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China hebt Quarantäne-Pflicht bei Einreise auf

Trotz hoher Corona-Fallzahlen

China hebt Quarantäne-Pflicht bei Einreise auf

China Einreise
Boarding für einen Flug nach China: Kabinenpersonal in Schutzkleidung misst am John F. Kennedy International Airport in New York die Körpertemperatur bei ReisendenFoto: picture alliance/dpa/AP | Emily Wang Fujiyama

China wird ab dem 8. Januar keine Quarantäne mehr für Einreisende aus dem Ausland verlangen. Damit wird eine Regel aufgehoben, die seit Beginn der Pandemie vor knapp drei Jahren in Kraft war.

China hebt seine im Zuge der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen für Einreisende teilweise auf. Ab dem 8. Januar müssten sich ins Land kommende Personen nicht mehr in Quarantäne begeben, teilte die Nationale Gesundheitskommission am Montag (26. Dezember) mit. Bislang waren eine fünf Tage dauernde Quarantäne in einer staatlich überwachten Einrichtung und drei weitere Tage Isolation zu Hause verpflichtend. Zudem würden die Vorkehrungen für die Einreise von Ausländern nach China zu Arbeits- und Geschäftszwecken verbessert und die erforderliche Visa-Vergabe werde erleichtert, hieß es.

PCR-Test vor Einreise weiterhin Pflicht

Darüber hinaus werde Chinas Umgang mit dem Corona-Virus von der derzeit strengsten Kategorie A auf die weniger strenge Kategorie B herabgestuft, teilte die Behörde mit. Zur Begründung hieß es, die Krankheit sei weniger virulent geworden und entwickele sich allmählich zu einer gewöhnlichen Atemwegsinfektion. Einreisende nach China müssen sich aber weiterhin 48 Stunden vor der Abreise einem PCR-Test unterziehen.

China hatte lange eine strikte „Null Covid“-Politik betrieben, bei der teilweise ganze Stadtteile bei Corona-Infektionen abgeriegelt wurden. Das hat die chinesische und auch die internationale Wirtschaft schwer getroffen und zuletzt zudem zu Protesten der Bevölkerung geführt. Vor wenigen Wochen dann hat Präsident Xi Jinping eine abrupte Kehrtwende vollzogen und fast alle Beschränkungen im Land aufgehoben. Deshalb steigen die Infektionszahlen in China derzeit drastisch. Einige Experten gehen davon aus, dass sich in der kommenden Zeit rund 60 Prozent der 1,4 Milliarden Chinesen mit dem Virus infizieren werden und mehr als zwei Millionen Menschen sterben könnten.

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Impfquote bei älteren Menschen soll erhöht werden

Die Gesundheitskommission erklärte am Montag zudem, sie wolle die Impfquote bei älteren Menschen weiter erhöhen und fördern, dass Personen mit dem hohen Risiko einer schweren Erkrankung eine zweite Impfdosis bekämen. Die Impfquote in der gefährdeten älteren Bevölkerung ist in China relativ niedrig. Regierungsdaten zufolge haben nur 57,9 Prozent der Erwachsenen eine Auffrischungsimpfung erhalten – bei Menschen über 80 Jahren sind es nur 42,3 Prozent. Zudem wurde ihnen zumeist der Impfstoff der chinesischen Firma Sinovac verabreicht, der im Vergleich etwa zu dem des deutschen Unternehmens Biontech22UAy.DE als weniger wirksam gilt.

Hinweis: Informationen zu den aktuellen Einreisebstimmungen für China finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

Mit Material von Reuters

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