 10 der besten Skigebiete der Alpen

Wer seinen Winterurlaub in den Alpen verbringen will, sollte sich auch das Ranking der „Best Ski Resort“-Studie genau ansehen. Sie kürt seit 2010 alle zwei Jahre das beliebteste Skigebiet der Alpen. In diesem Jahr holte sich Zermatt in der Schweiz den ersten Platz. Platz zwei geht an das Gebiet Gröden/Seiser Alm in Südtirol. Im Jahr 2018 lag noch Kronplatz in Südtirol (Italien) auf dem ersten Platz und verdrängte damals Zermatt von der Spitzenposition, welche das Schweizer Skigebiet 2016 bereits einmal erreicht hatte. In diesem Jahr teilt sich Kronplatz den dritten Platz mit Arosa-Lenzerheide in Graubünden.

Auf Rang vier liegt St. Moritz, gefolgt von Alta Badia und Saas-Fee auf Platz sechs, Serfaus-Fiss-Ladis auf Rang acht, Gurgl auf Rang neun und Ischgl auf Platz zehn.

Für die Studie, die vom „Mountain Management Consulting“ in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck/Bozen durchgeführt wurde, sind in der vergangenen Saison knapp 40.000 Skifahrer und Snowboarder zu ihren Präferenzen und ihrer Zufriedenheit befragt worden – an den Pisten 55 ausgewählter Top-Skigebiete im Alpenraum. Die Platzierungen ergeben sich aus einer Art Zufriedenheits-Index. Die befragten Wintersportler bewerten die Skigebiete in mehrere Kategorien mit den Noten 1 (mangelhaft) bis 10 (top).

Das wichtigste Kriterium für die Wahl eines Skigebiets ist laut der Studie die Größe und damit das Pistenangebot. Andere wichtige Kriterien sind Schneesicherheit, Pistenqualität, die Unterkünfte vor Ort und der Beförderungskomfort.

Ein paar Skigebiete fallen besonders auf: Seit Beginn der Befragungen wird Serfauss-Fiss-Ladis von Familien mit Kindern durchgehend am besten bewertet, Sulden steht seit 2012 für Preis/Leistung, Ischgl für Après Ski und Laax begeistert in der Kategorie Fun & Snowboardparks.

Was die 3 besten Skigebiete der Alpen im Ranking so beliebt macht

1. Zermatt, Schweiz

Zermatt

Das Schweizer Skigebiet Zermatt landete in der Gesamtwertung auf Platz 1 und konnte vor allem in den Kategorien „Schneesicherheit“, „Skischulen“, „Naturerlebnis“ und „Pistenqualität“ punkten                    Foto: Getty Images

Der kategorieübergreifende Gesamtsieger aus dem Jahr 2016 hat dieses Mal wieder den ersten Platz geholt. Punkten konnte Zermatt beim diesjährigen „Best Ski Resort“ besonders in Sachen „Schneesicherheit“, „Naturerlebnis“ und „Pistenqualität“.

Zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia liegt das „Matterhorn ski paradise“ auf einer Höhe von rund 3883 Metern. Damit ist es das höchstgelegene Skigebiet in der Schweiz. Für Skifahrer stehen 360 Kilometer Pisten und 52 Lifte bereit, darunter die höchste 3-Seil-Umlaufbahn der Welt „Matterhorn glacier ride“. Ein Skipass für Erwachsene kostet in der Hauptsaison 92 Schweizer Franken (umgerechnet ca. 60 Euro) pro Tag.

Hinweis: Bis mindestens 24. November bleibt das Skigebiet in diesem Jahr wegen Corona-Bestimmungen geschlossen. Wann es genau in diesem Jahr eröffnen wird, ist noch unklar.

2. Gröden/Seisner Alm, Südtirol, Italien

Gröden

Das Skigebiet Val Gardena belegte den zweiten Platz
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Das Südtiroler Val Gardena (z. Dt: Grödnertal) konnte sich beim „Best Ski Resort 2020“ den 2. Platz sichern und hat sich so im Vergleich zu 2018 um einen Platz steigern können. Punkte sammelte das Grödnertal vor allem in den Kategorien „Naturerlebnis“ und „Exklusivität“ sowie „Preis-Leistungs-Verhältnis“.

Das Skigebiet Gröden/Seisner Alm ist Teil von „Dolomiti Superski“, einem Zusammenschluss von zwölf Skigebieten in den Dolomiten. Das Skigebiet bietet 175 Kilometer Pisten und 78 Lifte.

Ein Skipass für Erwachsene kostet in der Hauptsaison 59 Euro pro Tag. In diesem Jahr startet die Ski-Saison im Grödnertal voraussichtlich am 28. November (Stand: 6. November).

3. Kronplatz, Südtirol, Italien

Kronplatz in Südtirol ist nach der aktuellen Studie das drittbeste Skigebiet in den Alpen
Foto: dpa Picture Alliance

Das Skigebiet Kronplatz in Südtirol sahnte beim „Best Ski Resort 2020“ vor allem in der Kategorie „Gastronomisches Angebot am Berg“ ab.

Die Kronplatz-Region erstreckt sich vom Westen des Pustertals über das Ahrntal ins Antholzer- und Gsieser Tal bis zum Gadertal im Süden. Namensgeber ist der 2.275 Meter hohe Berg Kronplatz. Er liegt am Rande der Dolomiten und ist in Südtirol auch unter der Bezeichnung „Skiberg Nr. 1“ bekannt.

