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Wer ist berechtigt?

„Corona-Auszeit” – Staat zahlt 90 Prozent Ihres Familien-Urlaubs

Frau wandert mit Kindern im Wald
Die staatlich geförderte Familienauszeit gilt auch für Alleinerziehende – insofern die Voraussetzungen erfüllt werdenFoto: Getty Images

Homeoffice, Kinderbetreuung, Haushalt: Die Corona-Pandemie hat viele Familien stark belastet und ist für einige noch immer sehr herausfordernd. Damit sich Groß und Klein auch erholen können, wenn das Geld knapp ist, gibt es eine staatlich geförderte Auszeit für Familien. TRAVELBOOK zeigt, wie die vergünstigte Familien-Ferienzeit funktioniert.

„Corona-Auszeit für Familien – Familienferienzeiten erleichtern“: Das Programm ermöglicht Urlaub für Familien mit kleineren oder mittleren Einkommen oder mit Angehörigen mit einer Behinderung. Die staatlich geförderte Erholung wird vom Bundesfamilienministerium ermöglicht und soll Familien wieder Kraft tanken lassen. 50 Millionen Euro stehen dafür bis Ende 2022 bereit. Für ihre Auszeit zahlen die Familien selbst nur etwa 10 Prozent der Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Doch es gelten bestimmte Kriterien.

„Corona-Auszeit für Familien“: Das Programm

Im Rahmen des Programms „Corona-Auszeit für Familien“ ist Urlaub auch für Familien mit kleinem Geldbeutel möglich. Die Unterstützung verspricht Erholung von pandemiebedingten Belastungen: Berechtigte Familien können ihre Ferienzeit in einer von bisher 63 gemeinnützigen Familienferienstätten buchen. Die Angebote verteilen sich über ganz Deutschland – von der Ost- bis zum Bodensee.

Der Aufenthalt kann bis zu einer Woche dauern. Familien können bis Ende 2022 aber sogar zweimal sieben Tage Urlaub beantragen – einmal in diesem und einmal im kommenden Jahr. Sie selbst zahlen nur etwa 10 Prozent der Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Die restlichen rund 90 Prozent übernimmt der Bund. Kosten für An- und Abreise sowie Kurtaxe werden jedoch nicht bezuschusst.

Die vergünstigte Familienzeit gilt explizit für alle Familienformen – also auch für Alleinerziehende, Stief- oder Pflegeeltern. Alle Familien müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

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Die Voraussetzungen

Für die „Corona-Auszeit für Familien“ gibt es zwei Grundvoraussetzungen. Die Familie hat ihren Hauptwohnsitz in Deutschland und die Eltern oder Elternteile haben für ihr Kind oder ihre Kinder Anspruch auf Kindergeld. Darüber hinaus muss eines der folgenden drei Kriterien erfüllt werden:

  • Die Eltern oder Elternteile beziehen Sozialleistungen oder haben nur ein bestimmtes Einkommen. Die Familie muss mit mindestens einem minderjährigen Kind anreisen.
    • Bei einem alleinerziehenden Elternteil mit Kind unter sechs Jahren liegt die Einkommensgrenze beispielsweise bei 40.344 Euro – je nach Anzahl und Alter der Kinder variiert der Wert.
  • Bei einem mitreisenden Kind liegt ein Grad der Behinderung von mindestens 50 vor. Das Kind muss nicht minderjährig sein und das Einkommen spielt keine Rolle.
  • Bei einem Elternteil liegt ein Grad der Behinderung von mindestens 50 vor. Die Familie muss mit mindestens einem minderjährigen Kind anreisen und das Einkommen spielt keine Rolle.

Wer klären möchte, ob seine Familie die Kriterien erfüllt, kann den Einkommensrechner der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung als erste Orientierung nutzen. Allerdings fragt der Rechner nicht alle relevanten Voraussetzungen ab. Deshalb entwickelt das Bundesfamilienministerium derzeit einen Online-Check, der in Kürze zur Verfügung stehen soll.

In welchem Zeitraum kann die „Corona-Auszeit für Familien“ stattfinden?

Vom 1. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2022 können berechtigte Familien wählen, wann sie ihre „Corona-Auszeit“ in Anspruch nehmen möchten. Voraussetzung dafür: In der gewünschten Unterkunft sind freie Plätze verfügbar.

Sie haben weitere Fragen? Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine Übersicht der Antworten auf die wichtigsten Fragen zur „Corona-Auszeit für Familien“ erstellt.