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Saubere Badestellen in Europa laut EU-Bericht

EU-Bericht

Die saubersten Badestellen in Europa

Saubere Badestellen Europ
Auf Zypern haben 93.3 Prozent der Badestellen eine exzellente Wasserqualität. Saubere Badestellen gibt es aber auch in vielen anderen Ländern in Europa, wie eine Analyse ergab.Foto: Getty Images

Die Ferien stehen vor der Tür, und es stellt sich die Frage: Wo kann man am besten einen unbeschwerten Badeurlaub mit der ganzen Familie genießen? Die EU-Umweltagentur EEA gibt dafür mit Blick auf die Wasserqualität von Deutschlands und Europas Badestellen fast ausnahmslos grünes Licht. Ein Land in Europa überzeugt dabei ganz besonders.

Baden gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Europäer, und fast 85 Prozent der Badestellen Europas werden, wie die EEA berichtet, mittlerweile hervorragende Wasserqualität bescheinigt. Besonders saubere Badestellen in Europa gibt es dem Bericht zufolge in Österreich, Griechenland, Zypern, Malta und Kroatien. Hier bekamen jeweils mehr als 95 Prozent der Badestellen eine exzellente Bescheinigung.   

Die in Kopenhagen ansässige EEA hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2021 zu fast 22,000 Gewässern analysiert, die sich in den EU-Mitgliedstaaten einschließlich Albanien und der Schweiz befinden. Die Umweltexperten schauten dabei auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die bei Menschen zu Krankheiten führen können, nämlich intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Die Wasserqualität richtet sich nach der nachgewiesenen Menge dieser Bakterien, die vor allem von Abwässern und aus der Landwirtschaft herrühren. Bei einer Einstufung als mangelhaft rät die EEA zu Badeverboten, Warnhinweisen oder anderen Maßnahmen.  

84,7 Prozent der Badestellen stuft die EEA diesmal insgesamt als exzellent ein, 95,2 Prozent erfüllten die EU-Mindeststandards. Ein Jahr zuvor waren es 82,8 beziehungsweise 92,6 Prozent gewesen. Eingestuft werden diese Badestellen nach den Standards der Europäischen Union als ‚exzellent‘, ‚gut‘, ‚ausreichend‘ oder ‚mangelhaft‘. Hier genügt für eine Erfüllung des EU-Mindeststandards eine Einstufung von ‚ausreichend‘.

Österreich ist Spitzenreiter

Das Binnenland, das für seine traumhaften Seen bekannt ist, wurde von der Europäischen Umweltagentur zum Land mit der besten Wasserqualität erklärt. Ungefähr 98 Prozent der Gewässer sind hier in der Rangliste der EEA als exzellent eingestuft worden. Noch beeindruckender: 100 Prozent der 261 Badestellen Österreichs bestanden in 2021 den Mindeststandard Test der EEA.

Noch in 2017 lag Österreich bezüglich der Badewasser-Qualität auf Platz 4 in Europa. Die Verbesserung wurde durch das Einhalten der strengen Vorgaben der EU-Badegewässer-Richtlinie möglich. Zu den besten Badegewässern des Landes zählen heute der Achensee in Tirol, der Lunzer See, der Traunsee bei Altmünster, der Obertrumer See in Salzburg und der burgenländische Neusiedler See bei Mörbisch.

Achensee, Tirol, Österreich
Der Achensee in Tirol ist besonders sauberFoto: Getty Images

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Immer mehr saubere Badestellen in Europa

Die Qualität der europäischen Badegewässer hat sich nach EEA-Angaben im Laufe der vergangenen 40 Jahre dank diverser EU-Direktiven immens verbessert. Die EU-Gesetzgebung habe in diesem Zeitraum nicht nur dabei geholfen, die Wasserqualität insgesamt zu steigern, sondern auch dabei, verbesserungsbedürftige Gegenden ausfindig zu machen, erklärte EEA-Exekutivdirektor Hans Bruyninckx. „Die Badegewässerqualität in Europa bleibt hoch und das ist eine gute Nachricht für Europäer, die in diesem Sommer an Strände und Badestellen aufbrechen werden“, sagte auch EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius.