Skifahrern bietet die Kronplatz-Region Pisten mit einer Gesamtlänge von 119 Kilometern in Höhenlagen zwischen 1000 und 2275 Metern sowie 32 Lifte. In der Hauptsaison kostet der Skipass für Erwachsene 60 Euro pro Tag. In diesem Jahr wird voraussichtlich am 28. November in die Saison gestartet (Stand: 6. November).

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3. Arosa Lenzerheide, Schweiz

Die beeindruckende "Urdenbahn" zwischen Lenzerheide und Arosa

Die beeindruckende „Urdenbahn“ zwischen Lenzerheide und Arosa
Foto: dpa Picture Alliance

Gemeinsam mit der Kronplatz-Region belegt das Schweizer Skigebiet in diesem Jahr Platz drei des Rankings. Besonders die Skischulen des Gebiets überzeugen.

Die Region gilt als schneesicher und bietet 225 Pistenkilometer. 43 Skilifte sind in dem Skigebiet in Betrieb, darunter auch die Doppelseilbahn „Urdenbahn“, die die Skigebiete Arosa und Lenzerheide verbindet. Dabei schwebt sie fünf Minuten lang über das Urdental. Nachtskifahren, Vollmondabfahrten oder EarlyBird-Tickets sorgen dafür, dass das Pistenangebot rund um die Uhr ausgenutzt werden kann. 59 Schweizer Franken kostet ein Tagesticket in der Hauptsaison, das entspricht 55 Euro.

Seit dem 31. Oktober läuft hier ein Teilbetrieb am Wochenende, von 28. November bis 18. Dezember soll ein täglicher Teilbetrieb stattfinden. Ab dem 19. Dezember startet die Saison im Vollbetrieb (Stand: 6. Nomember).

Die 8 schönsten Skigebiete fernab der Alpen

Die Plätze 1 bis 10 im Überblick:

Platz 1: Zermatt, Schweiz

Platz 2: Gröden/Seiser Alm, Südtirol

Platz 3: Arosa Lenzerheide, Schweiz und Kronplatz, Südtirol

Platz 5: St. Moritz, Schweiz

Platz 6: Alta Badia, Südtirol und Saas Fee, Schweiz

Platz 8: Sefauss-Fiss-Ladis, Österreich

Platz 9: Gurgl, Österreich

Platz 10: Ischgl, Österreich

Once in a lifetime

„Während meiner Profi-Karriere in der Deutschen Ski-Nationalmannschaft durfte ich in Skigebieten auf fast allen Kontinenten die Hänge runterrasen.

Jedes hat dabei seinen ganz eigenen Reiz – von den schroffen Rocky-Mountains in Kanada über die von Nordlichtern geküssten Berge in Skandinavien bis zu den sanfteren, von meterhohem Schnee bedeckten Hügeln in Japan. Doch ein Skigebiet hat mich so beeindruckt wie kein zweites: Zermatt. Und das liegt vor allem an diesem unfassbar schönen, imposanten Wahrzeichen des Ortes, der Schweiz – ja, wenn nicht sogar der gesamten Alpen. Das Matterhorn!

Wer sich morgens beim Frühstück für den Skitag stärkt und durch Fenster bereits den Blick aufs „Hörnli” genießen kann, darf sich glücklich schätzen. Im Sommer lohnt sich auch die Auffahrt ins Gletscherskigebiet zur frühen Morgenstunde, um von dort den magischen Sonnenaufgang zu erleben. Diese Magie lässt einen den ganzen Tag nicht mehr los, während man sich auf den zahlreichen Pisten die Seele aus dem Leib wedeln, carven und brettern kann.

Die Schweizer Gemütlichkeit kommt in den Restaurants und Hütten nicht zu kurz: In Zermatt habe ich zum ersten Mal erlebt, wie echtes Raclette zubereitet wird und schmeckt! Ich kann es kaum in Worte fassen, während meine Gedanken um den Ober kreisen, der vor unseren Augen den Käse vom erhitzen Laib schabte und sich dieser angenehm-kräftige Geruch ausbreitete. Aber Moment... Hier soll es ja ums Skifahren gehen: Ich denke 360 Kilometer Piste für alle Könnensstufen, dazu Freeride-Optionen und Snowpark im höchstgelegenen Skigebiet der Alpen (Schneesicherheit!) sprechen für sich.

Das Dorf Zermatt ist autofrei (bei der Anreise u. U. ein kleiner Heckmeck, bis man vom Elektroauto abgeholt wurde, aber eigentlich ist das kein Problem), was nochmal einen ganz eigenen Flair in den Gassen verbreitet. Für so viel Ambiente und Gipfelglück muss man leider tief in die Taschen greifen, selbst für Schweizer Verhältnisse liegt die Preislatte für Kost und Logis hoch (ganz gut kann man die im örtlichen Burger-Schnellrestaurant mit den deutschen Preisen vergleichen!). Aber es lohnt sich trotzdem – und wenn nur once in a lifetime! “ – Alexandra Grauvogl, ehemalige Profi-Skiläuferin und jetzige Redaktionsleiterin von FITBOOK.de