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Weiterhin Risikogebiet

Italien lockert in einzelnen Regionen Corona-Maßnahmen

Italien lockert die Corona-Maßnahmen
Italien lockert vielerorts die Corona-Maßnahmen, überstanden ist die Krise aber längst nicht Foto: Carlo Cozzoli/IPA/ABACAPRESS.COM

Italien ist seit Beginn der Pandemie besonders stark von COVID-19 betroffen. Aktuell verbessert sich die Situation vor Ort, in vielen italienischen Regionen gibt es Lockerungen. Das gesamte Land gilt jedoch weiterhin als Risikogebiet. Die Lage im Überblick.

Italien lockert in vielen Regionen die Corona-Beschränkungen. Das Land hat die verschiedenen Teile in farbige Zonen eingeteilt, gelb bedeutet die meisten Lockerungen, rot den strengsten Lockdown, das Mittelfeld ist orange. Ab heute befinden sich 16 Regionen im gelben Spektrum, so etwa Latium mit der Hauptstadt Rom und die Lombardei. In der roten Zone ist keiner mehr, nur noch wenige sind in der orangefarbenen.

Restaurants und Bars dürfen wieder öffnen

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur dpa dürfen die Menschen in den gelben Zonen in Restaurants und Bars sitzen, ab 18 Uhr werden Bestellungen weiterhin zum Mitnehmen verkauft. Die Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr bleibt in Kraft, genauso wie das Reiseverbot zwischen den Regionen, solange keine dringenden beruflichen oder gesundheitlichen Gründe vorliegen. Museen dürfen montags bis freitags wieder für Besucher öffnen.

Italien weiterhin Corona-Risikogebiet

Welche Region in welcher Farbzone ist, entscheidet sich nach dem Infektionsgeschehen. Am Freitag erklärte das italienische Gesundheitsministerium nach dpa-Informationen, dass sich ein „verbessernder Trend“ abzeichne. Am Samstag meldeten die italienischen Behörden rund 12.700 neue Corona-Infektionen und 420 Tote im Zusammenhang mit dem Virus.

Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor nicht-notwendigen Reisen nach Italien. Landesweit beträgt die Inzidenz weiterhin mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb ganz Italien als Risikogebiet eingestuft ist. Insgesamt sind in Italien seit Pandemiebeginn mehr als 88.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das ist die zweithöchste Rate in Europa und die sechshöchste weltweit. Die bekannte Gesamtzahl der Infektionen beträgt mehr als 2,5 Millionen. Aktuell liegt die Zahl der Corona-Impfungen bei mehr als 1,9 Millionen. Rund 60 Millionen Menschen leben in Italien.

Einreise nach Italien

Aus Ländern der Europäischen Union (auch aus Deutschland) sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz ist die Einreise nach Italien zwar grundsätzlich gestattet, es gibt jedoch Beschränkungen. So ist die Vorlage einer Einreiseerklärung und eines negativen PCR- oder Antigen-Tests erforderlich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Wer kein negatives Testergebnis vorweisen kann, muss sich in Quarantäne begeben.

Für alle Reisenden gilt die Regelung, dass beim Einstieg in ein Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) dem Beförderer die Einreiseerklärung übergeben und ihm eine Prüfung der gemachten Angaben ermöglicht werden muss. An Flughäfen und Häfen, aber auch bei der Einreise im Überlandverkehr werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt.

Weil in Italien weiterhin ein landesweites Reiseverbot besteht, können die Polizeibehörden die Einreise nach Italien untersagen, wenn das angegebene Endziel der Reise nicht in der Einreiseregion liegt und kein triftiger Grund zur Reise vorliegt.

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Aktuelle Beschränkungen in Italien

In ganz Italien gilt täglich von 22 bis 5 Uhr eine Ausgangssperre. Einmal täglich ist laut Auswärtigem Amt „ein Privatbesuch mit maximal zwei Personen erlaubt“. Weiterhin gilt das Reiseverbot in andere Regionen, solange keine triftigen Gründe vorliegen.

Hotels und Geschäfte dürfen – sofern sie die strengen Infektionsschutz- und Hygieneauflagen erfüllen – geöffnet bleiben. Einkaufszentren müssen an den Wochenenden schließen. Des Weiteren sind laut AA sämtliche kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten ausgesetzt, dazu gehören unter anderem Tanz- und Sportveranstaltungen. Fitnessstudios, Schwimm- und Thermalbäder sowie Wellnesszentren bleiben geschlossen.

Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 5. März 2021. Die Lifte und Bahnen in den Skigebieten bleiben für den Amateursport vorerst bis zum 15. Februar 2021 geschlossen.

Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien

Eine Maske ist im Freien, sowie auch im öffentlichen Raum verpflichtend. Wer gegen die Tragepflicht verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Vor dem Betreten von Geschäften oder Behörden werden häufig Körpertemperatur-Messungen durchgeführt. Es gelten außerdem Abstandsregeln von ein bis zwei Metern zwischen Personen. Händedesinfektion ist vor Betreten vieler Einrichtungen Pflicht.

Die Behörden empfehlen außerdem die Nutzung der Tracing App „Immuni“.