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Infos für Urlauber

Teile Dänemarks sind wieder Corona-Risikogebiete

Dänemark Urlaub Corona
Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen gilt wieder als RisikogebietFoto: Getty Images

Ende Juni hat Deutschland Dänemark von seiner Liste der Risikoländer gestrichen. Doch jetzt steigen die Infektionszahlen wieder, weshalb Teile Dänemarks erneut als Risikogebiete eingestuft wurden. Was das für Dänemark-Urlauber bedeutet, welche Maßnahmen vor Ort gelten und wie die Corona-Lage in dem Land ist – TRAVELBOOK hat die Infos.

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag (18. Juli) zwei Regionen in Dänemark als Risikogebiete eingestuft: Hovedstad rund um die Hauptstadt Kopenhagen sowie die zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Regionen abrät.

Auch im nördlichsten deutschen Nachbarland stecken sich derzeit vor allem Jüngere mit dem Coronavirus an, während die älteren Bevölkerungsgruppen bereits weitgehend geimpft worden sind. Hohe Inzidenzen weisen derzeit besonders Kopenhagen mit seiner Nachbargemeinde Frederiksberg sowie Dänemarks zweitgrößte Stadt Aarhus auf.

Die Einstufung der dänischen Hauptstadtregion um Kopenhagen hat für Urlauber Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen.

Einreiseregeln für Dänemark-Urlauber

Dänemark unterteilt Länder und Regionen je nach Risikobewertung in die Kategorien „gelb“, „orange“ und „rot“ und aktualisiert diese wöchentlich. Deutschland ist aktuell als „grün“ eingestuft. Somit dürfen auch Ungeimpfte ohne Angabe eines triftigen Grundes nach Dänemark einreisen und dort Urlaub machen.

Voraussetzung ist allerdings ein negativer COVID-19-Test (PCR-Test oder Antigentest), der maximal 72 bzw. 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein muss. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 15 Jahre sowie vollständig Geimpfte. Personen, die von einer vorausgegangenen COVID-19-Infektion genesen sind, können auch einen positiven COVID-19-Test (nur PCR-Test) vorlegen, wenn dieser Test zwischen 14 Tagen und 8 Monaten vor der Einreise vorgenommen wurde.

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Sonderregeln bei der Einreise nach Dänemark gibt es auch für Urlauber oder andere Reisende, die ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben. Hier genügt bei Einreise das negative Ergebnis eines COVID-19-Tests, der max. 72 Stunden vor der Einreise erfolgt sein muss. Ein zweiter Test nach Einreise ist nicht erforderlich.

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Quarantäneregeln auf den Faröer Inseln und Grönland

Reisen auf die Faröer Insel sind laut AA grundsätzlich möglich. Reisenden wird empfohlen, dass sie innerhalb von drei Tagen vor der geplanten Reise einen (PCR-)Coronatest machen. Unabhängig davon müssen Reisende bei der Einreise einen weiteren Test machen und sich bis zum Ergebnis umgehend in Quarantäne begeben. Nach vier bis fünf Tagen folgt ein weiterer Coronatest. Ist der negativ, darf die Isolation beendet werden. Auch vollständig Geimpfte und von COVID-19 Genesene müssen nach der Einreise einen Test machen. Ein weiterer Test nach vier Tagen wird empfohlen. Wer vollständig geimpft ist, muss sich nicht in Quarantäne begeben, sofern die letzte Impfung mehr als acht Tage her ist. Gleiches gilt für Genesene, solange deren positiver Test älter als zehn Tage ist.

Grönland ist seit dem 3. Mai 2021 wieder für Reisende geöffnet. Es gelten die dänischen Einreisebestimmungen bezüglich Kategorisierung und Vorlage eines Reisegrundes. Zur Einreise wird ein maximal 72 Stunden alter, negativer PCR-Test benötigt. Ausnahmeregelungen für Geimpfte gibt es nicht. Nach der Einreise müssen sich Reisende in eine bis zu 14-tägige Quarantäne begeben. Durch einen weiteren Test nach fünf Tagen kann die Selbstisolation vorzeitig beendet werden. Vollständig Geimpfte sind von der Pflicht zur Selbstisolation und zur Vornahme eines zweiten Tests nach der Einreise ausgenommen. Dies gilt auch für mitreisende Kinder unter 12 Jahren.

Aktuelle Corona-Regeln in Dänemark

Aktuell sind in Dänemark die Geschäfte geöffnet. Auch Restaurants, Cafés, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Kultureinrichtungen durften unter Auflagen öffnen. Das Gleiche gilt für körpernahe Dienstleistungen und Gottesdienste. Teilweise aber ist ist für den Zugang ein sogenannter „Coronapass“, d. h. ein Nachweis über ein negatives COVID-19-Testergebnis oder über eine erfolgte vollständige Impfung oder Genesung erforderlich.

Sportliche Aktivitäten sind in Dänemark drinnen und draußen möglich. 75 Personen dürfen sich an der frischen Luft zusammen aufhalten, in geschlossenen Räumen ist die Zahl auf 25 begrenzt. An diversen Hotspots kann die Polizei jedoch Aufenthaltsverbote erlassen.

Eine Maskenpflicht besteht weiterhin an Flughäfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, einschließlich Bahnhöfen und Haltestellen, sowie in Taxis und Reisebussen und in öffentlich zugänglichen Gebäuden. Außerdem muss jeder in Supermärkten, im Einzelhandel und Freizeiteinrichtungen sowie beim Arzt und in Pflegeheimen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Kinder bis einschließlich zwölf Jahren sind von der Maskenpflicht befreit. Es gilt eine Abstandsregelung von einem Meter zu anderen Personen im öffentlichen Raum. Wo eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht, sollen zwei Meter Abstand gehalten werden.