Elon Musk schickt Mann um den Mond

Der erste Weltraumtourist von SpaceX steht fest

Einmal im Weltall fliegen – das ist der Traum vieler Menschen. Mit SpaceX wird er jetzt zumindest für einen Passagier zur Realität
Einmal im Weltall fliegen – das ist der Traum vieler Menschen. Mit SpaceX wird er jetzt zumindest für einen Passagier zur Realität
Foto: Getty Images

Vor über einem Jahr wurde es angekündigt, jetzt soll es Realität werden: Die erste Privatperson soll mit SpaceX den Mond umrunden. Am Montagabend verkündete das Unternehmen von Elon Musk die Details. Einen genauen Termin gibt es zwar noch nicht, dafür aber schon große Vorfreude.

Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk hatte letzte Woche bereits bekannt gegeben, dass ein Weltraumtourist rund um den Mond fliegen werde. Am Montag um 18 Uhr Ortszeit wurde nun verkündet, dass der japanische Milliardär Yusaku Maezawa gemeinsam mit einer Gruppe von Künstlern wie Maler oder Musiker zu der Mondumkreisung starten wird. In fünf Jahren soll es an Bord der 5 Milliarden teuren „Big Falcon Rocket“ losgehen.

Maezawa hatte sein enormes Vermögen mit der Online Mode-Plattform Zozotown verdient und ist international auch als Kunstsammler bekannt. Die Künstler, die mit ihm reisen sollen, will er einladen. „Die Menschheit wurde auch von Künstlern geprägt, das will ich fortführen“, sagte er laut Medienberichten. Wie viel er bisher bezahlt hatte, verriet Maezawa nicht. Allerdings hab Elon Musk zu, dass die Anzahlung des Milliardärs dazu beigetragen hätte, den Bau von „BFR“ weiter voranzutreiben.

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Mit dem Startzeitpunkt in fünf Jahren korrigiert SpaceX bisherige Angaben. 2017 plante man noch einen Start für Ende dieses Jahres. Im Sinne der Sicherheit macht ein verspäteter Start allerdings durchaus Sinn. So gab Musk an, dass vor dem Mondflug die Rakete zunächst in mehreren Flügen erprobt werden müsse. Die ersten Flugversuche soll es 2019 geben, in den folgenden zwei bis drei Jahren dann die ersten Testflüge, und auch ein unbemannter Flug um den Mond mit einem Abstand von nur 200 Metern ist geplant. Elon Musk betonte gegenüber dem Japaner: „Es ist ein wirklich sehr gefährliches Vorhaben – aber wir werden alles für die Sicherheit tun.“ Noch steht nicht fest, von wo die Rakete starten soll. Allerdings sei sogar ein Start von einer schwimmenden Plattform möglich.

So sieht die Zukunft des Reisens aus

Musk hatte die „BFR“-Rakete, die er scherzhaft „Big f***ing Rocket“ nennt, im vergangenen Jahr vorgestellt. Ihr Ziel sei es, in naher Zukunft den Mars zu bevölkern. Dafür will das Unternehmen schon in vier Jahren zwei Frachtschiffe auf den Roten Planeten schicken. 2024 sollen dann, wenn Musks Plan aufgeht, erstmals Menschen auf dem Mars landen. Der erste Weltraumtourist könnte der Startschuss für solche außergewöhnlichen Projekte sein.