Die EEA wies in dem Bericht zudem darauf hin, dass sich in den vergangenen Jahren stark darum bemüht worden sei, die Wasserqualität in urbanen Gegenden zu steigern. Heute könne man in einigen europäischen Hauptstädten sicher baden gehen, unter anderem in der Donau in Wien und Budapest, in der Spree in Berlin oder im Hafen von Kopenhagen.

Insgesamt betrachtet liegen zwei Drittel der analysierten Badestellen an den Küsten Europas. Dort ist die Wasserqualität laut EEA-Angaben generell besser als im Inland. Der Gesamtanteil an mängelbehafteten Badegewässern geht seit Jahren zurück. 2021 machten sie noch einen Anteil von 1,6 Prozent aus, verglichen mit 2 Prozent in 2013. In Deutschland lag dieser Anteil diesmal nur bei 0,6 Prozent.

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Auf diesem Platz landete Deutschland

Wie die Europäische Umweltagentur EEA in ihrem Bericht mitteilte, wiesen 90,4 Prozent aller im Jahr 2021 analysierten deutschen Seen, Flüsse und Küstengewässer eine ausgezeichnete Wasserqualität auf. Außerdem erfüllten 97,8 Prozent der Gewässer die EU vorgegebenen Mindeststandards. Somit landete Deutschland in 2021 auf dem 7. Platz der Länder mit den saubersten Badestellen in Europa. Nach wie vor liegt Deutschland im europäischen Vergleich damit im oberen Mittelfeld.

Wer auf der Suche nach einem schönen See in der Heimat ist, dem würde der Schluchsee in Baden-Württemberg oder der Große Stechnlinsee in Brandenburg gefallen. Beide kombinieren eine wunderschöne Umgebung mit einem sauberen Badeerlebnis in der Natur.

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14 Badestellen in Deutschland mit Mängeln

Die Badestellen in Deutschland bieten weiterhin eine überwiegend hervorragende Wasserqualität, dennoch steigt die Zahl der Gewässer mit schlechter Qualität an. Lediglich 14 der 2.291 Badestellen in der Bundesrepublik wurden 2021 Mängel attestiert, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt wurden. Zum Vergleich: in 2020 und 2019 waren es elf beziehungsweise acht gewesen. Diese Steigerungen liegen unter anderem daran, dass mehr Stellen als üblich wegen pandemiebedingter Beschränkungen in der Badesaison 2020 nicht angemessen analysiert und somit klassifiziert werden konnten.

Zu den unsaubersten Badestellen in Deutschland gehören wie in den Vorjahren eine Stelle andder Elbe bei Brokdorf in Schleswig-Holstein und der Nordseestrand Wremen im Landkreis Cuxhaven. Ebenfalls als mangelhaft galten unter anderem diesmal der Sunthauser See in Bad Dürrheim, das Freibad Miersdorf in Zeuthen, der Mainparksee in Mainaschaff im Landkreis Aschaffenburg, der Naturbadestrand Glöwitzer Bucht in Barth und die Spreelagune in Lübben.

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(Mit Material von dpa)

Die 10 Länder mit den saubersten Badestellen in Europa

1. Österreich (97,7 Prozent) – 261 Badestellen

2. Malta (96,6 Prozent) – 87 Badestellen

3. Griechenland (95,8 Prozent) – 1683 Badestellen

4. Kroatien (95,7 Prozent) – 935 Badestellen

5. Zypern (93,3 Prozent) – 120 Badestellen

6. Dänemark (91,9 Prozent) – 1031 Badestellen

7. Deutschland (90,4 Prozent) – 2291 Badestellen

8. Bulgarien (89,8 Prozent) – 96 Badestellen

9. Litauen (89,2 Prozent) – 120 Badestellen

10. Portugal (88,5 Prozent) – 652 Badestellen

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