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Infos für Urlauber

Italien hebt Ende März alle Corona-Regeln auf 

Corona-Regeln in Italien
Obwohl die Corona-Zahlen steigen, lockert Italien die Maßnahmen und beendet den Corona-NotstandFoto: Getty Images

Obwohl die Corona-Zahlen steigen, werden in Italien weitere Maßnahmen gelockert. Ministerpräsident Mario Draghi kündigte an, den Ausnahmezustand Ende März zu beenden. Was sonst noch geplant ist und was Italien-Urlauber derzeit beachten müssen: TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Italiens Regierungschef hat eine Aufhebung des Ausnahmezustandes in seinem Land zum 31. März angekündigt, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Auch für Urlauber entfallen dann einige Einschränkungen. Dieser Schritt kommt, während die Corona-Neuinfektionen im Land steigen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 839,8.

Was aktuell in Italien gilt und was Reisende beachten müssen – TRAVELBOOK hat alle Infos.

Lockerungen durch Aufhebung des Ausnahmezustandes

Wird der Corona-Ausnahmezustand aufgehoben, entfällt vielerorts die Pflicht eines 2G- oder 3G-Nachweises. So muss dann in Hotels, im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften kein Impf- oder Genesenennachweis mehr gezeigt werden. Zudem können ab 31. März wieder mehr Besucher in Kinos, Theater, Ausstellungen oder Museen.

In öffentlichen Innenräumen wie Restaurants und Diskotheken wird weiterhin die 2G-Regel gelten. Wer aber im Außenbereich isst oder tanzt, ist nicht verpflichtet, einen Corona-Schutznachweis zu zeigen. Einzig bei Reisen innerhalb Italiens mit Flugzeugen oder Langstreckenzügen muss noch ein 3G-Nachweis gezeigt werden. Doch auch das gilt nicht mehr lange: Denn am 1. Mai sollten alle Regelungen und mit ihnen der „Green Pass“ fallen, der die Corona-Nachweise dokumentiert. Italiens Gesundheits-Staatssekretär Andrea Costa hatte bereits im Februar angekündigt, dass der Green Pass ab März schrittweise abgeschafft werden soll.

Neue Quarantäne-Regeln

Neben dem Auslaufen des Corona-Notstandes wurden auch neue Regelungen zur Quarantäne verkündet. Ab dem 31. März sind nur noch mit Corona infizierte Personen verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben. Kontaktpersonen allerdings nicht. Diese Regelung gilt unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus der Kontaktpersonen.

Bereits seit dem 11. Februar gilt im Freien in Italien nicht mehr die Pflicht, eine Mund- und Nasenschutzmaske zu tragen. Italien hatte die Maskenpflicht im Freien als erste in Europa bereits im Frühjahr 2020 eingeführt.

Erleichterungen für Ungeimpfte

Italien-Reisende aus den EU-Ländern brauchen seit dem 1. Februar lediglich entweder einen negativen Corona-Test oder einen Impf- oder Genesungsnachweis, wenn sie ins Land kommen. Die in Deutschland verwendeten QR-Codes für die Impfung gelten auch in Italien.

Auch ungeimpfte Reisende aus dem Ausland dürfen wieder in Hotels einchecken und Restaurants besuchen. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

Die Corona-Lage in Italien

In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern sind die täglichen Neuinfektionen nach einem Abfall der Kurve ab Mitte Januar zuletzt wieder gestiegen. Die Anzahl der Neuinfektionen liegt aktuell bei 78.358, die 7-Tage-Inzidenz bei 839,8 (Stand: 24. März, Quelle: corona-in-zahlen.de)

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Corona-Maßnahmen in Italien

„Green Pass“ als Nachweis

Urlauber brauchen in Italien aktuell für Hotel-Übernachtungen und Restaurantbesuche den „Green Pass base“, bei dem ein negativer Corona-Test als Nachweis ausreicht. Mit dem Basis-Ausweis können Italiener und Touristen ab 12 Jahren auch Verkehrsmittel im Land nutzen und Museen, Spas und Themenparks besuchen.

In Italien gilt bis 31. März noch der gesundheitliche Notstand. Dabei sind die Regionen und autonomen Provinzen in vier Zonen unterteilt (rot, orange, gelb, weiß), für die unterschiedliche Maßnahmen gelten. Informationen zu den einzelnen Maßnahmen gibt es beim italienischen Gesundheitsministerium. Je nach Klassifizierung können Reisen innerhalb Italiens eingeschränkt werden. Allerdings dürfen sich alle Besitzer des Grünen Passes uneingeschränkt zwischen allen Zonen bewegen.

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Wer Einrichtungen wie etwa Behörden oder Geschäfte betritt, muss damit rechnen, dass eine Temperaturmessung verlangt wird. Ist die Temperatur zu hoch, kann der Zutritt verwehrt und unter Umständen die Gesundheitsbehörde informiert werden. Die Installation der Tracing-App Immuni wird empfohlen.

Einreise nach Italien

Reisende aus EU-Staaten und damit auch aus Deutschland sowie aus der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island können grundsätzlich nach Italien einreisen und müssen sich bei ihrer Ankunft auch nicht in Quarantäne begeben.

Seit dem 1. Februar 2022 ist bei der Einreise der bislang erforderliche Nachweis eines zusätzlichen negativen Testergebnisses für Geimpfte und Genesene nicht mehr notwendig. Die Einreise muss über ein Online-Formular angemeldet werden. 

Mit Material von Reuters und dpa