Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Jeff Bezos beamt „Captain Kirk“ ins All

William Shatner fliegt mit „Blue Origin“ in den Weltraum

Jeff Bezos' Blue Origin New Shepard Space Rakete fliegt den Billionär und andere Passagiere ins All
Völlig schwerelos: Am 20. Juli 2021 ist Amazon-Gründer Jeff Bezos erstmalig mit seiner eigenen Trägerrakete „New Shepard“ und seinem eigenen Raumschiff ins All aufgebrochen. Mit an Bord: Sein Bruder Mark Bezos, Luftfahrt-Pionierin Wally Funk und der Niederländer Oliver Daemen. Foto: Getty Images / dpa Picture Alliance / Collage TRAVELBOOK

Jeff Bezos, der reichste Mensch der Welt, ist mit seinem eigenen Weltraum-Unternehmen bereits im Juli 2021 erfolgreich bemannt ins Weltall aufgebrochen. Nun soll William Shatner, vielen besser bekannt als „Captain Kirk“ aus der Kult-Fernsehserie „Star Trek“, zum ersten Mal im realen Leben die unendlichen Weiten des Alls erkunden.

Es klingt wie der perfekte PR-Gag: „Star-Trek“-Schauspieler William Shatner erkundete als Captain Kirk fiktive Weiten und wird nun tatsächlich ins All fliegen. An Bord der Astronauten-Kapsel von Amazon-Gründer Jeff Bezos‘ Unternehmen „Blue Origin“ soll Shatner am 12. Oktober abheben – als einer von vier Personen an Bord. Shatner wird als 90-Jähriger damit der älteste Mensch sein, der jemals im All war.

William Shatner Captain Kirk und Spock an Bord der Enterprise
„Beam me up, Scotty“: Für William Shatner, der jahrelang in „Star Trek“ mit der Enterprise im Weltraum unterwegs war, wird der Flug ins All nun WirklichkeitFoto: dpa picture alliance

Erster Weltraum-Flug von „Blue Origin“ dauerte nur 10 Minuten

Nach 15 Testflügen in sechs Jahren ist Jeff Bezos am 20. Juli erstmals zu einem bemannten Flug ins All aufgebrochen – mit seiner Weltraumfirma „Blue Origin“ und drei weiteren Begleitpassagieren. Einen Piloten gab es nicht, alles wurde von Computern gesteuert. 15.15 Uhr hob die wiederverwendbare Trägerrakete „New Shepard“ von der Startrampe in Van Horn im US-Bundesstaat Texas ab und beschleunigte auf über 3500 Kilometer pro Stunde. Nach knapp vier Minuten löste sich durch eine Sprengladung die Raumkapsel mit Panorama-Fenstern von der Rakete. Sie erreichte mit circa 105 Kilometern über dem Meeresspiegel ihren höchsten Punkt und die Crew erlebte für kurze Zeit die Schwerelosigkeit. Nach nur rund zehn Minuten in einer Höhe von mehr als 100 Kilometern landeten Bezos und seine Begleit-Passagiere wieder sicher auf der Erde.

Bezos hatte „Blue Origin“ vor rund 20 Jahren gegründet. Die „New Shepard“ ist eine 18 Meter hohe wiederverwendbare Trägerrakete. Hauptsächlich besteht sie aus Rakete und Druckkapsel mit Platz für bis zu sechs Personen.

Die Pläne von Jeff Bezos mit „Blue Origin“

Bezos entwickelt das Weltraumprogramm „Blue Origin“ seit Jahren. Tatsächlich bekam das Unternehmen sogar schon Zuschüsse von der Nasa für die Entwicklung von Mondlande-Funksystemen, wie „Business Insider“ berichtete. Bereits vorgestellt wurde außerdem das Mondlandefahrzeug „Blue Moon“. Damit sollen, wenn es nach Bezos geht, schon im Jahr 2024 Amerikaner auf dem Mond fahren.

Eines schließt Bezos allerdings aus: Er will, im Gegensatz zu seinem Konkurrenten Elon Musk und dessen Unternehmen Space X, nicht zum Mars fliegen. Der Planet sei seiner Meinung nach einfach zu weit weg. Neben Jeff Bezos und Elon Musk beteiligt sich auch Richard Branson am Weltraumtourismus-Wettlauf.