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Die Lage im Überblick

Italien lockert die Corona-Regeln für Museen

Museen wie das Kolosseum dürfen in Zukunft wieder mehr Besucher auf einmal zulassenFoto: Getty Images

In Italien sollen die Corona-Beschränkungen im Kulturbereich weitestgehend aufgehoben werden. Für einen Besuch im Museum ist der Grüne Pass nun Pflicht. Welche Maßnahmen in Italien aktuell gelten und wie die allgemeine Corona-Lage ist – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Wie sich die Corona-Lage in Italien entwickelt und welche Regeln aktuell für Italiener und Urlauber gelten – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Öffnungen im Kulturbereich

Wer Italien besonders wegen der Kultur des Landes liebt und während des Urlaubs gerne Museen besucht, kann sich freuen: Museen in Italien dürfen nun wieder mit 100-prozentiger Auslastung operieren, bisher waren nur die Hälfte der Besucher zugelassen. Auch in Fußballstadien wurde die Auslastung erhöht, 75 Prozent der Plätze dürfen dort nun belegt werden. Voraussetzung dafür ist der Grüne Pass, in dem der Impf- oder Genesenennachweis oder ein Test hinterlegt wird.

Für Clubs sind allerdings keine Lockerungen vorgesehen. Diese dürfen zwar öffnen, für die Gäste gilt aber weiterhin ein Tanzverbot. Schon am 1. September wurde der Grüne Pass Italien zum verpflichtenden Reisebegleiter in Zügen und Langstreckenbussen, auf Fähren und bei Inlandsflügen. Der öffentliche Nahverkehr wurde von den Verschärfungen vorerst ausgenommen. Der Nachweis kann digital oder als Ausdruck vorgelegt werden. Kontrolliert werden die Reisenden direkt vor Ort vom jeweiligen Personal.

Die Corona-Lage in Italien

Aktuell haben 83 Prozent der Personen über 12 Jahre in Italien den vollen Impfschutz, 78 Prozent sind zumindest einmal geimpft worden. Mitte Oktober sollen 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, das Land will dann Herdenimmunität erreicht haben. Aktuell liegt der Sieben-Tage-Mittelwert bei 3201 Corona-Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich 4,67 Millionen Italiener mit dem Coronavirus, 131.000 starben im Zusammenhang damit (Stand: 30. September 2021).

Einreise nach Italien

Reisende aus EU-Staaten und damit auch aus Deutschland sowie aus der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island können grundsätzlich nach Italien einreisen und müssen sich bei ihrer Ankunft auch nicht in Quarantäne begeben. Alle Einreisenden müssen sich jedoch vorab über ein Online-Formular anmelden sowie das „EU Digital COVID-Certificate“ (certificazione verde COVID-19) vorlegen. Das enthält den Nachweis, dass der oder die Reisende vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Als Tests werden PCR- und Antigentest anerkannt, die nicht älter als 48 Stunden sind. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen.

Wer keinen Nachweis vorlegt, muss sich fünf Tage isolieren, die örtliche Gesundheitsbehörde informieren und am Ende der Quarantäne einen Test machen. „Grenzgänger aus beruflichen Gründen, Berufspendler, Schüler, Studenten und Reisende aus dringenden gesundheitlichen Gründen für Aufenthalte bis zu 120 Stunden sind hiervon ausgenommen“, schreibt das Auswärtige Amt.

Reisende, die aus dem Vereinigten Königreich nach Italien einreisen, müssen einen negativen Test vorzeigen, sich für fünf Tage isolieren und anschließend einen weiteren Test machen. Einreisende aus Drittländern unterliegen weiteren Beschränkungen und dürfen nur unter bestimmten dringenden Gründen überhaupt nach Italien einreisen. Es besteht ein Einreiseverbot für Reisende, die sich in den letzten 14 Tagen unter anderem in Brasilien, Bangladesch, Indien oder Sri Lanka aufhielten. Mehr zu den aktuellen Einreisebestimmungen je nach Abreiseort finden Sie im Online-Einreiseportal des Krisenzentrums des italienischen Außenministeriums.

Weiterhin gibt es Einschränkungen im internationalen Flug-, Zug-, Bus- und Fährverkehr und auch wer mit dem Auto nach Italien einreist, muss mit Einschränkungen rechnen. Reisende sollten sich unbedingt vor der Abfahrt über die aktuellen Maßnahmen informieren.

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Corona-Maßnahmen in Italien

In Italien gilt der gesundheitliche Notstand. Weiterhin sind die Regionen und autonomen Provinzen in vier Zonen unterteilt (rot, orange, gelb, weiß), für die unterschiedliche Maßnahmen gelten. Aktuell befindet sich Sizilien in der gelben, alle anderen Landesteile in der weißen Zone. Informationen zu den einzelnen Maßnahmen gibt es beim italienischen Gesundheitsministerium. Je nach Klassifizierung können Reisen innerhalb Italiens eingeschränkt werden. Allerdings dürfen sich alle Besitzer des Grünen Passes uneingeschränkt zwischen allen Zonen bewegen.

Seit dem 6. August 2021 muss der Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines negativen Tests überall im Land bei Besuchen von Innenbereichen wie Restaurants, Museen, Fitnessstudios, Schwimmbädern sowie anderen Kultur- und Freizeiteinrichtungen vorgelegt werden. Das Gleiche gilt auch für Sportveranstaltungen, Messen und Kongresse. Die Nachweispflicht gilt für Personen ab zwölf Jahren.

In Italien gelten Abstandsregeln von ein bis zwei Metern sowie eine generelle Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Im Freien muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Für Kinder unter sechs Jahren gilt die Pflicht nicht. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Wer Einrichtungen wie etwa Behörden oder Geschäfte betritt, muss damit rechnen, dass eine Temperaturmessung verlangt wird. Ist die Temperatur zu hoch, kann der Zutritt verwehrt und unter Umständen die Gesundheitsbehörde informiert werden. Die Installation der Tracing-App Immuni wird empfohlen.

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