Steigende Infektionszahlen

Fast ganz Italien jetzt Corona-Risikogebiet

In Italien gibt es wieder mehr als 10.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus täglich – trotz landesweiter Maskenpflicht im Freien
In Italien gibt es erstmals mehr als 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus täglich – trotz landesweiter Maskenpflicht im Freien
Foto: dpa picture alliance

Italien wurde bereits im Frühjahr schwer von Corona getroffen, nun befindet sich das Land in der zweiten Welle. Zahlreiche Regionen wurden wieder zu Risikogebieten erklärt und Ausgangssperren beschlossen, landesweit gilt auch im Freien eine Maskenpflicht. TRAVELBOOK berichtet über die aktuelle Corona-Lage in Italien und erklärt, worauf Urlauber achten sollten.

Italien hat im Kampf gegen wieder rasant steigende Infektionszahlen das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Seit Montag (26.10.) müssen Bars und Restaurants ab 18 Uhr schließen, wie aus einer Anordnung von Sonntag hervorgeht. Kinos, Theater, Spielhallen, Clubs, öffentliche Sportstätten und Schwimmbäder werden ganz dichtgemacht. Die Italiener werden aufgefordert, möglichst nicht rauszugehen und die Kontakte zu Hause mit Personen außerhalb der eigenen Familie einzuschränken. Die Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte verzichtet aber auf eine neue landesweite Ausgangssperre. Auch Geschäfte und die meisten Unternehmen dürfen weiterarbeiten

In Italien ist inzwischen Kalabrien im Süden des Landes die einzige Region, die aus deutscher Sicht kein Risikogebiet ist.

Anfang Oktober wurde in Italien der Ausnahmezustand wegen der Corona-Krise bis Ende Januar 2021 verlängert. Zudem gilt seitdem nach Angaben des Gesundheitsministeriums landesweit im Freien eine Maskenpflicht. Damit soll die steigende Zahl von Neuinfektionen gebremst werden.

Kann ich trotz Corona in Italien einreisen?

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für ganz Italien ausgesprochen, mit Ausnahme der Region Kalabrien. Wer nach Italien einreist muss sich nach seiner Rückkehr in Deutschland deswegen testen lassen und gegebenenfalls in Quarantäne.

Aus Deutschland ist die Einreise nach Italien weiterhin gestattet. Allerdings können die italienischen Gesundheitsbehörden bei Corona-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten eine 14-tägige Quarantäne verordnen, die bei Vorliegen eines negativen Tests auf 10 Tage verkürzt wird.

Für alle Reisenden gilt die Regelung, dass beim Einstieg in ein Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) dem Beförderer die Einreiseerklärung übergeben und ihm eine Prüfung der gemachten Angaben ermöglicht werden muss. An Flughäfen und Häfen, aber auch bei der Einreise im Überlandverkehr werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt.

Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien

Eine Maske ist im Freien, sowie auch im öffentlichen Raum verpflichtend, im Gegensatz zu Deutschland sind oft auch Einweghandschuhe vorgeschrieben. Wer gegen die Tragepflicht verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Nicht wundern sollten sich Urlauber, wenn Sie beim Betreten eines Museums zum Fiebermessen gebeten werden. Die Temperaturmessungen werden häufig durchgeführt und wer eine zu hohe Temperatur hat, darf nicht eintreten.

 

Das Auswärtige Amt zur Corona-Situation in Italien

Das Auswärtige Amt rät, aufgrund der womöglich sich schnell ändernden Lage, sich vor Abreise nach Italien unbedingt über den aktuellen Stand der Dinge vor Ort zu erkundigen und Nachrichten sowie Wetterberichte zu verfolgen.

Auf der Website steht ebenfalls: „Nach einer vorübergehenden Verbesserung verzeichnet Italien jetzt aber wieder stark steigende Infektionszahlen. In allen Regionen in Italien, mit Ausnahme der Region Kalabrien, beträgt die Inzidenz mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb ganz Italien, mit Ausnahme der Region Kalabrien, als Risikogebiet eingestuft wurde.“