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Die Corona-Lage im Überblick

Italien ab Sonntag kein Risikogebiet mehr!

Urlaub in Italien trotz Corona
Endlich wieder Urlaub in Italien – doch bei der Einreise gibt es teilweise ProblemeFoto: Getty Images

Italien wird wieder für Besucher attraktiver. Ab Sonntag gilt das Land nicht mehr als Risikogebiet. Welche Maßnahmen in Italien aktuell gelten und wie die allgemeine Corona-Lage aktuell ist – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag (6. Juni) Italien von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus Italien auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss demnach künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Bereits Ende April hatte die italienische Regierung einen Fahrplan für schrittweise Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Italien beschlossen, mittlerweile sind zahlreiche Kultureinrichtungen und auch die Gastronomie wieder geöffnet. Auch angesichts der Sommerferien planen nun immer mehr Deutsche einen Urlaub in Italien.

Doch was gilt im Allgemeinen für Urlauber, die aktuell nach Italien einreisen wollen? TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Verwirrung um Einreiseformular

Seit Kurzem sollen Urlauber in Itailien das von der EU entwickelte Formular „EU PLF“ bei der Einreise ausfüllen. Darin muss unter anderem der Grenzübergang angegeben werden – doch es fehlen einfach einige Übergänge, etwa der Brenner oder Winnebach. Auch bei der Auswahl der Region, in die man einreisen will, fehlen aktuell noch Orte, etwa Südtirol. Außerdem liegt TRAVELBOOK ein Foto vor, in dem Urlauber als Ausgangsflughafen den Berliner Flughafen Tempelhof auswählen können – der jedoch bereits seit 2008 geschlossen ist. Der EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hat bereits angekündigt, eine dringende Anfrage zu dem Thema an die EU-Kommission zu schicken, wie der „Merkur“ berichtet.

Worauf müssen Italien-Urlauber sich einstellen?

Nachdem in Italien und Deutschland die Quarantänepflichten gefallen sind, reist es sich leichter. Dennoch bleibt einiges zu beachten: Grundsätzlich warnt das Auswärtige Amt (AA) trotz sinkender Corona-Zahlen in dem Mittelmeerland noch bis einschließlich 5. Juni vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Italien“. Von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Italien wird mit Wirkung vom 6. Juni 2021 weiterhin abgeraten.

Rom verlangt in der Regel bei der Einreise einen höchstens 48 Stunden alten, negativen Corona-Test, egal ob Antigen- oder PCR-Test. Außerdem muss man ein Einreiseformular ausfüllen. Dieses Dokument sollte vorab online erstellt werden – ähnlich wie bei der Rückreise nach Deutschland.

Die Restaurants und Bars dürfen seit dem 26. April ihre Außenbereiche wieder öffnen. Allerdings nur in Regionen, die als gelbe Zonen gelten. Seit dem 1. Juni darf die Gastronomie ihre Gäste auch drinnen bewirten und die Menschen können in Fitnessstudios trainieren. Mit Blick auf die Fußball-EM sollen ab Juni wieder begrenzt Fans in Stadien erlaubt sein. Mit den Lockerungen können mehr Kinder zum Präsenzunterricht kommen. Außerdem ist in den Gelben Zonen Sport im Freien in Gruppen wieder erlaubt.

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Die landesweite nächtliche Ausgangssperre wird allmählich aufgehoben. Die Ausgangssperre beginnt aktuell um 23 Uhr. Ab dem 7. Juni soll diese um Mitternacht gelten. Am 21. Juni soll sie dann vollständig abgeschafft werden.

In Rom sind seit dem 26. April diverse Museen wieder geöffnet. Der Palazzo Barberini mit seiner bedeutenden Kunstsammlung, die Trajansmärkte und auch die berühmte Ausgrabungsstätte der antiken Rennstätte Circus Maximus können nun wieder besucht werden. Auch Venedigs Oper La Fenice lässt wieder Zuschauer ein, und die Uffizien in Florenz haben den Boboli-Garten wieder geöffnet. Ebenso kann man den Archäologiepark der in der Antike der bei einem Vulkanausbruch zerstörten Stadt Pompeji wieder besuchen.

Coronalage in Italien

In Italien sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen und -Todesfälle auch wegen des Impffortschritts weiter. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt bei 1963. Seit dem Ausbruch der Pandemie starben mehr als 126.000 Menschen in Italien an oder mit dem Coronavirus. Die Zahl der Infektionen in dem südeuropäischen Staat beläuft sich auf insgesamt 4,23 Millionen (Stand: 4. Juni 2021).

Einreise nach Italien

Für Reisende aus Deutschland ist die Einreise nach Italien grundsätzlich und seit dem 16. Mai 2021 wieder ohne Quarantänepflicht gestattet. Das AA schreibt jedoch: „Grundsätzlich ist die Vorlage eines negativen PCR- oder Antigen-Tests erforderlich, der bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein darf. Ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren. Verschiedene Fluggesellschaften verlangen verpflichtend einen negativen Test beim Boarding. Reisende ohne negativen Test sind verpflichtet, sich zehn Tage selbst zu isolieren und am Ende einen Test vorzunehmen.“

Reisende müssen mit Einschränkungen im Flug-, Zug-, Bus- und Fährverkehr rechnen. Und auch die Autoreise nach Italien kann mit Einschränkungen verbunden sein. Reisende sollten sich unbedingt vor der Abfahrt über die aktuellen Maßnahmen informieren.

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Aktuelle Corona-Beschränkungen in Italien

Neben der nächtlichen Ausgangssperre ab 23 Uhr und dem teilweisen Reiseverbot zwischen den einzelnen Regionen gibt es je nach Region verschiedene Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie. Reisen zwischen als gelb eingestuften Regionen sind wieder möglich. Personen mit einer „Grünen COVID-19-Bescheinigung“ (für Geimpfte, Genesene und Getestete) dürfen sich wieder uneingeschränkt zwischen allen Zonen bewegen. 

Rote Zone

Neben der bereits erwähnten durchgängigen Ausgangsbeschränkung und dem Verbot, im Restaurant zu sitzen, sind in der roten Zone auch die meisten anderen Bereiche des öffentlichen Lebens geschlossen. Das gilt etwa für Schulen, Museen und andere Kultureinrichtungen, Konzerte und Theater, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Spas. Sportliche Wettbewerbe finden ohne Besucher statt. Kirchen bleiben geöffnet, ebenso wie Hotelrestaurants.

Orangefarbene Zone

Die genannten Maßnahmen der roten gelten mit wenigen Ausnahmen auch in der orangefarbenen Zone: Die Ausgangssperre gilt hier nur nachts, Bewegungen sind jedoch auf die eigene Gemeinde beschränkt. Bildungseinrichtungen sind bis auf die höheren Stufen geöffnet, für die gibt es Wechselunterricht.

Weiße Zone

In der weißen Zone müssen die Menschen sich nur an die landesweit geltende Maskenpflicht halten.

Hygienemaßnahmen

In ganz Italien herrscht Maskenpflicht. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss überall im öffentlichen Raum, drinnen und draußen, getragen werden. Kinder unter sechs Jahren müssen keine Maske tragen. Außerdem muss zu anderen Personen ein bis zwei Meter Abstand gehalten werden. Vor dem Betreten vieler Einrichtungen wird die Körper-Temperatur gemessen. Ist die zu hoch, wird der Zutritt verwehrt und gegebenenfalls die Gesundheitsbehörde informiert. Auch die Nutzung von Handdesinfektionsmitteln ist Pflicht. Die Behörden empfehlen die Nutzung der Corona-App „Immuni“.

(Mit Material von Reuters und dpa)