Wegen steigender Zahlen in Deutschland

Einreise verboten – wie ist die Corona-Lage in Dänemark?

Kopenhagen
Dänemark lässt seit dem 24. Oktober kaum noch Deutsche ins Land – schon vorher war die Region Hovedstaden um Kopenhagen als Risikogebiet eingestuft worden
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Dänemark ist ein beliebtes Reiseziel. Umso bitterer für all die Deutschen, die für den Winter eine Reise in das Nachbarland geplant hatten, denn das lässt seit dem 24. Oktober kaum noch Deutsche über seine Grenze. TRAVELBOOK hat alle aktuellen Infos.

Deutsche Touristen dürfen seit dem 24. Oktober nicht mehr nach Dänemark einreisen. Die einzigen Ausnahmen sind Personen, die ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben und andere, die einen wichtigen Grund vorlegen können. Wer durch Dänemark reisen, aber nicht bleiben möchte, kann das tun. Allerdings ebenfalls nur, wenn entsprechende Nachweise vorgelegt werden können.

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Dänemark seinen Nachbarn als epidemiologisch „nicht sicheres” Land eingestuft. Das teilt das Auswärtige Amt mit und warnt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen”.

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Region Hovedstaden ist Risikogebiet

Bis zu diesen neuen Einreisebeschränkungen hatte das Amt bereits vor Reisen in die Region Hovedstaden, einschließlich der Hauptstadt Kopenhagen, gewarnt. Der Grund: hohe Infektionszahlen mit dem Coronavirus. Die Inzidenz in der Region liegt inzwischen bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Deshalb wird Hovedstaden als Risikogebiet eingestuft.

Die Zahl der Neuinfektionen in Dänemark ist in der jüngeren Vergangenheit rapide gestiegen. Neben dem „Corona-Hotspot“ Kopenhagen gibt es auch hohe Infektionszahlen in Aarhus, Aalborg, in den Kommunen Esbjerg, Varde und Ringköbing. Sie alle liegen oberhalb der Schwelle von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Weil aber die jeweiligen Regionen, in denen die Städte liegen, insgesamt unter dem Wert liegen, sind sie aktuell nicht als Risikogebiet eingestuft, berichtet der NDR.

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Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Dänemark

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie dürfen sich in Dänemark künftig nicht mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Das teilt Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mit. Zuvor waren Gruppen von 50 Menschen erlaubt.

Restaurants, Cafés, Geschäfte und Kultureinrichtungen sowie andere Freizeiteinrichtungen wie etwa Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind geöffnet. Gaststättenbetriebe müssen jedoch um 22 Uhr schließen und auch der Verkauf von Alkohol ist ab 22 Uhr untersagt.

 

Eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Innenräumen soll eingeführt werden. Aktuell besteht die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, bereits in ganz Dänemark an Flughäfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln einschließlich Bahnhöfen und Haltestellen sowie in Taxis und Reisebussen. Außerdem muss jeder in Restaurants, Bars und Cafés Masken tragen, solange man nicht am Platz sitzt. Kinder bis einschließlich zwölf Jahren sind von der Maskenpflicht befreit.